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Gramofon: Die “Cloud Jukebox” von Fon

Gramofon

Gramofon ist eine neue Box, die Stereoanlage und Smartphones, sprich also Internet und Streamingdienste, miteinander über das heimische WLAN-Netz verbinden will.

In der Kickstarter-Kampagne beschreibt Gramofon die Arbeitsweise so:

1. Connect your Gramofon to the sound system or speakers of your choice.

2. Connect Gramofon to the Internet via ethernet or on your current WiFi. 

3. Connect any Android or iOS phone to the Gramofon’s WiFi signal.

4. Stream your favorite playlist from Spotify or listen to the free radio service powered by WahWah, all directly through the cloud.

Gramofon arbeitet mit einem separaten, öffentlichen WLAN-Netz, über das sich Freunde mit Smartphones einloggen können. GigaOm:

Gramofon functions like any Fon router in that it shares a user’s internet connection through a separate public network, making sure that visitors won’t access files on your computer or slow down your network. At the same time, it also uses Wi-Fi as a kind of authenticator for social music consumption. Friends that come to your place can authenticate via Facebook, for example, and then automatically start to play music on your Gramofon, without the need to share Wi-Fi passwords or link their mobile devices with the music player.

Spotify ist integriert in Gramofon. Weitere Streamingdienste werden über eine kommende Programmierschnittstelle eingebunden werden können. TechCrunch:

Eventially the Gramofon will have an API so it can integrate any music service with Gramofon and can support as many different providers as possible. It comes with WahWah built in, this is a free radio service that works with Gramofon (the service will start in the USA, Spain and Brazil, and expand over time). 

Fon, der Hersteller von Gramofon, ist ein spanisches Unternehmen, dass mit eigenen, an die Nutzer verkauften Routern ein WIFI-Hotspot-Netzwerk weltweit aufbaut. Wer mit einem eigenen Fon-Router einen Hotspot für andere Fon-Nutzer bereitstellt, erhält selbst Zugang zu all den anderen Hotspots der Fon-Nutzer. Wer ein Gramofon kauft, wird automatisch Fon-Mitglied und kann die über 12 Millionen Wifi-Hotspots weltweit nutzen. Das ist zumindest der Deal für das Crowdfunding. (Siehe auch das Interview mit Fon-CEO Martin Varsavsky auf TechCrunch)

Zur Crowdfunding-Kampagne, die mehr Werbung + Vorbestellung als alles andere ist, kostet Gramofon zwischen 30 und 40$. Im Handel wird das Gerät später je nach Farbe 50$ (in weiß) oder 60$ (in schwarz) kosten.

Es sieht ganz danach aus, als ob Gramofon die erschwinglichere Alternative zu Sonos wird.

Verwertungsgesellschaft C3S sucht Entwickler

C3S, die neue Verwertungsgesellschaft in Deutschland, die eine Alternative zur GEMA werden will und seit Ende März eine eingetragene Genossenschaft ist, sucht Entwickler:

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Softwareprodukts zur Integration von Micropayment im Kontext der Dienste, die eine Verwertungsgesellschaft anbietet. Die Projektlaufzeit beträgt ein Jahr, beginnt am 1. Mai 2014 und endet am 30. April 2015. Die Stellen, die wir anbieten können, sind also in jedem Fall befristet. Es laufen auch nicht alle insgesamt geplanten Stellen über die gesamte Projektlaufzeit, ein Teil wird erst nach drei bzw. sechs Monaten einsteigen. Außerdem müssen nicht alle Positionen als volle Stellen laufen, sondern können in Teilzeit besetzt werden.

Die komplette Stellenausschreibung.

Musikbusinessnews: Rhapsody, Pono, Topspin, Bandpage und mehr

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Spotify scheint Börsengang für Herbst 2014 zu planen

Logo von Spotify
Wie Quartz berichtet, hat Spotify begonnen mit Investmentbanken über einen möglichen Börsengang zu sprechen, der noch im Herbst diesen Jahres stattfinden könnte:

The popular music-streaming company has participated in informal chats with some of the investment banks likely to fight for a role in a potential IPO, sources familiar with the process said. The six-year-old service may start holding formal meetings as early as next month in anticipation of an offering in autumn. (Though the timeline for a possible IPO could change for a number of reasons, including unfavorable market conditions.)

Ein Börsengang würde notwendiges Geld in die Kriegskassen von Spotify spülen. Interessant wäre ein Börssengang aber vor allem für Musiker und andere aus der Branche, weil Spotify damit der erste On-Demand-Streaming-Dienst wäre, der konkrete, detaillierte Zahlen über das eigene Geschäft offenlegen muss.

Das könnte mindestens die erstaunlich faktenfreie öffentliche Diskussion über die Zahlungen an Musiker verändern.

Ein Börsengang wäre darüber hinaus gut für die Branche, weil sie unabhängige Unternehmen benötigt, die sich langfristig komplett und ausschließlich auf das Musikgeschäft konzentrieren; im Gegensatz zu den Musikabteilungen der großen Konzerne von Apple über Google bis Samsung.

Musikbusinessnews: Songza,De La Soul, Ticketfly und mehr

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Übernahme von The Echo Nest durch Spotify erschüttert die Streaming-Welt

Logo von Spotify
Die Übernahme von The Echo Nest durch Spotify hat die Musikstreamingwelt erschüttert. Die 100-Millionen-$-Übernahme1 hat mit einem Schlag den Status Quo auf dem Markt über den Haufen geworfen. The Echo Nest arbeitet als Dienstleister im Hintergrund nicht nur für Musik-Apps sondern auch für praktisch alle On-Demand-Streaming-Dienste als die Empfehlungsmaschine, die gleiche Songs gruppiert und so zum Beispiel automatisierte Radiostationen ermöglicht:

In addition to Spotify, it had amassed a wide range of customers for its music personalization and discovery technology. Some of those, today, are direct competitors of Spotify’s. They include Clear Channel’s iHeartradio, Beats Music, Rdio and SiriusXM.com — as well as others like the BBC, Foursquare, MTV, Twitter, VEVO and Yahoo!, Nokia and brands like Coca-Cola, Intel, Microsoft and Reebok.

Direkt nach der Übernahme kam deshalb sofort die Frage auf, wie die Geschäftsbeziehungen zwischen Echo Nest und den direkten Konkurrenten des neuen Besitzers Spotify aussehen werden. The Verge:

In an email to The Verge, Spotify says that all of The Echo Nest's existing business contracts will be fulfilled, meaning its competitors' music recommendations are safe for the short term. Whether competitors will be able to extend their contracts with The Echo Nest or begin new ones now that it's under Spotify is another question. “In the few cases where The Echo Nest does work with direct competitors we will work with their team to understand these relationships and determine the next business steps,” a Spotify representative says. “The bottom line is that The Echo Nest will meet all contractual obligations to all customers.”

Nachvollziehbarerweise reicht das den Konkurrenten natürlich nicht. Rdio-CEO Anthony Bay spricht gegenüber CNBC von verschiedenen Partnern, von denen The Echo Nest einer von von vielen war. Da Rdio seine (Nutzungs-)Daten nicht mit Konkurrenten teilen will, wird man künftig nicht mehr mit The Echo Nest zusammenarbeiten. Die Aussage, man habe gleichwertige Ersatzoptionen dürfte allerdings Trommeln ohne viel Substanz dahinter sein.

The Echo Nest war und ist in seinem Bereich, dem algorithmisch getriebenen Abgleich von Musik-Metadaten um Empfehlungen ausgeben zu können, einsamer Marktführer. Die Übernahme durch Spotify sichert damit nicht nur die technisch fokussierte Ausrichtung von Spotify sondern macht es, ganz nebenbei, den direkten Konkurrenten von Spotify künftig zumindest mittelfristig sehr schwer, gute pandoraähnliche, automatisch nach Genres oder Künstlern generierte Radiofunktionen anzubieten. Denn dafür fehlt ihnen, wenn sie von The Echo Nest weggehen (müssen), künftig die technische Grundlage.

Bisher im Schatten von The Echo Nest stehende Konkurrenten bereiten sich nun auf einen veränderten Markt vor. hypebot:

Musikki, first created as a real-time IDMB for music, says they're releasing a robust music data API next month. “It's based on the knowledge we used building Musikki,” CEO and Co-Founder Joao Afonso wrote early Wednesday morning. “All Spotify competitors won’t have to wait long for a complete solution.”

Other sources like Kevin Arnold's OpenAura are also gearing up to deliver content and data to music services.

Ob sie den Herausforderungen gewachsen sein werden, wird sich erst zeigen müssen. Die Qualität der Empfehlungen wird allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Anfangszeit zurückgehen.

Die Übernahme ist aus Branchensicht um so bedauerlicher als dass The Echo Nest gut genug positioniert war, um als unabhängiger B2B-Player den Gang an die Börse wagen zu können. Es bleibt die Frage, was die Investoren und Gründer getrieben hat, stattdessen den Exit zur Spotify-Abteilung zu wählen.

Für sachdienliche Hinweise können gern die Kommentare oder Email verwendet werden.

Wir haben über die Jahre regelmäßig über The Echo Nest berichtet:


  1. 90 Prozent davon in Spotify-Anteilen. 

Musikbusinessnews: Sonos, Milk Music, Tape.tv und mehr

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Amazon arbeitet an eigenem Musikstreamingdienst

Das Wall Street Journal berichtet von Verhandlungen zwischen Amazon und Musiklabels für einen Streamingdienst von Amazon:

Amazon.com is hoping to offer an on-demand music-streaming service to customers of its Amazon Prime program, but it may limit how much a person can listen to any given song, according to people familiar with the matter.

The Seattle-based company has held negotiations with record companies and music publishers seeking to license their music for the planned service, but it remains far apart from some record companies on financial terms, these people said.

An Amazon spokeswoman declined to comment.

Die wenigen bisher bekannten Informationen klingen eher danach, als würde Amazon mehr Richtung iTunes Radio/Pandora als Richtung Spotify gehen wollen.
Das ergibt auch Sinn aus mehreren Gründen:

  • Amazon möchte wie Apple weiterhin Songs digital verkaufen. Streaming ist hier also eher Zusatzangebot als Alleinzweck. Wie sinnvoll das langfristig ist, ist unklar. Kurzfristig mag es sicher Sinn ergeben.
  • Da dieser Streamingdienst wie so viele andere Angebote in Amazon Prime gebündelt werden soll, muss er möglichst günstig für Amazon bleiben. Beschränkungen auf der On-Demand-Seite bedeuten auch günstigere Lizenzen. Auch hier wieder: Für ein Zusatzangebot, das auch die gesamte Amazon-Plattform stärken soll, ist das durchaus sinnvoll.

Bleibt die Frage, ob wir bereits den Punkt erreicht haben, ab dem jeder größere Anbieter digitaler Plattformen einen Musikstreamingdienst im Schlepptau haben muss. Samsung etwa hat seinen pandoraähnlichen Dienst "Milk Music" ebenfalls die Tage gestartet.

EU-Parlament verabschiedet neue Regeln für Verwertungsgesellschaften und Musiklizenzen

David Pachali berichtet auf irights.info über die im EU-Parlament heute verabschiedete „Richtlinie über die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehrgebietslizenzen für die Online-Nutzung von Rechten an Musikwerken im Binnenmarkt“:

Die Regelung [..] führt EU-weite, verbindliche Vorgaben für Verwertungsgesellschaften ein. Sie muss noch vom Ministerrat formell abgenickt werden. Die EU-Länder müssen dann innerhalb von zwei Jahren ihre Gesetze anpassen.

Mit den neuen Regelungen hofft die EU-Kommission, den nationalen Flickenteppich bei Lizenzen zu überwinden, dem sich neue Musikdienste im Web ausgesetzt sehen. Sie müssen Rechte in allen Staaten separat erwerben und dafür mit einer Vielzahl von Verwertungsgesellschaften Verträge aushandeln. Durch mehr Wettbewerb sollen die Verwertungsgesellschaften nun dazu angehalten werden, sogenannte Mehrgebietslizenzen zu vergeben – was sie erst dann dürfen, wenn sie die EU-Standards erfüllen. Direkte „EU-Lizenzen“ einführen kann die Richtlinie nicht.

[..]

Verweigert sich eine Verwertungsgesellschaft den Mehrgebietslizenzen, können Urheber ihr die Onlinerechte entziehen und anderswo einbringen. Die beste Verwertungsgesellschaft gewinnt – so zumindest die Idee.

Musikbusinessnews: GEMA, Filesharing, PingTune und mehr

Weitere Musikbusinessnews der letzten Tage:

Twitter gibt 300 Entertainment ‘full access’ zur Datenauswertung für Musikindustrie

Twitter kooperiert mit 300 Entertainment. 300 Entertainment bekommt vollen Zugang zu den Daten von Twitter und wird diese für Kunden aus der Musikindustrie auswerten und zur Verfügung stellen. The Next Web: The New York Times reports that the … [Continue reading]

Forgotify macht Spotifys 4 Millionen ungespielte Songs entdeckbar

Bekanntlich existieren auf Spotify 4 Millionen ungespielte Songs. Das neue Werkzeug Forgotify macht diese ungespielten Songs sichtbar. The Atlantic: Forgotify is built upon a database that the trio created to crawl Spotify's API for pieces with a … [Continue reading]

Beats Music in USA gestartet mit kostenloser Radiokomponente

Walt Mossberg hat den neuen Streaminganbieter Beats Music eine Woche lang getestet: I’ve been testing Beats Music for about a week on an iPhone, and I really like it. I found that its human curation — from Beats’ own editors and a wide … [Continue reading]

Telekom will Musicload abgeben

Die Telekom will ihren Download-Shop Musicload abgeben. heise: "Für Gamesload und Musicload führen wir derzeit Gespräche mit potenziellen Interessenten über mögliche Fortführungsszenarien dieser Geschäfte", teilte eine … [Continue reading]

Beats Music will Spotify und Co. mit besseren Empfehlungen angreifen

Der populäre Kopfhörerhersteller Beats Electronics steigt am morgigen Dienstag mit Beats Music in das On-Demand-Streaming-Geschäft ein. Besonders in den USA wird Beats Music mit Spannung erwartet. Wired hat sich die Strategie von Beats Music … [Continue reading]

Spotify erlaubt Musikern provisionsfrei den Verkauf von Merchandise

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Spotify ermöglicht den Verkauf von Merchandise in Zusammenarbeit mit Topspin und dessen ArtistLink. Besonders bemerkenswert ist, dass Spotify selbst keine Provision dafür verlangt, was darauf hindeutet, dass Spotify attraktiver für Musiker … [Continue reading]

Daten über Musik: Der Pandora-Ansatz vs. The Echo Nest und Co.

Pandora setzt mit seinem händischen Ansatz der Katalogisierung von Musik auf "Weniger aber besser", während viele andere Services Metadaten algorithmisch erfassen lassen: On the surface, it appears that Pandora, despite its head start … [Continue reading]

Pandora empfiehlt personalisierte Stationen auf Basis des Hörverhaltens

Der in den USA populäre Onlineradiodienst Pandora führt auf vorhergehendem Hörverhalten aufsetzende Personalisierungsmöglichkeiten ein: Personalized station recommendations on iOS and Android smartphones and tablets will provide listeners with … [Continue reading]

Spotify schafft Zeitbegrenzung für werbefinanziertes Streaming auf Desktop ab

Spotify hat die Zeitbegrenzung für das kostenfreie, werbefinanzierte Musikhören für Web und Desktop abgeschafft. Das heißt also, dass man nun nicht nur auf Mobilgeräten wie neulich eingeführt sondern auch auf dem Desktop, so lang wie man … [Continue reading]

Sony verkauft Metadatenanbieter Gracenote an Tribune Company

Sony hat seine Tochter Gracenote verkauft. heise: Sony verkauft seine Tochter Gracenote, einen Anbieter von Metadaten zu Musik und Filmen, für 180 Millionen US-Dollar an die Tribune Company. Das gaben beide Unternehmen in einer Pressemitteilung am … [Continue reading]