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Google Music bekommt werbefreie Onlineradioversion in den USA

Eine kostenfreie Radiovariante à la Pandora und co. ergibt für On-Demand-Streaming-Anbieter als Zusatzoption viel Sinn. Spotify hat es, andere auch. Jetzt auch Google. Google schaltet außerdem keine Werbung, nimmt also Verluste hin, um Marktanteile aufzubauen. Vorerst US-only. Auch das Timing ist interessant.

Mac Rumors:

Google today announced that it’s adding a free tier to its Google Music subscription service, just a week ahead of the launch of Apple Music. Apple Music doesn’t include a free listening tier, but it is accompanied by a free ad-supported radio service that provides users with a way to access music without shelling out cash.

Google’s free listening tier is built around Songza, the radio-based streaming service that Google purchased last July. It includes curated radio stations and playlists, which Google describes as human-curated and crafted „song by song“ for moods and activities like working out or driving. It’s currently available in the United States and rolling out to Android and iOS devices this week.

„CDs are the best format in the sense that they are so worthless as physical objects“

Perlentaucher fasst ein Interview mit dem Musiker Prurient zusammen:

Steven T. Hanley (The Quietusunterhält sich mit dem Musiker Prurient, der dem nostalgischen Vinylhype schon zu Zeiten misstraute, als er noch in einem Plattenladen arbeitete. Sein Standpunkt lässt sich eigentlich auch gut gegen die Streamingkritik in Position bringen: „I actually see it as very materialistic … When I had a store in the East Village many times someone would come in and ask ‚do you have  this record?‘ I say ‚sure‘ and hand them the CD and they say ‚oh no, I only buy vinyl‘ and I say ‚well that’s your loss then, you’re missing out on this whole enormous spectrum of ideas.‘ Personally I think CDs are the best format in the sense that they are so worthless as physical objects. You really just have to be confronted with the subject matter and the music itself. There’s no kind of material value.“

Nach Taylor Swifts öffentlicher Beschwerde: Rechteinhaber werden künftig für Streams in 3 Probemonaten bei Apple Music bezahlt

Nach dem VUT und anderen Indie-Labels und Verbänden hat sich nun mit Taylor Swift auch eine Mainstream-Künstlerin über die drei Probemonate bei Apple Music beschwert, in der Apple kein Geld an Labels (und damit Musiker) ausschütten wird. Sie kündigte an, ihre jüngstes Album zurückzuhalten. (Die drei royaltyfreien Probemonate sind etwas, das Apple im Vorfeld mit dem Kartell der Majorlabels ausgehandelt hat. Man darf vermuten, dass die Majorlabels mit festen Vorauszahlungen oder Vergleichbarem kompensiert werden.)

Taylor Swifts offener Brief / Blogpost hat scheinbar Apples Position diesbezüglich geändert.

Re/code hat mit Apples Media-Chef Eddie Cue gesprochen:

This morning, Swift wrote an open letter to Apple – on Tumblr – complaining about the company’s policy of not paying music owners when people try its upcoming Apple Music service for a three-month trial period.

Tonight, Apple media boss Eddy Cue appears to have capitulated.

(..)

Cue says Apple will pay rights holders for the entire three months of the trial period. It can’t be at the same rate that Apple is paying them after free users become subscribers, since Apple is paying out a percentage of revenues once subscribers start paying. Instead, he says, Apple will pay rights holders on a per-stream basis, which he won’t disclose.

Details sind noch unklar.

Es bleibt erstaunlich, dass das alles acht(!) Tage vor dem Launch von Apple Music stattfindet.

VUT: 3 Probemonate bei Apple Music ohne Lizenzzahlungen gefährdet Existenz von Musikern

Unter anderem Golem berichtet über eine Pressemitteilung des VUT zu Apple Musics drei Probemonaten, in denen keine Lizenzen gezahlt werden sollen:

„Wir als VUT begrüßen neue Geschäftsmodelle und weitere Anbieter auf dem Streaming-Markt. Jedoch sind die von Apple angebotenen Vertragsbedingungen völlig unangemessen“, erklärte der Geschäftsführer Jörg Heidemann. „Dies kann für unsere Mitglieder und deren Künstlerinnen und Künstler zu erheblichen Umsatzeinbußen bei den Lizenzeinnahmen führen, im Extremfall kann dies existenzgefährdend sein.“

Das ist recht schizophren. Auf der einen Seite wird ständig von Verbänden und Musikern darüber gejammert, wie gering die Auszahlungen aus On-Demand-Streaming sind. Auf der anderen Seite sollen jetzt drei kostenfreie Probemonate bei Apple Music so hohe Einkommenseinbußen verursachen, dass die Nichtzahlung der Streaminggebühren existenzgefährdend ist?

Das ist keine gute Argumentation.

Interessant ist, dass die unabhängigen Unternehmen erst „vor kurzem“ die Verträge für den Streamingdienst erhalten haben, der auch hierzulande bereits am 30. Juni starten soll. Aus der Pressemitteilung:

Die Verträge für Apples neuen Streamingdienst „Apple Music“, dessen Start für Ende des Monats in Deutschland geplant ist, wurden vor Kurzem auch an unabhängige Labels und Aggregatoren geschickt.

Das macht noch einmal deutlich, wer über die Streamingkonditionen global entscheidet: Das Kartell der Majorlabels.

Bisher zum Thema:

Apple Music: ~73% Ausschüttung außerhalb USA, keine Lizenzzahlungen für Trialperiode

Re/code:

Here are the real numbers, according to Robert Kondrk, the Apple executive who negotiates music deals along with media boss Eddy Cue: In the U.S., Apple will pay music owners 71.5 percent of Apple Music’s subscription revenue. Outside the U.S., the number will fluctuate, but will average around 73 percent, he told Re/code in an interview. Executives at labels Apple is working with confirmed the figures.

Those totals include payments to the people who own the sound recordings Apple Music will play, as well as the people who own the publishing rights to songs’ underlying compositions. That doesn’t mean the money will necessarily go to the musicians who recorded or wrote the songs, since their payouts are governed by often-byzantine contracts with music labels and publishers.

Apple won’t pay music owners anything for the songs that are streamed during Apple Music’s three-month trial period, a bone of contention with music labels during negotiations for the new service.

Spotify: 20 Mio. zahlende Abonnenten, 75 Mio. Nutzer, 3 Milliarden $ an Musiker ausgezahlt

Spotify freut sich im eigenen Blog über 20 Millionen zahlende Abonnenten:

Today, we have reached more than 20 million subscribers and more than 75 million active users. 10 million subscribers in our first five and a half years – and another 10 million subscribers in just a single year! That’s an average of one new subscriber every three seconds over the last year. Wow.

And, more people listening on Spotify means more payouts to the creators of the music you love. As we grow, the amount of royalties we pay out to artists, songwriters and rights holders continues to climb faster than ever. We have now paid more than $3 billion USD in royalties, including more than $300 million in the first three months of 2015 alone.

Aufgrund der anhaltenden Debatte darüber, wie viel/wenig Musiker über Streaming einnehmen, hat Spotify zwei Grafiken angefügt:

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Die jüngsten Zahlen bedeuten, dass die Conversionsrate von Free-Nutzer zu zahlenden Nutzern zum ersten Mal seit 2013 gestiegen ist: von 25 Prozent auf 26,67 Prozent.

Spotify bezahlt wenig überraschend sein Wachstum mit steigenden Verlusten: 2014 betrugen diese 197 Mio. $, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 289 Prozent (68 Millionen $).

Apple Music ab 30. Juni auch in Deutschland verfügbar

heise: Apple Music ab 30. Juni auch in Deutschland:

Deutschland wird zu den 100 Ländern zählen, in denen Apple Music von Anfang an verfügbar sein soll. Das erfuhr Mac & i aus informierten Kreisen. Der neue Musik-Streaming-Dienst wird zum 30. Juni offiziell eingeführt, wie Apple am Montag auf der Entwicklerkonferenz WWDC ankündigte

Apple Music (mehr Infos unter anderem hier) wird sich vornehmlich aus drei Komponenten zusammensetzen:

  1. Der klassische Streaming-Teil
  2. Apple Music Connect, eine Art Social Network für Musiker und Fans, auf dem Musiker eigenes Material („Candid shots from backstage. In-progress lyrics. A rough cut of a new video.“) ihren Fans zeigen können.
  3. Radio, zu dem die globale Radiostation Beats One gehört.

Eine Verzahnung mit iTunes und unter anderem der Zugang von iTunes Match in den Funktionsumfang von Apple Music runden das Angebot ab.

Ein Preis für Deutschland ist noch nicht bekannt, aber er wird sich in den gleichen Sphären bewegen wie die Monatspreise von Spotify bis Deezer. Apple konnte die Majorlabels hier von keinem anderen Preismodell überzeugen. (10$/Monat in den USA) Nur der Familiendiscount ist hoch: 15$ pro Monat für bis zu sechs Personen.

Dass Apple hier punkten konnte, verwundert nicht. Über das iOS-eigene „Family Sharing“ gibt es bereits eine Infrastruktur, auf die man zurückgreifen kann. Missbraucht werden kann das nur schwerlich: Alle Mitglieder der iOS-„Family“ sind auf eine Kreditkarte registriert. Etwaige zusätzliche Vorauszahlungsforderungen der Labels stellen für Apple ebenfalls kein Problem dar.

Spotify plant bereits ein ähnliches (identisches) Preismodell. Nicht überraschend: Auch wenn Spotify die OS-Infrastruktur fehlt, die Apple vorweisen kann, können die Labels Apple keinen Preisvorsprung lassen.

Es ist also zu erwarten, dass der Familiendiscount von Apple Music zu allen On-Demand-Streaming-Anbietern kommen wird.

Spotify sammelt 526 Millionen $ bei Bewertung von 8,5 Milliarden $ ein

Mit der neuen Finanzierungsrunde kommt Spotify nun auf 23 Investoren, darunter unter anderem TeliaSonera, eines der größten Telekommunikationsunternehmen Europas, Goldman Sachs und klassische Risikokapitalgeber wie KPCB. Das ebenfalls aus Schweden kommende TeliaSonera hat allein 115 Millionen US-Dollar investiert.

Tech.eu:

Barely 48 hours since the Apple Music announcement and Daniel Ek’s less than impressed tweet, and it appears that Spotify have strengthened their war chest even further as the Wall Street Journal report that the Swedish streaming company have closed a $526 million round at a fresh valuation of $8.5 billion. 

Midemlab: Music discovery, recommendation & creation

Ausführliche Berichterstattung vom Midemlab auch bei den Netzpiloten:

In der ersten von drei Pitch-Sessions des Midemlab auf der diesjährigen Midem, stellten sich Startups zu den Themen Musik entdecken, Musik empfehlen und Musik erstellen vor. // von Tobias Schwarz

Lineup von SONAR+D, Digitalkonferenz von Sonar Festival, ist vielversprechend

Peter Kirn von CDM über „7 Ways SONAR+D is Asking Bigger Questions About Music Tech“:

SONAR+D is the younger, digital discourse alongside Barcelona’s massive electronic music festival. SONAR itself deserves a lot of credit for helping create the template a lot of digital music and media festivals follow today. And as that has since blurred into a parade of headliners, SONAR+D added a lot of dimension. There were good talks, hacklabs, workshops, and a showcase of makers.

Speaking as someone who either follows or participates in a lot of these things, though, I can’t wait for this year’s lineup. It seems uniquely ambitious and relevant, and I hope it sets the tone for the rest of this year.

Hier die offizielle Website von SONAR+D.

Midemlab: Kuration ist das Thema

heise über Midemlab-Kandidaten: Midemlab: Selfie-Karaoke, Armband für mehr Bass und Vinyl:Das französische Start-up Soundsgood will sämtliche existierenden Kuratoren unter einem Dach vereinen, CEO Josqiun Farge nennt sein Unternehmen "Pinterest für … [Continue reading]

Geleakter Vertrag: SoundCloud plant werbefreie Abonnements

TechCrunch analysiert einen geleakten Vertrag (via Digital Music News), den SoundCloud wohl mit Labels für sein neues Angebot abschließen wird: SoundCloud would pay 10.5 percent of its revenue including ads or about 22 percent of what it makes on … [Continue reading]

Deezer Elite: Deezer bringt High-Def-Streaming zu Sonos-Besitzern weltweit

Janko Roettgers auf GigaOm: Deezer’s high-definition music streaming tier is expanding beyond the U.S.: Sonos owners around the world can soon stream their music as high-definition FLAC files with bit rates of 1,411 kbps or higher by subscribing to … [Continue reading]

Zoë Keating und das Streaming-Problem, wenn Shop und Plattensammlung synonym sind

Zoë Keating über die Bedingungen für YouTubes neuen Streamingdienst: This new music service agreement covers my Content ID account and it includes mandatory participation in Youtube’s new subscription streaming service, called Music Key, along with … [Continue reading]

CDs sind tot, und Musikdownloads ebenso

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CDs sind tot, schreibt der Atlantic und unterlegt die Aussage mit Zahlen: That doesn't seem like such a controversial statement. Maybe it should be. The music business sold 141 million CDs in the U.S. last year. That's more than the combined number … [Continue reading]

Future Music Camp 2015

Das Future Music Camp der Popakademie Baden-Württemberg findet dieses Jahr vom 23 bis 24. April statt. Erste Themen und Programmpunkte stehen bereits fest: Der inhaltliche Schwerpunkt des Future Music Camps liegt 2015 auf modernem Marketing und der … [Continue reading]

Shazam: Mit über 100 Mio. aktiven Nutzern pro Monat eine Milliarde US-Dollar wert

Shazam wurde in einer neuen Finanzierungsrunde auf 1 Milliarde US-Dollar bewertet. Der Dienst erhielt weitere 30 Millionen US-Dollar Risikokapital. futurezone.at: Inzwischen gebe es mehr als 100 Millionen aktive Nutzer im Monat, teilte Shazam am … [Continue reading]

Warum kauft Apple für 50 Millionen US-Dollar Musicmetric?

Apple hat für -laut Financial Times- 50 Millionen US-Dollar das UK-Unternehmen Semetric übernommen. Semetric ist der Anbieter von Musicmetric, ein Analysewerkzeug für Musiker und Labels. Eine naheliegende Antwort auf die Frage 'warum?' ist die … [Continue reading]

Das neue Werbemodell wird an Soundcloud wenig verändern

Sascha Kösch fasst die Veränderungen für Soundcloud auf De:Bug nüchtern zusammen: Werbung wird nur auf den Accounts von Künstlern laufen, die extra für diese Programm eingeladen wurden. Premier Tier nennt sich das. Nur auf deren Accounts wird … [Continue reading]

Merchandise & Co.: Spotify & BandPage kooperieren für Zusatzangebote von Musikern für Fans

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Spotify und Bandpage arbeiten zusammen, um Musikern die Möglichkeit zu geben, mit geringem Zusatzaufwand Merchandise und andere Produkte ihren Fans anbieten zu können. Hier die Bandpage-Spotify-Site. *Promote your merch to more fans and increase … [Continue reading]