Weitere Musikbusinessnews der letzten Tage:

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Pünktlich zum Erreichen der 15 Millionen User hat das Berliner Startup Soundcloud eine Generalüberholung der Website angekündigt.

The Next SoundCloud:

See more:

A more interactive waveform player 

A simpler and more attractive profile

Share more:

New reposts let your friends, fans and followers repost your sounds and sets for others to hear 

Real-time notifications to keep you up-to-date the second something happens

Hear more:

Play your sounds continuously: press play, explore and keep listening 

Forget playlists. Sets let you build collections of sounds you like in one Waveform

Find more:

Easier and more intuitive navigation, including keyboard shortcuts 

New search with faster, better results and search suggestions

Damit scheint Soundcloud endlich den verbesserungswürdigen Newsstream auf der eigenen Site optimieren zu wollen. Besonders eine einfachere, an den Reblog von Tumblr und den Retweet von Twitter angelehnte Redistribution von Songs innerhalb von Soundcloud mit den neuen Reposts dürfte den Dienst stark aufwerten.

Auch unter der Haube wird Soundcloud verbessert:

CTO and fellow co-founder Eric Wahlforss said: “Next SoundCloud has been re-engineered from the inside out, It’s much more than an aesthetic change. By making use of state of the art technologies available in the latest generation browsers, we’ve created a technology platform that enables us to provide a much better user experience and develop new features faster.”

Unter http://next.soundcloud.com/ kann man sich für die Private Beta der neuen Site anmelden.

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[Anmerkung: Wolfgang Senges, der Verfasser des Artikels, ist Mitinitiator der C3S -  Cultural Commons Collecting Society.]

Eher unscheinbar im Schatten der re:publica12 hat die C3S ihre ersten Informationen online gestellt. Bei der C3S handelt es sich um eine Initiative zur Gründung einer neuen Verwertungsgesellschaft noch in diesem Jahr. Dies wäre jedoch erst die Grundvoraussetzung für die Beantragung des Status als Verwertungsgesellschaft beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA).

Ziel der C3S ist es, europäischen Urhebern von Musikwerken unter freien oder Creative-Commons-Lizenzen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Musik zu monetarisieren – und somit einen ernstzunehmenden Markt für diese Lizenzen zu bieten. Denn hier liegt das Problem: mehr als 50% der veröffentlichten CC-Lizenzen sind NC-Lizenzen und könnten kommerziell verwendet werden, d.h. für ihre Urheber Umsätze generieren.

Leider aber fehlen Infastrukturen zur vollwertigen Integration beim Broadcast. Airplay wird nicht bezahlt, auch wenn die Sender die Künstler gerne honorieren würden. Ursache ist der bislang notwendige Vertragsabschluss mit jedem einzelnen Künstler, der für GEMA-Mitglieder nicht notwendig ist. Außerhalb des Broadcast-Betriebs behindert die häufig rechtliche Unsicherheit bei Lizenznehmern und Künstlern den Vertragsabschluss.

An dieser Stelle bietet es sich an, in meinen (etwas verstaubten) dreiteiligen Artikel unter ContentSphere von 2009 zu schauen, der aufzeigt, wie – wirtschaftlich betrachtet – das Zusammenspiel der festgefahrenen Strukturen als Markteintrittsbarriere für Nicht-GEMA-Mitglieder fungiert. Genauer betrachtet, liegt das Manko…

  • im Fehlen der Infrastruktur bei Sendern
  • der Verfügbarkeit von Alternativen zur GEMA
  • der fehlenden Vertrautheit im Umgang mit Creative Commons Lizenzen
  • in der bei Creative Commons nicht exakten Definition des Begriffs “non commercial”

Die derzeitige Situation lässt sich unseres Erachtens nur durch eine zweite Entität neben der GEMA lösen. Rufe nach dem Gesetzgeber sind nicht sinnvoll, weil die GEMA als Verein nicht der direkten Kontrolle des Gesetzgebers unterliegt. Aus den Reihen der Mitglieder, die sich selber eine neue Satzung geben müssten, scheint keine Veränderung zu erfolgen. Warum auch, geht es doch in erster Linie um Nicht-GEMA-Mitglieder.

Letztendlich geht es aber nicht um die GEMA. Das Ziel der C3S ist nicht die Torpedierung der GEMA oder die Unterwanderung des Urheberrechts. Creative Commons setzt ebenso auf dem Urheberrecht auf, wie die Lizenzen der traditionellen Verwertungsgesellschaften.

Es braucht jedoch eine Alternative, die den übrigen Musikern dient. Denjenigen, die keine Mitglieder traditioneller Verwertungsgesellschaften sein können oder wollen. Eine Alternative, die gleichzeitig mindestens europäisch ausgerichtet ist, und verfügbare Technologien zum automatisierten Playlist-Reporting einsetzt, Strategien des Micro Payments berücksichtigt, transparentes Online-Licensing anbietet, aber auch exakte 1:1-Abrechnungen möglich macht – ohne statistische Verzerrungen, so weit technologisch machbar.

Dass innerhalb einer solchen Verwertungsgesellschaft jedes Mitglied volles und gleiches Stimmrecht hat, ist selbstverständlich. Ebenso wird jedes Mitglied frei entscheiden zu können, welche Werke die C3S verwertet. Ein Blick auf die Website zeigt, dass unser Konzept an diesem Punkt nicht endet.

Der Entschluss, eine eigene und unabhängige Gesellschaft zur Verwertung von Musik in Deutschland und darüber hinaus zu gründen, mag von den meisten als unseriös, wahnwitzig und dumm abgetan werden. Der Ansatz der C3S ist alles andere als das.

Das ist exakt der Grund für die seit Anfang 2010 verstrichene Dauer bis heute. “Quick & Dirty” mag ab und an gut sein, aber Projekte wie eine Verwertungsgesellschaft verlangen ein gutes Maß an Vorüberlegungen und Konzeption. Die Site, die derzeit online ist, zeigt nur den Kern und einen Bruchteil dessen, was inhaltlich bereits vorbereitet ist. Uns fehlt es auch nicht an Unterstützung. Erste Gespräche haben gezeigt, dass wir auf Unterstützung durch Partner rechnen können.

Ich hoffe, in Kürze in weiteren Artikeln auf einzelne Punkte der C3S eingehen zu gehen.

Hinweisen möchte ich auf den Video-Mitschnitt eines Vortrags zum Thema “C3S: Verwertung von Musik unter Creative Commons” während der transit 4 “Kreativität und Eigentum” und die zugehörige Prezi-Präsentation.

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Zwischen Spotify und GEMA gibt es noch keine Einigung, auch wenn die Verhandlungen “konstruktiv” verlaufen sollen. Wie kann Spotify trotzdem in Deutschland verfügbar sein?

Musikmarkt hat die Erklärung:

 ”Laut Artikel 11 Abs. 2 Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ist das möglich”, erklärt die GEMA. Dieser Artikel sehe vor, “dass durch Verwertungsgesellschaften wahrgenommene Rechte unter bestimmten Umständen auch ohne einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen zu haben als eingeräumt gelten.” Gehe ein Unternehmen wie Spotify diesen Weg, sei es legal auf dem deutschen Markt aktiv, ein rechtliches Vorgehen der jeweiligen Verwertungsgesellschaft gegen Nutzer damit gegebenenfalls ausgeschlossen, so die GEMA. “Angefallene Lizenzgebühren werden in diesem Fall nach Vertragsabschluß rückwirkend fällig. Die Möglichkeiten des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes stehen nicht nur Spotify, sondern allen Nutzern offen.”

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Wimp symbolnavnetrekk RGB farge 800px vertikal

Mit WiMP ist am 2. Mai ein weiterer Streamingdienst in Deutschland gestartet. Man will sich von der Konkurrenz mit einem “starken redaktionellen Ansatz absetzen”, was wohl bedeutet, dass man aus der Lizenzierungs-Not eine Tugend machen will und gleichzeitig hofft, dass der Long Tail doch nicht so wichtig ist.

N24.de / DPA:

Im Wimp-Musikkatalog sind derzeit mehr als 16 Millionen Songs verfügbar. Die Nutzung des Angebots kostet am PC oder Mac fünf Euro pro Monat. Wer die Musik zusätzlich auf Smartphones oder Tablets hören möchte, was auch offline geht, muss monatlich zehn Euro zahlen.

Hervorzuheben ist die Import/Export-Funktion für Playlisten:

WiMP unterstützt die Wahlfreiheit. Wir ermöglichen es dir deshalb, sowohl deine Spotify-Playlisten importieren als auch deine WiMP-Playlisten zu exportieren.

WiMP ist ein Produkt der in Berlin sitzenden WiMP Music GmbH. Diese ist wiederrum ein Ableger von Aspiro, einem norwegischen Hersteller von White-Label-Lösungen für Musikstreamingservices.

WiMP-Geschäftsführer Erlend Prestgard war bis vor kurzem Chief Financial Officer bei Aspiro. Aspiro hat mit WiMP im September 2011 begonnen, von B2B in den B2C-Markt zu gehen.

WiMP hat laut eigenen Aussagen über 350.000 bezahlende Nutzer weltweit. (Schweden, Norwegen, Dänemark, Portugal und nun Deutschland)

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Weitere Musikbusinessnews der letzten Tage:

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Best Of: neumusik.com im April 2012

by Marcel Weiß on 6. Mai 2012

in Allgemein

Populäre Artikel auf neumusik.com im April 2012:

Auf neunetz.com:

Mehr lesen:

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Die Musikerin Amanda Palmer hat über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter innerhalb von 3 Tagen über 340.000 US-Dollar eingesammelt. Die ursprüngliche Summe von 100.000 US-Dollar, die sie für die Finanzierung der Produktion eines Studioalbums einsammeln wollte, erreichte sie innerhalb von 6 Stunden.

Zusätzlich führt Palmer mit Loanspark ein neues Projekt ein:

Also, with this project, Amanda announced a new project called Loanspark, which is kind of like a Kickstarter, but as a loan, where the money gets paid back (assuming it’s made up) and the “interest” isn’t monetary, but creative. This is definitely for larger amounts, but you can see the listing of options, which include things like getting a home concert (or for a charity) or a work of art created by Amanda. Who knows if anyone will take her up on it, but it’s another interesting idea worth watching.

Amanda Palmer hatte vor Jahren bereits ihr erstes Album selbst finanziert und ihre Fanbasis selbst aufgebaut. Nach einem kurzen Zeitraum bei einem Majorlabel ist sie heute wieder labelfrei.

Das Kickstarter-Projekt läuft noch 29 Tage.

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In den Kommentaren zu unserem Artikel über den Relaunch der CC-Musikplattform Jamendo äußerten sich Leser ausgesprochen kritisch zu der Entwicklung der Plattform.

Leser ‘Geri G’ schreibt:

Der Relaunch war bislang ein Flop. Künstler und User sind enttäuscht, Die hochpolierte Optik kann inhaltliche Schwachstellen und systematische Verschlechterungen nicht ausgleichen. die früher lebhafte und kreative Community wurde quasi zwangsaufgelöst Foren sind noch? nicht integriert, Freundeslisten existieren nicht mehr, Rezensionen für Alben sind nicht mehr möglich, nur noch für Einzeltracks Die hochgelobte Suchfunktion liefert zur Zeit noch fragwürdige Ergebnisse, man muss genau wissen was oder wen man sucht und hat doch keine Garantie es zu finden Neue Musik zu finden wird durch die eingeschränkten Listenfunktionen erschwert. Leichten Zugriff hat man vor allem auf diejenigen, die schon seit Jahren erfolgreich sind. Sicher hat das den Vorteil, dass der teilweise beträchtliche musikalische Müll in den Tiefen versinkt, aber aussichtsreiche Chancen für neue Talente neue Hörer zu finden … das war einmal!

Jamendo hatte unter den CC-Seiten ein Alleinstellungsmerkmal. Das wurde aufgegeben, sie reihen sich in die Masse gleichförmiger Musikhoster ein. Vielleicht der Anfang vom Ende? Auf jeden Fall das Resultat der Ignoranz von Website-Programmierern gegenüber ihrem Publikum!

Er verweist auch auf einige Supportseiten und Foren:

https://getsatisfaction.com/jamendo/problems/common

https://www.facebook.com/groups/275324579225508/?bookmark_t=group

https://www.facebook.com/groups/jamcommunity

Auch Leser ‘michi’ zeigt sich enttäuscht:

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen – auch für langjährige und erfolgreiche Jamendo-Künstler ist der Relaunch ein absolutes Desaster. Unsere Downloads reduzierten sich von durchschnittlich 70 Album-Downloads täglich letzte Woche auf – festhalten! – 0 Downloads jeweils in den letzten vier Tagen. Jamendo wurde ja schon oft todgesagt, aber jetzt schaut es wirklich düster aus :(

 

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Das Blog von simfy vermeldet heute:

simfy Free Nutzer hören nach wie vor bis zu 2 Kalendermonate jeweils 20 Stunden kostenlos. simfy Free Nutzer, die länger als 2 Monate dabei sind, können alle Songs für 30 Sekunden anspielen.

Damit gibt Simfy das Feld zugunsten der neuen Marktteilnehmer wie zum Beispiel Spotify auf, welches, zumindest noch, ein zeitlich unbegrenztes kostenfreies Angebot bietet.

Warum hat Simfy keine innovative Lösung, wie etwa zum Beispiel eine Radiokomponente mit Radiolizenz entwickelt, um mit einem kostenfreien umfangreichen Angebot einen effektiven Graben rund um das eigene Geschäft ziehen zu können?

Stattdessen Rückzug. 30-Sekunden-Samples bedeuten Kapitulation.

Der Eindruck, dass das deutsche Simfy die Welpenschutzjahre, die es von der GEMA bekommen hat, nicht gut genug genutzt hat, ist mittlerweile frei von letzten Zweifeln.

Wer glaubt heute noch daran, dass Simfy gegen Spotify, Rdio und Deezer die nächsten Jahre erfolgreich bestehen kann?

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