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Neue Musikintegration macht Facebook zur wichtigsten Musikplattform

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Facebook hat auf seiner diesjährigen f8-Konferenz eine tiefe Integration von Medienapps vorgestellt. Besonders Musik stand im Vordergrund.

Auf neunetz.com habe ich die neue Funktion bereits mit dem von Last.fm bekannten Scrobbling verglichen:

Facebook hat heute auf seiner Entwicklerkonferenz f8 angekündigt, dass Apps in ein paar Wochen alle Aktivitäten der User an Facebook werden schicken können, sofern die User zugestimmt haben.

Das heißt dann zum Beispiel, man kann von Facebook mitprotokollieren lassen, welche Filme oder Serien man auf der On-Demand-Streaming-Plattform Netflix angeschaut hat, oder welche Songs man auf Spotify anhört.

Die von Freunden angehörte und (mindestens) im Ticker in der rechten Spalte festgehaltene Musik wird direkt auf Facebook anhörbar sein, sofern die Integration das erlaubt:

Zusätzlich wird es zum Beispiel bei der Integration von Spotify möglich sein, die im Ticker erscheinende Musik direkt mit anzuhören:

When your friends share what they’re listening to on Facebook via Spotify, those updates will show up in Ticker. By hovering over the update, you can listen to the song instantly along with them. It’s a great way to share and discover new music.

Die Launchpartner für diese neuen Features können sich sehen lassen:

Music partners for the roll-out include Spotify, MOG, Rdio, Rhapsody, Turntable, VEVO, Slacker, Songza, TuneIn, iheartradio, Deezer, Earbits, Jelli, mixcloud and others. On the video side, Facebook is integrating first with Hulu, Netflix, Blockbuster, IMDb, Dailymotion, Flixter and several others.

Facebook wird damit eine extrem wichtige Plattform für das digitale Musikbusiness, an der mittelfristig niemand vorbeikommen wird.

Die Möglichkeit, einen Song, während ein Facebook-Freund ihn anhört, ebenfalls anzuhören, ist potentiell sehr mächtig. Die ersten Assoziationen sind Turntable.fm und wahwah.fm.

Man kann sicher sein, dass Facebook in den nächsten Monaten APIs herausbringen wird, mit denen weitere Interaktionen zwischen Apps selbst und zwischen Apps und Facebook-Daten möglich werden.

Eine der größten Chancen für Musikstartups wird auch in der Personalisierung liegen.

Facebooks Plattform wird Musik noch weiter Richtung Free drücken, etwas das auch ohne Facebook unabänderlich ist:

Spotify CEO and Founder Daniel Ek discussed the Spotify app including the fact that it will be free. I think all these apps are designed to be free. He also said that Facebook users on Spotify listen to more music, both in quantity and breadth, and buy more music. So sales figures on the new Facebook will be interesting if they release them.

Ich glaube nicht, dass der direkte Verkauf von Musik hierüber stark zunehmen wird.