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NARM-Studie: Radio beeinflusst Music Discovery nach wie vor am meisten

Gerade veröffentlicht, zeigt eine Studie zur Entdeckung neuer Musik – und damit auch zum Kaufverhalten – unabhängig von der Altersgruppe ein deutliches Ergebnis. Das Radio, der traditionellste Weg der Musikdistribution, ist immer noch der Wichtigste, um neue Musik für sich zu entdecken.

Genaueres zeigen die auf Digital Music News präsentierten und der Studie entnommenen Balkendiagramme, die die Ergebnisse für zwei der fünf Konsumentengruppen darstellen, der „Committed“ und der „Comfortable“ Konsumenten:

„Committed“ consumers are the youngest group, with a mean age of 32 (20 percent are age 13 to 17; 42 percent are 18 to 35). They represent 10 percent of all consumers who listened to or purchased music within the prior three months. „Committed“ consumers also account for 46 percent of per-capita spending on music, and they are the most engaged consumers in the report.

Those in the „Comfortable“ group make up 30 percent of musically active consumers and account for 15 percent of per-capita spending on music. With a mean age of 50, they are considered the mainstream segment.

Auch wenn aus den Angaben der von der Industrievereinigung NARM und The NPD Group in Auftrag gegebenen Studie nicht hervor geht, ob die Erhebung in einem rein amerikanischen oder doch weltweiten Rahmen durchgeführt wurde, wage ich zu vermuten, dass der Einfluss des Rundfunks zumindest in Deutschland mit seinen publikumsstarken Sendern womöglich noch stärker ist als die Studie zeigt.

Wie von der NARM zudem betont, gaben die Befragten an, dass es ihnen beim Hören der Musik via Radio jedoch an Informationen mangelt. Zwar erhalten sie die Möglichkeit, neue Musik für sich zu entdecken; eine entsprechende Abmoderation bleibt aber zu häufig aus. Es bleibt bei einer meist vertanen Chance, Umsätze für die Musikindustrie zu generieren:

„Now that we have these insights, the music industry can look at how to deliver to consumers the information they want about new music,“ said Jim Donio, president of NARM. „We have identified several areas where we believe we can move the needle and convert that discovery to a retail experience of some kind. For example, people hear music they like, but because of lack of identification, they don’t learn the artist’s name or the song title, so they cannot seek out that track again – more promotion of song recognition apps and stressing the importance of back announcing could go a long way to improve that situation.“

Mit wenig Aufwand ließe sich diese Lücke schließen. Playlists der Sender fürs Web existieren häufig. Aufbereitet als Stream für mobile Endgeräte, möglichst mit direkter Kauf- oder Merkoption und adäquater Information zum Track könnte der Nachfrage bereits Rechnung getragen werden.

(Foto: S. Diddy; CC-Lizenz)