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rara.com: Neuer On-Demand-Streaming-Dienst für 99 Cent die ersten 3 Monate

Mit rara.com ist überraschend ein neuer On-Demand-Streaming-Dienst an den Start gegangen. Das in London sitzende rara.com verfügt über Lizenzabkommen mit allen Majors sowie größeren Indie-Labels laut etwas übertreibender (siehe unten) Pressemitteilung.

Die ersten drei Monate gibt’s für je 99 Cent. Musikmarkt:

In den ersten drei Monaten ist das Angebot gegen Bezahlung einer Pauschalgebühr von lediglich 99 Cent erhältlich. Danach werden 4,99 Euro monatlich für den Online-Zugang und 9,99 Euro pro Monat für den Mobile-Zugang fällig. Erst einmal ist rara.com in 16 Ländern verfügbar, darunter in den USA, Großbritannien und in Skandinavien sowie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. In weiteren sieben Ländern wie Mexiko und Kanada soll der neue Dienst noch im Verlauf dieser Woche online gehen. Bis Ende 2012 will rara.com seine globale Präsenz mehr als verdoppeln.

rara.com ist eine Ausgliederung von Omnifone, das unter anderem Musikdienste von Sony und RIM (Hersteller von Blackberry) im Hintergrund betreibt. Omnifone hatte im Januar 2011 einen Lizenzvertrag mit der GEMA unterschrieben, der wohl auch für den heutigen Start mitverantwortlich ist, weil das Abkommen auch für zukünftige Streamingdienste von Omnifone gilt.Bildschirmfoto 2011 12 13 um 15 32 58

Offensichtlich ist die Pressemitteilung bezüglich der Indielabels ein wenig zu euphemistisch. Musikmarkt:

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. „Ich frage mich, wer diese angeblich ‚führenden Independent Labels‘ sein sollen“, so Charles Caldas, CEO der Indie-Lizenzagentur Merlin, gegenüber dem britischen Branchenblatt „Music Week“. „Nach unserem Wissen ist keines der führenden britischen Indie-Labels an Bord, genausowenig wie Merlin und dazu gehören Labels wie Domino, Warp und Cooking Vinyl.“

Anscheinend fehlte Zeit für Verhandlungen:

That includes Rough Trade and Beggars Group and such artists as Adele, Arcade Fire and Grizzly Bear. As such, Adele is represented by only one song, from a compilation, while there are no tracks from the other two bands—or, it seems, the hundreds of other musicians represented by those labels. “Omnifone did not give Merlin time or opportunity to even make a deal,” said a spokesperson.

rara.com hat bereits eine Android-App im Angebot. iPhone soll folgen. Außerdem gibt es eine Partnerschaft mit HP, die dafür sorgen wird, dass 2012 alle HP-Geräte rara.com bereits vorinstalliert haben werden.

Aktuell können nur Labels auf rara.com vertreten sein. Künstler ohne Labels haben also Pech gehabt.

Eine API (Programmierschnittstelle), wie sie Spotify vor einigen Tagen eingeführt hat oder etwa Rdio seit längerem anbietet, hat rara.com noch nicht.