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Debatte: Retten oder killen Rdio, Spotify, Simfy und co. die Musikindustrie?

Das ist eine Frage, die noch immer die Gemüter erhitzt.

Eines der vielen Probleme an der Debatte sind die Verschwiegenheitsklauseln in den Verträgen zwischen Labels und Streaminganbietern. The Verge:

I spoke with the CEOs of Rdio and MOG about this, and neither could shed much light on these mysterious deals. Their agreements with labels are mostly confidential, and the payout contracts labels have with artists differ artist-to-artist. One problem is that song royalties aren’t the only money that’s changing hands — services pay for exclusivity, and labels cut deals to get their artists more heavily promoted by a service, and those upfront costs and windfalls may or may not be passed along to artists.

Tatsächlich hört man immer wieder, dass besonders die Majorlabels für sie gute Konditionen heraushandeln. Angesichts der Verhandlungspositionen nicht verwunderlich. Denn jedes Label ist ein Monopolist, und je größer der Backkatalog desto mächtiger.

Das Problem: Es gibt nur einen festen Kuchen, von dem Geld ausgeschüttet werden kann. Wenn ein Majorlabel also gute Konditionen mit Rdio oder Simfy oder Spotify oder Deezer oder rara.com oder oder aushandelt, wer verliert dann? Genau, der Rest der Labels und Künstler auf diesem Dienst. Die kleineren Labels und unabhängigen Künstler stehen also potentiell schlecht da. (Vorausgesetzt, letztere kommen überhaupt auf die Plattform.)

Abgesehen davon, dass On-Demand-Streaming immer nur ein Standbein von vielen für Labels und Künstler sein kann, wird von vielen auch noch übersehen, welche großartigen Möglichkeiten diese Dienste bieten, um von künftigen Fans entdeckt zu werden, und das nicht erst seit der Integration von Facebooks fricitionless sharing in die Dienste. The Verge:

The word „attention“ is very important, because while many people get hung up on straight revenue (you know, people who like making money), streaming services are also a perfect place for artists to be discovered, and subsequently promoted, by people who wouldn’t risk buying their album blind. Of course, that’s the line piracy proponents have been pushing for a decade, but when you combine painless exploration with an actual „revenue pie“ to be divied up, things get very exciting for the future of music.
My indie exec says Spotify is already „a top revenue account worldwide,“ along with YouTube. „But they are also promotional. That’s why this is all so interesting… a video on the home page of YouTube is a incredible promotion, but it’s also cha-chinging.“ I don’t know what the word „cha-chinging“ means in labelspeak, but it sounds like a positive adjective.

Eines der Zauberwörter lautet auch hier wieder: Playlist. Ich habe von einem unabhängigen Label gehört, das auf Spotify durch sorgfältig geführte Playlisten die Bekanntheit seiner Künstler sehr gut steigern konnte. (Da mir )

Interessant ist auch, dass der hierzulande nicht verfübare On-Demand-Streaming-Anbieter MOG plant, zusätzlich ein eigenes Cloudmusikangebot a la Google Music, Amazon Cloud Player oder iTunes Match.

Das ist sinnvoll und sollte auch von Rdio oder Spotify umgesetzt werden: Damit liese sich nicht nur der Musikenthusiast abholen, der abwegige Musik hört, die nicht lizenziert ist, weil die Labels es nicht wollen, oder weil sie vielleicht gar nicht mehr exisitieren. Damit liesen sich auch die Exklusivverträge der Konkurrenten und regionale Lizenzprobleme zumindest als Workaround gekonnt umgehen.