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Widerstand gegen neue GEMA-Tarife für Veranstaltungen

Es regt sich Widerstand gegen die von der GEMA vorgestellten neuen Tarife für Veranstaltungen. Musikmarkt:

Die kürzlich von der GEMA vorgestellte neue Tarfistruktur für Veranstaltungen mit Musik werden vom Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) scharf kritisiert. In einer Pressemitteilung wirft der Bundesverband der GEMA vor, ohne Augenmaß und “mit einer bisher noch nie dagewesenen Vorgehensweise und Arroganz” die “übermächtige Stellung gegenüber den Musiknutzern in Deutschland” auszunutzen. Am 2. April hatte die GEMA neue Vergütungssätze vorgestellt, die ab dem 1. Januar 2013 gelten und die Grundlage für die Lizenzierung von Veranstaltungen mit Live-Musik oder Tonträgerwiedergaben bilden. Ausdrücklich hiervon ausgenommen sind reine Konzerte.

Auf openpetition.de wurde eine Petition gegen die neuen GEMA-Tarife gestartet.

Dort heißt es in einer Beispielrechnung:

“Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgroßen Discothek mit 2 Dancefloors von z.B. 410 und 310 qm bei einem Eintrittsgeld von 8 Euro erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) von 21.553 Euro netto/Jahr auf 147.916 Euro netto/Jahr (+ 686 %).”

Diese Steigerung erscheint noch absurder,  wenn man bedenkt, dass in der Regel die in Diskotheken gespielte Musik nicht für die GEMA erfasst wird. Die Erfassung wäre notwendig, um sicherzustellen, dass auch die tatsächlich gespielten Urheber beziehungsweise ihre Verwerter entlohnt werden.

Zur Petition gibt es auch eine Debattenseite mit Pro- und Contra-Argumenten zu den neuen GEMA-Tarifen.

 

  • Pingback: Aktuelles 11. April 2012

  • http://www.mittelstern.de/ Sebastian Salvador Schwerk

    Grundsätzlich geht das in die richtige Richtung, aber einige Punkte sind echt übel (die Erhöhung um 50% für je 3 Stunden mehr als die angesetzten 5 Stunden). Sieht alles sehr danach aus, dass Techno das ganz große Bauernopfer wird. Und gerade da wird nicht nur nicht erfasst sondern auch sehr vieles gespielt, was gar nicht GEMA Repertoire ist. 

  • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

    Ja, der Elektroniksektor wurde schon immer, vorsichtig ausgedrückt, nicht gut im GEMA-System abgebildet.