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Internationale Musikindustrie legt erstmals seit 1999 zu – nicht aber in Deutschland

Die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) hat gestern den jährlichen Digital Music Report veröffentlicht.

Kern: International betrachtet, hat sich die wirtschaftliche Situation der Musikindustrie nicht nur gebessert, die Umsätze sind erstmals seit 1999 um 0.3% zum Vorjahr auf 16.5 Millarden US-Dollar gestiegen.

Die Umsätze im Digitalgeschäft stiegen um 9%. Der Rückschluss der IFPI:

Music is helping fuel the digital economy, but barriers to growth need to be addressed

Die IFPI merkt an, dass die legalen Musikdienste nachweislich die Bedürfnisse der Konsumenten erfüllen – denn 62% der Internet-User hätten in den vergangenen sechs Monaten einen solchen Dienst in Anspruch genommen:

Licensed music services are demonstrably meeting consumers‘ needs. New consumer research published today by Ipsos MediaCT, covering nine markets in four continents, shows that 62 per cent of internet users have used a licensed music service in the last six months.

Es bliebe zu fragen, ob die verbleibenden 38% der Internet-User – immerhin deutlich mehr als ein Drittel – Musik nicht oder eben anderweitig digital konsumieren. Abgesehen davon, wenn ich iTunes & Co nutze, dann heißt es nicht unbedingt, dass der Service meine Ansprüche erfüllt.

heise online weist auf den deutschen Markt hin, der ebenso wie der britische weiterhin „leicht rückläufig“ sei. heise online:

Sony-Chef Berger begründete dies mit dem bisher hohen Anteil von physischen Tonträgern am Gesamtmarkt in beiden Ländern. Genaue Zahlen für Deutschland nannte IFPI am Dienstag nicht.

Der IFPI-Report steht hier zum Download bereit (PDF):