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Streaming katapultiert Indie-Musiker nach vorn

New York Post über die positiven Effekte des zunehmenden Streamings, On Demand wie ‚Radio‘, auf Indie-Musiker:

As the grip of the major music labels continued to loosen in the era of Pandora, Rdio and Spotify, one of the biggest indie stars, Macklemore & Ryan Lewis, saw its hit song “Thrift Shop” hit No. 1 in 2013, the first time since 1994 that a song without the backing of a major label reached the top of the charts.
The song, released in August 2012, was also the No. 2 streamed video in the first half of 2013, with 187 million streams. [..]
Rich Bengloff, who runs the American Association of Independent Music, believes the availability and popularity of music streaming — which grew by 24 percent in the first half of 2013, while digital sales slipped 4.6 percent in the period, its first-ever decline — is exactly why artists are opting for indie status and why their power is growing.

Das ist keine überraschende Entwicklung. Im Vergleich zum alten Hörfunk/MTV-Komplex gibt es in der neuen Welt von Spotify über Deezer bis Pandora und Aupeo um mehrere Dimensionen mehr Einfallstore über die potentielle Fans neue Musik entdecken können. Außerdem gibt es keinen systemischen Bedarf mehr für "Heavy Rotation". Die Verteilung kann Hits unterstützen (was sie auch macht, siehe etwa Gangnam Style), sie unterstützt aber auch eine breitere, differenziertere Verbreitung; wie immer, wen ein System mehr Informationskanäle beheimatet.

Für Indie-Musiker sind das sehr gute News.

  • Anja Strauss

    Indie-Musiker leiden aber auch darunter, dass es mehr Kanäle gibt, die bespielt werden können: Denn das bedeutet auch, dass mehr Zeit drauf geht für „nicht-musik-basierte-Aktivitäten“, so wie rausfinden, welche Kanäle für wen sinnvoll sind, welche techn. Formate wo gebraucht werden, welche Abrechnung wie funktioniert usw. Das schreit geradezu nach einer neuen Form der Zusammenarbeit mit Labels: – jeder soviel Hilfe/Commitment, wie er/sie möchte.