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Nach Taylor Swifts öffentlicher Beschwerde: Rechteinhaber werden künftig für Streams in 3 Probemonaten bei Apple Music bezahlt

Nach dem VUT und anderen Indie-Labels und Verbänden hat sich nun mit Taylor Swift auch eine Mainstream-Künstlerin über die drei Probemonate bei Apple Music beschwert, in der Apple kein Geld an Labels (und damit Musiker) ausschütten wird. Sie kündigte an, ihre jüngstes Album zurückzuhalten. (Die drei royaltyfreien Probemonate sind etwas, das Apple im Vorfeld mit dem Kartell der Majorlabels ausgehandelt hat. Man darf vermuten, dass die Majorlabels mit festen Vorauszahlungen oder Vergleichbarem kompensiert werden.)

Taylor Swifts offener Brief / Blogpost hat scheinbar Apples Position diesbezüglich geändert.

Re/code hat mit Apples Media-Chef Eddie Cue gesprochen:

This morning, Swift wrote an open letter to Apple – on Tumblr – complaining about the company’s policy of not paying music owners when people try its upcoming Apple Music service for a three-month trial period.

Tonight, Apple media boss Eddy Cue appears to have capitulated.

(..)

Cue says Apple will pay rights holders for the entire three months of the trial period. It can’t be at the same rate that Apple is paying them after free users become subscribers, since Apple is paying out a percentage of revenues once subscribers start paying. Instead, he says, Apple will pay rights holders on a per-stream basis, which he won’t disclose.

Details sind noch unklar.

Es bleibt erstaunlich, dass das alles acht(!) Tage vor dem Launch von Apple Music stattfindet.

  • Netter PR-Coup, das.

    • Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, wie ich das einordnen soll. Sehr eigenartig.

      • Nun gut, das wären ja acht Tage vor dem Start keine tief ins System eingreifenden Änderungen. Ich bin da nicht so richtig im Thema, aber wie lange braucht es vom Klick bis zur Auszahlung bei Spotify? Wird wohl in der Größenordnung von Amazons Partnerprogramm liegen, also etwa ein Quartal? Apple müßte also in mehreren Monaten ein wenig Geld locker machen.

        Wenn Swifts Album bei der Konkurrenz immer noch nicht zu hören ist, dann könnte ich mir schon vorstellen, daß es sich hier um einen geplanten Seitenhieb gegen Spotify handelt, bei dem sich Apple auch in ein generös künstlerfreundliches Licht stellt. Zahlen werden sie diesen Betrag jedenfalls aus der famosen Portokasse.

        • Die Fragen sind eher, welche Auszahlungsgrundlagen gewählt werden (revenue based kann es ja nicht sein) und wie schnell die entsprechenden Verträge von den Indies unterschrieben werden und ob das jetzt an irgendeiner Stelle mehr als „Friss oder stirb“ sein kann, weil wirklich keine Zeit für Verhandlungen bleibt und wieso hat Apple das alles nicht kommen sehen etc. pp.