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Zoë Keating und das Streaming-Problem, wenn Shop und Plattensammlung synonym sind

Zoë Keating über die Bedingungen für YouTubes neuen Streamingdienst:

This new music service agreement covers my Content ID account and it includes mandatory participation in Youtube’s new subscription streaming service, called Music Key, along with all that participation entails. Here are some of the terms I have problems with:

1) All of my catalog must be included in both the free and premium music service. Even if I don’t deliver all my music, because I’m a music partner, anything that a 3rd party uploads with my info in the description will be automatically included in the music service too.

2) All songs will be set to “montetize”, meaning there will be ads on them.

3) I will be required to release new music on Youtube at the same time I release it anywhere else. So no more releasing to my core fans first on Bandcamp and then on iTunes.

4) All my catalog must be uploaded at high resolution, according to Google’s standard which is currently 320 kbps.

5) The contract lasts for 5 years.

I can’t think of another streaming service that makes such demands. And if I don’t sign? My Youtube channel will be blocked and I will no longer be able to monetize (how I hate that word) 3rd party videos through Content ID.

Der unabhängige Analyste Ben Thompson empfiehlt Keating, Youtube den Rücken zu kehren:

In fact, while Keating may be a radical, I think she’s also entirely rational: I’m increasingly of the opinion that all-you-can-eat subscription services like YouTube Music Key or Spotify are a downright bad idea for niche artists.

Das Problem für Keating und andere Musiker, und der Teil des Ganzen, den Thompson übersieht:

Streamingdienste sind nicht nur Shop, sondern auch Plattensammlung. Sie liefern nicht nur den Zugang zur Musik, sondern sind auch die Basis, auf der die Musik organisiert wird:

With on demand streaming services the shop (you get access, you pay per flatrate) is simultaneously your record collection (‘saved’ music, playlists etc.).

This means for musicians being on a streaming service or not has more implications then just deciding where and how to charge. It directly affects where and how your music can be listened to.

Dieser Umstand führt direkt zu Ökosystemen mit Netzwerkeffekten. Sprich Lock-In und Machtgefälle.

Lesenswert in diesem Zusammenhang wie immer auch wieder Leonhard Dobusch auf netzpolitik.org:

Und während die Androhung einer Sperre des YouTube-Kanals von einem YouTube-Sprecher gegenüber Billboard dementiert wird, bestätigt derselbe Bericht die Verknüpfung von Content ID und dem neuen Musik-Streamingdienst “Music Key”. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass dessen kostenpflichtiges Angebot auch über sämtliche kostenlosen Inhalte auf YouTube verfügt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass Content-ID und Streaming auf Einzelfallbasis verhandelt und abgeschlossen werden. Billboard zitiert in diesem Zusammenhang den Vertreter eines Indie-Labels, der von einem “langen und unangenehmen” Verhandlungsprozess mit YouTube berichtet.

Und seine Einschätzung:

(..)nur eine winzig kleine Minderheit an Kreativen samt deren Verlagen verfügen über die Position, mit großen Plattformen wie YouTube, Amazon, Apple in Verhandlungen zu treten – von Augenhöhe ganz zu schweigen. Taylor Swift und ihr Major Label können es sich leisten – aus welchen Gründen auch immer – ihre Musik bei Spotify sperren zu lassen und bei YouTube Sonderkonditionen auszuhandeln (außerhalb Deutschlands sind ihre Werke dort nämlich verfügbar). Die große Mehrzahl an Kunstschaffenden und Labels kann das nicht. Gleichzeitig ist der Verhandlungsaufwand wegen der Vielzahl an Rechten und Rechtinhabern so groß, dass er sich nur für große Plattformen lohnt.
Im Ergebnis führt diese Situation zu intransparenten Vertragskonstruktionen, von denen die großen Plattformbetreiber und die großen Superstars profitieren. Die große Mehrheit der Kunstschaffenden steht jedoch schlechter da als im Falle von kollektiver Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften wie GEMA und GVL.

CDs sind tot, und Musikdownloads ebenso

CDs sind tot, schreibt der Atlantic und unterlegt die Aussage mit Zahlen:

That doesn’t seem like such a controversial statement. Maybe it should be. The music business sold 141 million CDs in the U.S. last year. That’s more than the combined number of tickets sold to the most popular movies in 2014 (Guardians) and 2013 (Iron Man 3). So “dead,” in this familiar construction, isn’t the same as zero. It’s more like a commonly accepted short-cut for a formerly popular thing is now withering at a commercially meaningful rate.

And if CDs are truly dead, then digital music sales are lying in the adjacent grave. Both categories are down double-digits in the last year, with iTunes sales diving at least 13 percent.

NewImage

Insgesamt keine überraschende Entwicklung, besonders nicht für langjährige neumusik.com-Leser.

Now that music is superabundant, the business (beyond selling subscriptions to music sites) thrives only where scarcity can be manufactured—in concert halls, where there are only so many seats, or in advertising, where one song or band can anchor a branding campaign.

Nearly every number in Nielsen’s 2014 annual review of the music industry is preceded by a negative sign, including chain store sales (-20%), total new album sales (-14%), and sales of new songs online (-10.3%). Two things are up: streaming music and vinyl album sales.

[..]

Vinyl accounts for 3.5 percent of total album sales. The CD market (which is dead, remember) is 15-times larger.

Der deutsche CD-Markt steht traditionell stärker da als der US-Markt, aber die Medienentwicklung geht auch an Deutschland nicht vorbei.

Warum kauft Apple für 50 Millionen US-Dollar Musicmetric?

Apple hat für -laut Financial Times- 50 Millionen US-Dollar das UK-Unternehmen Semetric übernommen. Semetric ist der Anbieter von Musicmetric, ein Analysewerkzeug für Musiker und Labels.

Eine naheliegende Antwort auf die Frage ‘warum?’ ist die bevorstehende Umwandlung des von Apple übernommenen Streaming-Dienstes Beats in Apples eigenen Streamingdienst, der vielleicht, vielleicht auch nicht, direkt mit iTunes verbunden wird. Musicmetric kann die Grundlage für Rankings und Empfehlungen liefern.

Daten werden aber immer wichtiger, auch für die Musikindustrie. Analysewerkzeuge werden folglich wertvoller für alle Akteure der Branche. Apple könnte es hier auch um ein ganzheitlicheres Angebot gehen, bei dem Musicmetric ein Puzzlestück ist. Dass der Streamingdienst dadurch attraktiver wird, wäre ein für Apple netter Nebeneffekt.

Janko Roettgers auf GigaOm:

Musicmetric is first and foremost an industry resource, providing artists and labels with detailed statistics on their performance on Twitter, Facebook and select music services. The growing importance of this kind of data shows that the music industry itself is changing — as the business is moving from the sale of music as a product to services and experiences, data is becoming increasingly important, and helping bands and labels make the most of it could help to make up for some of the lower royalties that have irked musicians, and occasionally pushed them to remove their music from streaming services altogether.

Das neue Werbemodell wird an Soundcloud wenig verändern

Sascha Kösch fasst die Veränderungen für Soundcloud auf De:Bug nüchtern zusammen:

Werbung wird nur auf den Accounts von Künstlern laufen, die extra für diese Programm eingeladen wurden. Premier Tier nennt sich das. Nur auf deren Accounts wird Werbung laufen und auch nur dann, wenn die Künstler das explizit wollen. D.h. im Klartext: wenn man in Zukunft (bei Amerika wird es ja nicht bleiben) vor SoundCloud Tracks Werbung hört, dann ist das der ausdrückliche Wunsch des Künstlers, der damit eben etwas Geld verdient.

[..]
Losgelöst davon, dass Label-Partner jetzt einen größeren Zugriff auf die Tracks haben, was in der letzten Zeit öfter für Aufruhr gesorgt hat, weil jetzt nicht nur die automatische Erkennung manchmal Blödsinn macht, sondern auch noch andere im Hintergrund manchmal auch fälschlicherweise Tracks offline nehmen, ist die Art und Weise des Einstiegs von SoundCloud ins Werbebusiness eigentlich die schmerzfreiste Variante.

Dem kann man nur zustimmen.

Merchandise & Co.: Spotify & BandPage kooperieren für Zusatzangebote von Musikern für Fans

Spotify und Bandpage

Spotify und Bandpage arbeiten zusammen, um Musikern die Möglichkeit zu geben, mit geringem Zusatzaufwand Merchandise und andere Produkte ihren Fans anbieten zu können.

Hier die Bandpage-Spotify-Site.

*Promote your merch to more fans and increase sales
*Delight your fans by offering unique experiences
*It’s easy — and free!

hypebot über die Kooperation:

in addition to traditional merch offers like t-­shirts, musicians can profit from additional revenue streams like VIP experiences, secret shows and other exclusive direct artist ­to ­fan offers.

Venturebeat:

“We’re looking at this as ‘commerce on Spotify 2.0′,” BandPage CEO and founder J Sider told VentureBeat. “BandPage already offers over half a million artists the opportunity for new streams of revenue, and now they have access to sell merch and band-to-fan experiences to Spotify’s 40 million users.”

Sider explained that when deals go up on BandPage, they are already available across lots of other music services, such as Shazam, Rhapsody, YouTube, and others.

Man beachte auch die Entwicklung von Topspin, die im Artikel von Venturebeat noch einmal kurz skizziert wird. Kooperationen dieser Art sind nicht zwingend langfristig stabil.

Youtube will Indie-Musiklabels zu neuer Streamingplattform “überreden”

Golem.de:

Youtube hat unabhängigen Musikunternehmen ein Ultimatum gesetzt, neue Verträge zu unterschreiben. Wenn die Labels dem nicht nachkommen, werden die Inhalte gesperrt. Das gab der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) bekannt. Dabei geht es offenbar um den Start eines neuen Streamingservices von Youtube noch in diesem Jahr. Dazu gibt es unbestätigte Berichte in der Musikbranche über eine Einladung zu einer Youtube-Veranstaltung am 25. Juni in Anaheim im US-Bundesstaat Kalifornien.

Nach Angaben der Verbände sollen die von Youtube ‚vorgeschlagenen‘ Preise unter denen der Streamingdienste wie Spotify liegen. Das kann man alles recht negativ auslegen.

Man sollte allerdings auch nicht vergessen, dass der von den Majorlabels (je nachdem was man hört) mehr oder weniger festgeschriebene Monatspreis von ca. 10€ pro Monat für On-Demand-Streaming-Angebote letztlich zu hoch für den Markt ist.

Hintergrundinformationen zu den Verhandlungen und Verträgen gern per Email an kontakt@neumusik.com.

Die 3 Gründe, warum Apple Beats übernimmt: Iovine, Marke und Musikstreaming

 

Jimmy Iovine, Tim Cook, Dr. Dre und Eddie Cue

Nach  den sehr offensichtlichen Gerüchten der letzten Tage ist die Übernahme nun offiziell: Apple übernimmt Beats für drei Milliarden US-Dollar.

Die Gründe, die sich nun langsam in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten heraussschälen werden, haben nicht nur mit Musik zu tun.

Wie ich bereits während der ersten Gerüchte vermutet habe, scheint es ein Bündel aus drei Gründen zu sein, warum Apple den populären Kopfhörerhersteller und Streaminganbieter Beats übernimmt:

1. Grund Jimmy Iovine: Jimmy Iovine wird Apple-Manager. Apple braucht wie alle anderen Tech-Konzerne auch die Kooperationswilligkeit der Entertainmentindustrie, um auf den eigenen Plattformen Musik und Filme anbieten zu können. Einen Insider und Veteran dieser Industrie im eigenen Unternehmen als für die Beziehungen mitverantwortlichen Manager zu haben, ist sehr wertvoll. Den Wechsel von Iovine in die obersten Apple-Riegen kann man nicht hoch genug einschätzen. Vor allem, da Apple nicht mehr wie in den Anfangstagen von iTunes und iPod ein kleiner Underdog ist, sondern mittlerweile einer der einflussreichsten Konzerne der Welt darstellt. Das macht Verhandlungspartner vor allem angesichts der Marktanteile von iTunes zu recht vorsichtig.

2. Grund Musikstreamingdienst: iTunes ist nach wie vor stark im Downloadgeschäft. Der Musikkonsum im Massenmarkt bewegt sich aber weg vom Kauf und Besitz und hin zu (On-Demand-)Streaming und Zugang. Apple hat iTunes Radio, eine Art eigenes Pandora, das werbefinanziert oder in Verbund mit iTunes Match werbefrei ist.

Apple hatte aber bisher nicht: Einen On-Demand-Streaming-Dienst. Eine Präsenz auf anderen Plattformen wie beispielsweise Android.

Statt iTunes nun nach Android zu bringen, können sie das existente Beats weiterbetreiben und ausbauen. Da Streaming auch eine Social-Komponente hat, ist die Plattformagnostik auch für Apple nicht optional.

Hier kommt auch wieder Iovine zum Tragen. Wenn ein Streaminganbieter übernommen wird, verfallen die ausgehandelten Verträge mit den großen Rechteinhabern (den verbliebenen Majorlabeln) und müssen neu verhandelt werden. Eine Apple-Übernahme von Spotify oder Rdio hätte diesbezüglich ein Desaster werden können. Iovine ist quasi eine Art Absicherung für Apple, dass sie nicht einen Streamingdienst übernehmen und danach, weil die Majorlabels keinen neuen Verträgen zu für Apple akzeptablen Konditionen zustimmen wollen, ohne Musik auf diesem Dienst dastehen. Iovine könnte auch bereits im Vorfeld des Deals die Lage sondiert und geklärt haben. Das wäre allerdings im legalen Graubereich.

Last not least, passt auch der Kurationsansatz von Beats hervorragend in die (diesbezüglich etwas rückwärts gewandte) Philosophie von Apple. Ein Bonuspunkt, mehr aber nicht.

3. Grund Marke: Die Größenordnung, in der sich Apple mit seinem internationalen iPhone-Geschäft bewegt, übersteigt die gesamte weltweite Tonträgerindustrie:

 

Musikindustrie: Globaler Umsatz im Vergleich

Apple braucht Musik auf seinen Plattformen. Das ist aber längst ein Hygienefaktor geworden. Auch Streaming bewegt hier nicht mehr die Umsatznadel. Die ersten beiden Gründe wären also vielleicht nicht genug gewesen, um ein Unternehmen wie Beats zu übernehmen. Der dritte Grund könnte der weitaus wichtigere werden. Es ist der Grund, warum Beats  die erste Übernahme in der Firmengeschichte von Apple ist, bei der die Marke des Unternehmens anschließend erhalten bleibt: 

Beats hat es mit seinen Kopfhörern geschafft, erfolgreich vor allem junge Menschen davon zu überzeugen, teure Hardware zu kaufen und zu tragen, mag man von den Produkten halten was man will. Beats ist eine Marke der jungen, hippen Menschen. Von Samsung über Google bis Apple vollziehen gerade oder planen die großen Hardwarehersteller den Einstieg in den noch fast nicht existenten Markt der Wearables. Wearables sind kleine Computer, die man am Körper trägt und die unterschiedliche Funktionen übernehmen können. Nikes Fitnesstracker, das Fuelband, ist beziehungsweise war so ein Wearable. (Der berichtete Rückzug von Nike aus dem Geschäft lässt sich auch als ein weiteres Signal des bevorstehenden Starts der Wearables-Kategorie bei Apple lesen. Apple-CEO Tim Cook sitzt im Board of Directors bei Nike.) Wearables sind neben dem “vernetzten Haus“ logische Erweiterungen der Smartphoneplattformen.

Kopfhörer sind Wearables. Beats ist eine hervorragend etablierte Marke. Tim Cook hat, wenn er nach Wearables gefragt wurde, in Interviews immer betont, wie schwer es ist, junge Menschen davon zu überzeugen, beispielsweise eine Uhr zu tragen. Das ist, zumindest aktuell, schlicht nicht modisch. Eine Marke wie Beats kann diese Herausforderung für Apple zumindest abschwächen.

Deshalb wird es in naher Zukunft, vielleicht in einem Jahr, vielleicht bereits zum Weihnachtsgeschäft diesen Jahres, erste Beats-Produkte geben, die keine Kopfhörer sind.

Gramofon: Die “Cloud Jukebox” von Fon

Gramofon

Gramofon ist eine neue Box, die Stereoanlage und Smartphones, sprich also Internet und Streamingdienste, miteinander über das heimische WLAN-Netz verbinden will.

In der Kickstarter-Kampagne beschreibt Gramofon die Arbeitsweise so:

1. Connect your Gramofon to the sound system or speakers of your choice.

2. Connect Gramofon to the Internet via ethernet or on your current WiFi. 

3. Connect any Android or iOS phone to the Gramofon’s WiFi signal.

4. Stream your favorite playlist from Spotify or listen to the free radio service powered by WahWah, all directly through the cloud.

Gramofon arbeitet mit einem separaten, öffentlichen WLAN-Netz, über das sich Freunde mit Smartphones einloggen können. GigaOm:

Gramofon functions like any Fon router in that it shares a user’s internet connection through a separate public network, making sure that visitors won’t access files on your computer or slow down your network. At the same time, it also uses Wi-Fi as a kind of authenticator for social music consumption. Friends that come to your place can authenticate via Facebook, for example, and then automatically start to play music on your Gramofon, without the need to share Wi-Fi passwords or link their mobile devices with the music player.

Spotify ist integriert in Gramofon. Weitere Streamingdienste werden über eine kommende Programmierschnittstelle eingebunden werden können. TechCrunch:

Eventially the Gramofon will have an API so it can integrate any music service with Gramofon and can support as many different providers as possible. It comes with WahWah built in, this is a free radio service that works with Gramofon (the service will start in the USA, Spain and Brazil, and expand over time). 

Fon, der Hersteller von Gramofon, ist ein spanisches Unternehmen, dass mit eigenen, an die Nutzer verkauften Routern ein WIFI-Hotspot-Netzwerk weltweit aufbaut. Wer mit einem eigenen Fon-Router einen Hotspot für andere Fon-Nutzer bereitstellt, erhält selbst Zugang zu all den anderen Hotspots der Fon-Nutzer. Wer ein Gramofon kauft, wird automatisch Fon-Mitglied und kann die über 12 Millionen Wifi-Hotspots weltweit nutzen. Das ist zumindest der Deal für das Crowdfunding. (Siehe auch das Interview mit Fon-CEO Martin Varsavsky auf TechCrunch)

Zur Crowdfunding-Kampagne, die mehr Werbung + Vorbestellung als alles andere ist, kostet Gramofon zwischen 30 und 40$. Im Handel wird das Gerät später je nach Farbe 50$ (in weiß) oder 60$ (in schwarz) kosten.

Es sieht ganz danach aus, als ob Gramofon die erschwinglichere Alternative zu Sonos wird.

Spotify scheint Börsengang für Herbst 2014 zu planen

Logo von Spotify
Wie Quartz berichtet, hat Spotify begonnen mit Investmentbanken über einen möglichen Börsengang zu sprechen, der noch im Herbst diesen Jahres stattfinden könnte:

The popular music-streaming company has participated in informal chats with some of the investment banks likely to fight for a role in a potential IPO, sources familiar with the process said. The six-year-old service may start holding formal meetings as early as next month in anticipation of an offering in autumn. (Though the timeline for a possible IPO could change for a number of reasons, including unfavorable market conditions.)

Ein Börsengang würde notwendiges Geld in die Kriegskassen von Spotify spülen. Interessant wäre ein Börssengang aber vor allem für Musiker und andere aus der Branche, weil Spotify damit der erste On-Demand-Streaming-Dienst wäre, der konkrete, detaillierte Zahlen über das eigene Geschäft offenlegen muss.

Das könnte mindestens die erstaunlich faktenfreie öffentliche Diskussion über die Zahlungen an Musiker verändern.

Ein Börsengang wäre darüber hinaus gut für die Branche, weil sie unabhängige Unternehmen benötigt, die sich langfristig komplett und ausschließlich auf das Musikgeschäft konzentrieren; im Gegensatz zu den Musikabteilungen der großen Konzerne von Apple über Google bis Samsung.

Übernahme von The Echo Nest durch Spotify erschüttert die Streaming-Welt

Logo von Spotify
Die Übernahme von The Echo Nest durch Spotify hat die Musikstreamingwelt erschüttert. Die 100-Millionen-$-Übernahme1 hat mit einem Schlag den Status Quo auf dem Markt über den Haufen geworfen. The Echo Nest arbeitet als Dienstleister im Hintergrund nicht nur für Musik-Apps sondern auch für praktisch alle On-Demand-Streaming-Dienste als die Empfehlungsmaschine, die gleiche Songs gruppiert und so zum Beispiel automatisierte Radiostationen ermöglicht:

In addition to Spotify, it had amassed a wide range of customers for its music personalization and discovery technology. Some of those, today, are direct competitors of Spotify’s. They include Clear Channel’s iHeartradio, Beats Music, Rdio and SiriusXM.com — as well as others like the BBC, Foursquare, MTV, Twitter, VEVO and Yahoo!, Nokia and brands like Coca-Cola, Intel, Microsoft and Reebok.

Direkt nach der Übernahme kam deshalb sofort die Frage auf, wie die Geschäftsbeziehungen zwischen Echo Nest und den direkten Konkurrenten des neuen Besitzers Spotify aussehen werden. The Verge:

In an email to The Verge, Spotify says that all of The Echo Nest's existing business contracts will be fulfilled, meaning its competitors' music recommendations are safe for the short term. Whether competitors will be able to extend their contracts with The Echo Nest or begin new ones now that it's under Spotify is another question. “In the few cases where The Echo Nest does work with direct competitors we will work with their team to understand these relationships and determine the next business steps,” a Spotify representative says. “The bottom line is that The Echo Nest will meet all contractual obligations to all customers.”

Nachvollziehbarerweise reicht das den Konkurrenten natürlich nicht. Rdio-CEO Anthony Bay spricht gegenüber CNBC von verschiedenen Partnern, von denen The Echo Nest einer von von vielen war. Da Rdio seine (Nutzungs-)Daten nicht mit Konkurrenten teilen will, wird man künftig nicht mehr mit The Echo Nest zusammenarbeiten. Die Aussage, man habe gleichwertige Ersatzoptionen dürfte allerdings Trommeln ohne viel Substanz dahinter sein.

The Echo Nest war und ist in seinem Bereich, dem algorithmisch getriebenen Abgleich von Musik-Metadaten um Empfehlungen ausgeben zu können, einsamer Marktführer. Die Übernahme durch Spotify sichert damit nicht nur die technisch fokussierte Ausrichtung von Spotify sondern macht es, ganz nebenbei, den direkten Konkurrenten von Spotify künftig zumindest mittelfristig sehr schwer, gute pandoraähnliche, automatisch nach Genres oder Künstlern generierte Radiofunktionen anzubieten. Denn dafür fehlt ihnen, wenn sie von The Echo Nest weggehen (müssen), künftig die technische Grundlage.

Bisher im Schatten von The Echo Nest stehende Konkurrenten bereiten sich nun auf einen veränderten Markt vor. hypebot:

Musikki, first created as a real-time IDMB for music, says they're releasing a robust music data API next month. “It's based on the knowledge we used building Musikki,” CEO and Co-Founder Joao Afonso wrote early Wednesday morning. “All Spotify competitors won’t have to wait long for a complete solution.”

Other sources like Kevin Arnold's OpenAura are also gearing up to deliver content and data to music services.

Ob sie den Herausforderungen gewachsen sein werden, wird sich erst zeigen müssen. Die Qualität der Empfehlungen wird allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Anfangszeit zurückgehen.

Die Übernahme ist aus Branchensicht um so bedauerlicher als dass The Echo Nest gut genug positioniert war, um als unabhängiger B2B-Player den Gang an die Börse wagen zu können. Es bleibt die Frage, was die Investoren und Gründer getrieben hat, stattdessen den Exit zur Spotify-Abteilung zu wählen.

Für sachdienliche Hinweise können gern die Kommentare oder Email verwendet werden.

Wir haben über die Jahre regelmäßig über The Echo Nest berichtet:


  1. 90 Prozent davon in Spotify-Anteilen. 

Amazon arbeitet an eigenem Musikstreamingdienst

Das Wall Street Journal berichtet von Verhandlungen zwischen Amazon und Musiklabels für einen Streamingdienst von Amazon:

Amazon.com is hoping to offer an on-demand music-streaming service to customers of its Amazon Prime program, but it may limit how much a person can listen to any given song, according to people familiar with the matter.

The Seattle-based company has held negotiations with record companies and music publishers seeking to license their music for the planned service, but it remains far apart from some record companies on financial terms, these people said.

An Amazon spokeswoman declined to comment.

Die wenigen bisher bekannten Informationen klingen eher danach, als würde Amazon mehr Richtung iTunes Radio/Pandora als Richtung Spotify gehen wollen.
Das ergibt auch Sinn aus mehreren Gründen:

  • Amazon möchte wie Apple weiterhin Songs digital verkaufen. Streaming ist hier also eher Zusatzangebot als Alleinzweck. Wie sinnvoll das langfristig ist, ist unklar. Kurzfristig mag es sicher Sinn ergeben.
  • Da dieser Streamingdienst wie so viele andere Angebote in Amazon Prime gebündelt werden soll, muss er möglichst günstig für Amazon bleiben. Beschränkungen auf der On-Demand-Seite bedeuten auch günstigere Lizenzen. Auch hier wieder: Für ein Zusatzangebot, das auch die gesamte Amazon-Plattform stärken soll, ist das durchaus sinnvoll.

Bleibt die Frage, ob wir bereits den Punkt erreicht haben, ab dem jeder größere Anbieter digitaler Plattformen einen Musikstreamingdienst im Schlepptau haben muss. Samsung etwa hat seinen pandoraähnlichen Dienst "Milk Music" ebenfalls die Tage gestartet.

EU-Parlament verabschiedet neue Regeln für Verwertungsgesellschaften und Musiklizenzen

David Pachali berichtet auf irights.info über die im EU-Parlament heute verabschiedete „Richtlinie über die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehrgebietslizenzen für die Online-Nutzung von Rechten an Musikwerken im Binnenmarkt“:

Die Regelung [..] führt EU-weite, verbindliche Vorgaben für Verwertungsgesellschaften ein. Sie muss noch vom Ministerrat formell abgenickt werden. Die EU-Länder müssen dann innerhalb von zwei Jahren ihre Gesetze anpassen.

Mit den neuen Regelungen hofft die EU-Kommission, den nationalen Flickenteppich bei Lizenzen zu überwinden, dem sich neue Musikdienste im Web ausgesetzt sehen. Sie müssen Rechte in allen Staaten separat erwerben und dafür mit einer Vielzahl von Verwertungsgesellschaften Verträge aushandeln. Durch mehr Wettbewerb sollen die Verwertungsgesellschaften nun dazu angehalten werden, sogenannte Mehrgebietslizenzen zu vergeben – was sie erst dann dürfen, wenn sie die EU-Standards erfüllen. Direkte „EU-Lizenzen“ einführen kann die Richtlinie nicht.

[..]

Verweigert sich eine Verwertungsgesellschaft den Mehrgebietslizenzen, können Urheber ihr die Onlinerechte entziehen und anderswo einbringen. Die beste Verwertungsgesellschaft gewinnt – so zumindest die Idee.

Twitter gibt 300 Entertainment ‘full access’ zur Datenauswertung für Musikindustrie

Twitter kooperiert mit 300 Entertainment. 300 Entertainment bekommt vollen Zugang zu den Daten von Twitter und wird diese für Kunden aus der Musikindustrie auswerten und zur Verfügung stellen.

The Next Web:

The New York Times reports that the union — announced at the Midem event in Cannes on Sunday — will see 300 Entertainment develop software that draws insight from the ‘full range’ of music-related data on Twitter, including non-public data such as the location from which tweets are sent.

Details of the actual products themselves are scant, with the Times merely explaining that 300 will “organize data and develop software that could be used by other artists, record labels or consumer brands.”

Die Idee hinter 300 Entertainment selbst klingt wie der Versuch von “A&R as a Service“. 

Vibe:

Lyor Cohen’s latest music industry venture, 300 Entertainment, will partner up with Twitter in its search for music’s next big stars. A Google-supported joint venture with Todd Moscowitz and Kevin Liles, the new independent music company seeks to nurture artists in a holistic effort between managers, agents and the artists themselves. In his keynote at the annual Midem music industry event in France, Cohen shared the company’s mission, and how social media could help.

“In the modern A&R business we are all looking for talent in various places, and certainly Twitter is a terrific place to look at talent, he said. “If you want to get signed, you have to engage with Twitter, and of course YouTube, and we’ll be looking to try and develop tools that the rest of the music community can utilize.”

Beats Music in USA gestartet mit kostenloser Radiokomponente

Walt Mossberg hat den neuen Streaminganbieter Beats Music eine Woche lang getestet:

I’ve been testing Beats Music for about a week on an iPhone, and I really like it. I found that its human curation — from Beats’ own editors and a wide variety of outside curators, like music magazines such as Mojo, DownBeat, Pitchfork and Rolling Stone — offered much more satisfying playlists than other services I’ve tried. While other services have playlists from some outside curators, Beats makes them easier to find, and seems to me to make better use of them than its main competitors.
That includes the well-known Spotify service, which recently made its free version less restrictive and better on mobile devices.

Von den vier Modulen von Beats Music ist das vierte das interessanteste:

The fourth — my favorite — is called The Sentence. It lets you combine a location, a mood, the people you’re with and a music genre. Then it generates an appropriate playlist. For instance: “I’m in the car, and feel like chilling out with my roommate to ’90s pop-rock.” Or, “I’m at the beach, and feel like celebrating with my friends to classic country.” There are seemingly endless possible combinations.
For The Sentence, the company explains that the that the content, and the filters, are selected and tuned by humans, and an algorithm generates the playlist from your choices.

Entgegen der ursprünglichen Ansage, dass es keine kostenfreie Komponente von Beats Music geben würde, kann "The Sentence" kostenfrei in der iPhone-App genutzt werden. In der kostenfreien Variante lassen sich nur fünf Songs überspringen. Es dürfte damit nicht nur von der Funktionsweise sondern auch vom Lizenzmodell nah beim Onlineradio Pandora liegen.

Telekom will Musicload abgeben

Die Telekom will ihren Download-Shop Musicload abgeben. heise:

"Für Gamesload und Musicload führen wir derzeit Gespräche mit potenziellen Interessenten über mögliche Fortführungsszenarien dieser Geschäfte", teilte eine Telekom-Sprecherin mit.

Zwischen On-Demand-Streaming und dem vertikal integrierten iTunes hat ein Downloadangebot wie Musicload keine Chance am Markt. Selbst Amazon tut sich schwer damit, seine MP3-Downloadverkäufe zu etablieren. Und das obwohl Amazon selbst recht gut positioniert ist.

Lediglich spezialisierte Anbieter wie Beatport, das zudem vornehmlich eine semiprofessionelle Zielgruppe anspricht, oder Bandcamp, das ein Rundumangebot für Musiker sein möchte, stehen verhältnismäßig gut da.

Kurz: Musicload ist kein attraktives Kaufobjekt.

Spotify erlaubt Musikern provisionsfrei den Verkauf von Merchandise

Topspin spotify

Spotify ermöglicht den Verkauf von Merchandise in Zusammenarbeit mit Topspin und dessen ArtistLink.

Besonders bemerkenswert ist, dass Spotify selbst keine Provision dafür verlangt, was darauf hindeutet, dass Spotify attraktiver für Musiker werden soll, die die Vorteile des On-Demand-Streamings für sich selbst noch nicht sehen.

Und so funktioniert es:

Merchandise listings within Spotify link to your existing merchandise anywhere on the web. That means that you don’t need to change how you sell merchandise, the Spotify listing simply points to your existing store.

First, you’ll need to create a Topspin ArtistLink account. When creating the account you’ll be asked which artists you wish to manage using the account. To ensure that only official representatives of an artist can manage the band Topspin will require you to verify your relationship to the artist either by connecting one of the artist’s social media accounts or by emailing Topspin.

Once you have been verified you can create your listing simply by adding an image, a title and a description alongside a URL to the item of merchandise in your store. Each listing will be moderated and approved to make sure it’s a legitimate merchandise offer. Once approved, the listing will show up on your artist page in Spotify, typically within 24 to 28 hours.

Musiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können das Angebot ebenfalls nutzen. Diese Länder gehören allerdings noch nicht zu den Ländern, in denen Fans Merchandise über Spotify kaufen können:

Currently only users in the following english speaking countries will see merchandise listings within Spotify: U.S., U.K., Ireland, Australia, New Zealand, Denmark, Sweden, Norway and Iceland. We plan to roll our additional language support in the future. However, if you are an artist from a country that is not listed here you can still add your merchandise to Spotify and it will be shown in these countries. 

Daten über Musik: Der Pandora-Ansatz vs. The Echo Nest und Co.

Pandora setzt mit seinem händischen Ansatz der Katalogisierung von Musik auf "Weniger aber besser", während viele andere Services Metadaten algorithmisch erfassen lassen:

On the surface, it appears that Pandora, despite its head start of at least a decade on most of its competitors, is facing an uphill battle. It’s not just the number of services that are potentially coming online but also the number of songs and the amount of data those services are offering up to consumers. The Echo Nest, which powers personalization for Spotify (among others), boasts data on more than 35 million songs (which is why Spotify’s library is able to hold more than 20 million songs). Upstart Senzari says its new MusicGraph platform contains around 20 million songs. Gracenote has data on more than 130 million.

Pandora, by contrast, has “more than 1 million” songs in its library. If consumers want unlimited choice in the music they can listen to, they probably don’t want Pandora. And the company is fine by that — or so it says. “I agree that more data is better, but that’s different than more content is better,” Pandora chief scientist and vice president of playlists Eric Bieschke told me in a recent interview (before Gracenote announced its Rhythm data platform, I should note).

Metadaten-APIs werden immer wichtiger werden. Die Metadaten von Pandora sind eine Ausnahme. Aufgrund ihrer geringen Masse glaube ich nicht, dass sie eine wichtige Rolle künftig spielen werden. Je mehr Menschen Spotify und co. nutzen und diese aus dem Datenfeedback für ihre eigenen Metadaten lernen können, desto besser werden die Metadaten dieser Dienste werden.

Beide Ansätze können friedlich nebeneinander existieren. Der automatisierte, datengetriebene Ansatz wird aber der wichtigere werden. Hier werden auch sehr stark positive Skaleneffekte ins Spiel kommen.

Spannend sind die verschiedenen Quellen, die The Echo Nest mittlerweile auswertet:

As of May, The Echo Nest, which was co-founded by MIT-trained machine-listening experts Tristan Jehan and Brian Whitman, was indexing about 10 million documents (e.g., blogs, articles and reviews) a day relating to music. This is on top of the couple of million songs it’s able to analyze per week using its machine listening system. Lucchese said the company was researching all sorts of new capabilities, such as mechanically determining valence (i.e., the mood of a song) and the regional differences in how people classify or access music.

Selbst Pandora wertet mittlerweile Daten aus, die durch die Nutzung des Webradios entstehen:

Over the years, Pandora and its recommendation algorithms have actually evolved quite a bit. For the first several years of its existence, the company was focused solely on the Music Genome Project, which was the engine that powered recommendations when Pandora first began doing streaming radio in 2005. Around 2007, the company first realized it was sitting on a valuable collection of data about how individual users listened to music.

“It turns out that 35 billion thumbs is a gold mine of data about people’s personal music preferences,” Bieschke said.

Das gilt für alle Streaming-Dienste: Je mehr Hörerinnen je länger auf ihnen verweilen, desto besser wird ihr Wissen über Musik allgemein.

Sony verkauft Metadatenanbieter Gracenote an Tribune Company

Sony hat seine Tochter Gracenote verkauft. heise:

Sony verkauft seine Tochter Gracenote, einen Anbieter von Metadaten zu Musik und Filmen, für 180 Millionen US-Dollar an die Tribune Company. Das gaben beide Unternehmen in einer Pressemitteilung am 23. Dezember bekannt.

Aus der Pressemitteilung:

Gracenote is the industry standard for music recognition technology and its database gets 550 million look-ups each day and more than 16 billion every month, making it the most trafficked music data source on the planet. Gracenote technology is featured in thousands of mobile apps and 50 million cars have been equipped with Gracenote. The company also provides data and information for one million movies and TV shows to 30 countries and holds over 90 U.S. and foreign patents.

Gracenote beliefert beispielsweise iTunes und Amazon mit Metadaten.

Streaming katapultiert Indie-Musiker nach vorn

New York Post über die positiven Effekte des zunehmenden Streamings, On Demand wie ‘Radio’, auf Indie-Musiker:

As the grip of the major music labels continued to loosen in the era of Pandora, Rdio and Spotify, one of the biggest indie stars, Macklemore & Ryan Lewis, saw its hit song “Thrift Shop” hit No. 1 in 2013, the first time since 1994 that a song without the backing of a major label reached the top of the charts.
The song, released in August 2012, was also the No. 2 streamed video in the first half of 2013, with 187 million streams. [..]
Rich Bengloff, who runs the American Association of Independent Music, believes the availability and popularity of music streaming — which grew by 24 percent in the first half of 2013, while digital sales slipped 4.6 percent in the period, its first-ever decline — is exactly why artists are opting for indie status and why their power is growing.

Das ist keine überraschende Entwicklung. Im Vergleich zum alten Hörfunk/MTV-Komplex gibt es in der neuen Welt von Spotify über Deezer bis Pandora und Aupeo um mehrere Dimensionen mehr Einfallstore über die potentielle Fans neue Musik entdecken können. Außerdem gibt es keinen systemischen Bedarf mehr für "Heavy Rotation". Die Verteilung kann Hits unterstützen (was sie auch macht, siehe etwa Gangnam Style), sie unterstützt aber auch eine breitere, differenziertere Verbreitung; wie immer, wen ein System mehr Informationskanäle beheimatet.

Für Indie-Musiker sind das sehr gute News.

ClueList: Gästelistenmanagement für Clubs und Partygänger

Georg Räth über ClueList auf Gründerszene:

Seit 1,5 Jahren arbeitet Axel Hesse mit einem großen Team hinter den Kulissen bereits an seinem nächsten Fokusprojekt, der Nightlife-App ClueList, die unter anderem eine Gästelistenverwaltung für Clubbesitzer und Clubgänger beinhaltet. Klingt simpel, ist aber nach den Worten von Hesse, der bereits unter anderem zwei Discotheken führte, eine Innovation. „Die Discotheken und Clubs arbeiten alle sehr mittelalterlich. Es gibt außer neuen Schnaps-Richtungen keine technischen Neuerungen in diesem Segment. Die Leute machen Veranstaltungen und haben keine großartige Interneterfahrung und das technische Know-how”, so Hesse.

Die digitale Gästeliste von ClueList schafft nicht nur handgeschriebene Listen ab, sondern zentralisiert und importiert auch bereits andere vorhandene Listen wie etwa von Facebook und CSV/Excel. Zudem gibt es dem Clubbesitzer auch die Möglichkeit, zu schauen, wer tatsächlich auf der Party wer, wer wen mitgebracht hat und wie sich der Gast verhalten hat.

Er kann über Push-Nachrichten Gäste auch während der Party etwa über Specials unterrichten oder zum Beispiel potenzielle Gäste, die sich noch nicht im Club befinden, durch einen spontan dazugestoßenen Stargast zum Partygang animieren.

Klingt nach einer spannenden Idee.

Die Funktionen des Dienstes:

  • Lege mit wenigen Klicks Events und digitale Gästelisten an
  • Promote deine Events über ClueList und erreiche zahlreiche partybegeisterte Nachtschwärmer in der ganzen Welt
  • Regle den Einlass per App und Web – ganz ohne Stift und Papier
  • Erhalte ausführliche Statistiken über deine Besucherströme
  • Nutze all diese Features kostenlos

Mehr Informationen über ClueList findet man in der FAQ.