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SoundCloud jetzt auch auf Android

soundcloud-androidSoundCloud hat heute die offizielle App für Android veröffentlicht:

The official SoundCloud Android app lets you easily access, browse and listen to the sounds shared to you while you’re on the road and away from your computer. The app also includes recording functionality that lets you capture any sound around you and instantly save it in the ‘Cloud. Stay tuned, plenty more to come too.

Features include:

Record: capture and share your sounds on the go, wherever you are
Browse, listen to and favorite sounds shared with you exclusively and on your Dashboard
Visualize your sounds with the SoundCloud waveform and use it to seek inside a track
Find and follow any SoundCloud user within the app
Background playback
The next update will include sharing to Facebook & Twitter and also the ability to comment.

Erst vor kurzem hat die offizielle iPhone-Applikation von SoundCloud eine Aufnahme-Funktion erhalten, die zu recht für Aufsehen sorgte. Direkt auf dem iPhone aufnehmen und an SoundCloud senden konnte man allerdings schon vorher über Drittanbieter-Apps, die die SoundCloud-API nutzen. Die (empfehlenswerte) Fieldrecording-Applikation FiRe unterstützt diese Funktion etwa seit anderthalb Jahren.

Audiomagnet: Die deutsche Selbstvermarktungsplattform für Musiker

audiomagnet-logoAudiomagnet ist eine Plattform für Musiker, die den Verkauf von Musik und T-Shirts für auf DIY setzende Musiker erheblich erleichtert. Audiomagnet ist quasi eine Mischung aus Bandcamp und Reverbnation mit besonderer Beachtung der deutschen Situation (GEMA).

Audiomagnet bietet Künstlern mehrere Wege, ihre Musik im Web zu verbreiten. Im kostenlosen Basis-Account befindet sich ein Musikplayer-Widget, das sich auf Social Networks integrieren lässt. Für Facebook bietet Audiomagnet eine eigene Applikationan.

Diese App gehört ebenso wie das Widget zum kostenlosen Account. Über das Widget bzw. den Player von Audiomagnet können auch Songs direkt verkauft werden. Audiomagnet behält selbst 39 Cent pro verkauften Track ein. Die Höhe des Preises liegt davon abgesehen frei beim Künstler. Auch wichtig: Audiomagnet vergibt kostenlos ISRC-, LC- und EAN-Codes, sofern für die Songs oder Alben keine vorhanden sind.

audiomagnet-musik-verkaufen

Ebenfalls zum kostenlosen Angebot gehört ein Merchandising-On-Demand-Shop im Audiomagnet-Account der Musiker, der in Zusammenarbeit mit Spreadshirt angeboten wird. So weit ich das sehen kann, wird der Spreadshirt-Shop aber kaum eingesetzt, was vielleicht an der ausbaufähigen Integration liegen könnte.

Entscheidend für den deutschen Markt, sind die Vereinbarungen, die Audiomagnet mit der GEMA abschliessen konnte:

GEMA-Mitglieder dürfen eigentlich keine ihrer Tracks zum kostenlosen Herunterladen anbieten. Audiomagnet hat mit der GEMA vereinbart, dass GEMA-Mitglieder ihre Songs über Audiomagnet kostenlos für bis zu 2000 Downloads anbieten dürfen, ohne dass dafür GEMA-Gebühren fällig werden.

Ebenfalls interessant ist der Deal bezüglich Coversongs: Coversongs von Stücken, die von der GEMA abgedeckt sind, dürfen auf Audiomagnet verkauft werden. Das heißt, man kann ohne zusätzlich notwendige Genehmigung einen Coversong aus dem GEMA-Repertoire aufnehmen und diesen dann über Audiomagnet verkaufen. Es fallen keine zusätzlichen Kosten an. (Abgesehen von den bereits genannten 39 Cent pro verkauften Track.)

audiomagnet

Künstler müssen nicht bei der GEMA sein, um ihre Musik über Audiomagnet zu verkaufen. Die Rechte der auf Audiomagnet hochgeladenen Songs bleiben bei den Künstlern. Der Wechsel von der Audiomagnet-Präsenz zum Labeldeal ist somit unproblematisch. Audiomagnet sieht sich selbst auch als Sprungbrett für Musiker.

Neben dem Verkauf von Songs über Player/Widget bietet Audiomagnet noch einige weitere Optionen an. So kann man Audiomagnet die digitale Distribution der Musik anvertrauen. Für 39€ (Single) bis 49€ (Album) wird die Musik an über 300 Online-Shops wie itunes, Musicload oder Beatport und Abonnement-Services wie das heutige Napster vertrieben.

Zusätzlich bietet Audiomagnet ein nahezu komplettes Sortiment des CD-Vertriebs an: Für 99€ pro Veröffentlichung kann man CDs über den Audiomagnet-Player/-Widget On-Demand herstellen und verkaufen lassen. Auch hier liegt der Preis abgesehen von der pro CD anfallenden Zahlung an Audiomagnet frei beim Künstler.

Zusätzlich kann man seine bestehende Auflage an CDs an Audiomagnet senden und Lagerung, Verkaufsabwicklung und Versand quasi an Audiomagnet auslagern. (Kostenpunkt: 49€ pro Veröffentlichung, 4€ pro CD) Über Audiomagnet lässt sich auch die Listung in PhonoNet (Tonträgerhandel) abwickeln.

Fazit: Da der direkte Verkauf von Musikaufnahmen als reine Dateien oder in simplen CDs keine langfristige Option mehr für Musiker und Labels ist, wäre es sicher sinnvoll, wenn Audiomagnet auch in andere Bereiche wie etwa Merchandising noch stärker expandiert. Im Bereich der knappen Güter, mit denen Musiker Geld verdienen können, ist noch viel Luft nach oben im Audiomagnet-Angebot. Auch im Bereich der Individualisierung der CDs für mehr Souvenir-Charakter könnte gerade eine Plattform wie Audiomagnet Akzente setzen. (Mit den richtigen Partnern für die Herstellung) Davon abgesehen scheint mir Audiomagnet nicht nur auf dem besten Weg, sondern bereits das beste Angebot für Musiker in Deutschland zu sein, die auf der Suche nach Unterstützung für die Geschäftsseite ihrer DIY-Karriere sind. Es gibt in Deutschland keine mir bekannte vergleichbare Plattform.

Für viele unbekannte Künstler sind die Angebote und Konditionen der Plattform wohl in den meisten Fällen weitaus attraktiver als ein Vertrag bei einem Label.

Audiomagnet plant eine internationale Expansion für 2011.

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Gemeinsam mit der Popakademie hat Audiomagnet einen 76-seitigen Leitfaden zum Selbstmarketing für Musiker verfasst (mit einem Vorwort von Smudo..). Der Leitfaden kann auf der Site der Popakademie heruntergeladen werden. Leider nur mit Pay with a Tweet or Facebook, das heißt, man ist gezwungen, auf den Leitfaden auf Twitter oder Facebook hinzuweisen, damit man ihn herunterladen kann. Der Leitfaden wurde auch als frei abrufbare Artikelserie auf delamar veröffentlicht. Ich hatte noch nicht die Zeit, den Leitfaden zu lesen. Ich kann also zu der Qualität keine Aussage treffen.

SoundCloud bekommt (inoffizielle) Boxee-App

soundcloud logo

SoundCloud besticht nicht zuletzt durch die vielen Anbindungen an andere Plattformen, die durch Eigenentwicklungen und/oder die API (Programmierschnittstelle) möglich werden.

Pünktlich zum Start der Auslieferung der Boxee Box bekommt SoundCloud eine zunächst inoffizielle App für die Web-TV-Plattform:

The first version of my SoundCloud Boxee hack includes the following features:

Exploring the hottest new SoundCloud tracks
Searching the entire publicly accessibly SoundCloud track library
Browsing Your tracks and favorites

Of course each of these features include the ability to listen to the track and perform typical Boxee actions such as Queuing, Loving, and Sharing.

Offizielle SoundCloud-Apps für Boxee und andere TV-Plattformen sind geplant.

Wer sich für die Web-TV-Plattform interessiert, die mit Google TV und Apple TV konkurriert: Peter Kafka hat Boxee und die Boxee Box analysiert:

Boxee’s real plan is both clear and a bit undefined: It wants to get its software on as many devices as possible–not just the Boxee Box but everything from Sony’s TVs to Microsoft’s Xbox 360s to Samsung’s Blu-ray players. And then it wants to build some kind of business based on advertising, consumer payments or both.

AppRock: Teurer iPhone-App-Generator für Musiker

Gulli.com stellt AppRock vor, eine Applikation für Musiker:

AppRock besteht dabei sowohl aus einer App fürs iPhone, als auch aus einem Online-Portal im Internet. Im Backend der Website können Musiker ihre ganz persönliche Applikation erstellen. Diese kann dann mit individuellen Infos, Songs, Videos, Bildern und so weiter befüllt werden. Sollte es etwas von Interesse geben, können die Gruppenmitglieder die neuen Bilder oder News selber online einstellen. Wer von den iPhone-Besitzern die App dieses Künstlers installiert hat, bekommt bei Bedarf eine Nachricht direkt auf sein Handy geschickt. Fest steht: Twittern können Musiker natürlich auch ohne AppRock. Und das völlig kostenfrei. Allerdings werden ihre Tweets nicht via Push Notification auf die Geräte der Fans übertragen und dort angezeigt. In der Pressemitteilung spricht man vollmundig von nur 100 Klicks, die die Musiker von ihrer fertigen Applikation trennen sollen.

approck

AppRock zählt nicht unbedingt zu den günstigsten Angeboten: Neben einem Einrichtungspreis von 499 Euro fallen zusätzlich monatliche 4 Euro bei einem Einjahresvertrag an. Laut gulli.com kommt bei tiefgreifenden Veränderungen zusätzlich eine Gebühr von 199 Euro hinzu.

Meine Prognose: Diese Preise werden bald gesenkt, wenn AppRock feststellt, dass kaum Musiker/Bands so viel Geld für das Angebot ausgeben wollen. Interessierte sollten also am besten noch ein paar Monate warten.