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Gramofon: Die “Cloud Jukebox” von Fon

Gramofon

Gramofon ist eine neue Box, die Stereoanlage und Smartphones, sprich also Internet und Streamingdienste, miteinander über das heimische WLAN-Netz verbinden will.

In der Kickstarter-Kampagne beschreibt Gramofon die Arbeitsweise so:

1. Connect your Gramofon to the sound system or speakers of your choice.

2. Connect Gramofon to the Internet via ethernet or on your current WiFi. 

3. Connect any Android or iOS phone to the Gramofon’s WiFi signal.

4. Stream your favorite playlist from Spotify or listen to the free radio service powered by WahWah, all directly through the cloud.

Gramofon arbeitet mit einem separaten, öffentlichen WLAN-Netz, über das sich Freunde mit Smartphones einloggen können. GigaOm:

Gramofon functions like any Fon router in that it shares a user’s internet connection through a separate public network, making sure that visitors won’t access files on your computer or slow down your network. At the same time, it also uses Wi-Fi as a kind of authenticator for social music consumption. Friends that come to your place can authenticate via Facebook, for example, and then automatically start to play music on your Gramofon, without the need to share Wi-Fi passwords or link their mobile devices with the music player.

Spotify ist integriert in Gramofon. Weitere Streamingdienste werden über eine kommende Programmierschnittstelle eingebunden werden können. TechCrunch:

Eventially the Gramofon will have an API so it can integrate any music service with Gramofon and can support as many different providers as possible. It comes with WahWah built in, this is a free radio service that works with Gramofon (the service will start in the USA, Spain and Brazil, and expand over time). 

Fon, der Hersteller von Gramofon, ist ein spanisches Unternehmen, dass mit eigenen, an die Nutzer verkauften Routern ein WIFI-Hotspot-Netzwerk weltweit aufbaut. Wer mit einem eigenen Fon-Router einen Hotspot für andere Fon-Nutzer bereitstellt, erhält selbst Zugang zu all den anderen Hotspots der Fon-Nutzer. Wer ein Gramofon kauft, wird automatisch Fon-Mitglied und kann die über 12 Millionen Wifi-Hotspots weltweit nutzen. Das ist zumindest der Deal für das Crowdfunding. (Siehe auch das Interview mit Fon-CEO Martin Varsavsky auf TechCrunch)

Zur Crowdfunding-Kampagne, die mehr Werbung + Vorbestellung als alles andere ist, kostet Gramofon zwischen 30 und 40$. Im Handel wird das Gerät später je nach Farbe 50$ (in weiß) oder 60$ (in schwarz) kosten.

Es sieht ganz danach aus, als ob Gramofon die erschwinglichere Alternative zu Sonos wird.

re/spin importiert Playlists von Last.fm und Spotify in Rdio

Mit re/spin lassen sich Playlists von Last.fm und Spotify in Rdio importieren.

Playlistportabilität wird ein wichtiges Thema in den nächsten Jahren werden. Die Streamingdienste haben keinen Anreiz, die Playlists ihrer Nutzer exportierbar zu machen. Je mehr Zeit eine Nutzerin in ihre Playlists gesteckt hat, desto größer ist der Lock-In in den Dienst, bei dem sie die Playlists angelegt hat.
Dritte Parteien wie re/spin von Adam Campbell können hier Abhilfe schaffen.

Mp3s kaufen direkt in Amazons Cloud Player App

Langsam aber sicher arbeitet sich Amazon in iTunes-Gefilde vor. Mit dem neuesten Update kann man mit der bis jetzt noch immer nur für PC verfügbaren Cloud Player App im MP3-Katalog von Amazon
browsen und Songs erwerben, ohne die Website von Amazon aufrufen zu müssen. Praktisch.

Mit iTunes Match doppelte Songs entfernen

Im Gegensatz zu Google Music lässt sich iTunes Match für das Entfernen von doppelten Songs in großen, chaotischen Musikbibliotheken nutzen. Vorausgesetzt man ist bereit den Preis für itunes Match zu bezahlen und die Musikbibliothek nach der abgeschlossenen Synchronisierung wieder komplett von itunes Match herunterzuladen. Danny Sullivan auf CNET News:

One other benefit is that by de-duplicating, I now have a clean library I can use if I want to upload it elsewhere, such as Google Music or Amazon. By the way, I did wonder if Google Music might be a free way to do the same de-duplicating that iTunes Match does. I’m pretty sure it doesn’t. I’ve uploaded some music there over the past year, and I can see that I have two or three copies of the exact same songs.

Konzertapp Songkick jetzt auch auf Android

Die Konzertapp Songkick gibt es jetzt auch für Android:

Get a personalized concert calendar based on your music and your location. Songkick tracks your favorite bands so you never miss them live. Instantly create a personalized concert calendar based on your bands and your location by scanning your music library, your Google Music account, or your Last.fm app.

Songkick ist im letzten Jahr zum besten Informationsdienst für Konzerte geworden. 

Siehe zu Songkick auch:

Mediaplayer Songbird 2.0 erschienen, bekommt eigenes Musikinfoportal Songbird.me

Der Open-Source-Musikplayer Songbird liegt jetzt in Version 2.0 für Desktop und Android vor:

Für die Optik wurde ein schlankerer Skin realisiert, was auch auf die Desktop-Variante zutrifft. Weiterhin hat man Facebook integriert, was laut Blog einigen Benutzern sauer aufstößt (obwohl man Facebook nicht nutzen muss). Songbird ist ein hervorragender und mächtiger Player für Musik-Freaks, allerdings sollte man sich ein wenig Einarbeitungszeit gönnen, wenn man die vielen Zusatzdienste sinnvoll nutzen will. Aus dem reinen Player von früher ist allerdings gefühlt nicht mehr soviel übrig geblieben.

Die neuen Features für die Desktop-Version im Überblick:

New songbird.me web app add-on with integrated playback controls
“What’s New” feed for deeper discovery experience
Seamless integration with songbird.me cloud service
See what artists your friends are following
Follow your favorite artists
Listen to preview tracks from newly discovered artists
See richly detailed artist bios
Get recommendations based on who you are following
Easily share your favorite artists and their updates with your Facebook friends
Newly updated lighter skin (anyone remember Gonzo?) matches the Songbird.me web app and updated android skin

Desweiteren wird der Webdienst Songbird.me eingeführt. Mittels Facebook-Login werden Vorlieben und Freunde ermittelt. Auf dieser Basis wird Musik empfohlen, die vornehmlich über YouTube bezogen wird. Songbird.me soll außerdem ein Ort werden, an dem man alles über die eigenen Lieblingskünstler erfahren kann:

Your homepage on Songbird.me is made up of updates from your favorite artists, so you’ll know whether they are planning to go on tour or release a new album, and you can add more artists by clicking on the “Recommended Artists” section of the page. There you’ll be presented with a grid of musicians that Songbird thinks you’ll like, and clinking on an artist’s tile will take you to their bio page where you can hear samples of their songs or buy their music through the 7digital music store. Because you log into the service using Facebook, you can also see what bands your friends have Liked and discover new music that way as well.

Anontune, das Napster des Streamings?

Anonymous, das Kollektiv anonymer Internetnutzer, das von Scientology über Visa bis Sony bereits sehr vielen großen Organisationen das Fürchten gelehrt hat, hat ein neues Ziel auserkoren: Musikstreaming.

Statt Angriff auf die bestehenden Dienste will Anonymous mit einer eigenen Entwicklung On-Demand-Streaming von Musik revolutionieren. Warum? Weil die Streamingwelt dank notwendiger Lizenzen fragmentiert ist. Anonymous will das mit Anontune ändern. Anontune ist eine Streamingplattform, die an das Konzept des Desktopplayers Tomahawk erinnert. Die Freeware Tomahawk scannt die lokale Bibliothek und erlaubt das Erstellen von Playlists aus lokalen Titeln, SoundCloud, Spotify, YouTube und anderen Diensten.

Anonymous setzt dagegen auf eine Webapp, die allein im Browser läuft. Anontune greift auf andere Webdienste wie YouTube und SoundCloud zu, wo die Musik liegt. Anonyme Anontune-Nutzer können dann mit dieser Musik Playlists erstellen und teilen. Künftig sollen als Quellen sehr viele Webdienste von MySpace bis Bandcamp hinzukommen.

Die Pläne für AnonTune sind hochgesteckt: Wenn das Konzept aufgeht, sollen Ansätze wie Pandoras Music Genome Project mit Dingen wie einer Sentimentanalyse von Musik auf das nächste Level gehoben werden. Es ist offensichtlich, dass hier ambitionierte Hacker am Werk sind.

Wo liegt das Problem bei Anontune? Die EFF-Anwältin Corynne McSherry drückt es gegenüber Wired so aus: Rechteinhaber werden sehr nervös werden, wenn Anontune erfolgreich sein sollte. Denn mit Anontune lassen sich keine Deals abschliessen. Auch ohne Kampfrethorik: Ein erfolgreiches Anontune könnte den Kontrollverlust der Labels noch beschleunigen. Diese können gar nichts dagegen machen: Die Tatsache, dass sie gesondert mit Spotify, Rdio oder Simfy verhandeln, führt zu einer für Musikkonsumenten verwirrenden Fragmentierung der Musikstreamingwelt. Diese Fragmentierung schreit dann förmlich nach einer Vereinheitlichung, wie sie Anontune anstrebt.

AnonTune ist noch in Entwicklung. Das Interface ist nicht hübsch und die Features nicht reichlich. Aber das kann und wird sich ändern. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir in den nächsten Jahren noch viel von Anontune hören werden, das das Napster des Streamingzeitalters werden könnte.

Dieser Text ist im Musikmarkt erschienen. Weitere Musikmarkt-Texte findet man hier.

Mit WiMP startet ein weiterer Streamingdienst in Deutschland

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Mit WiMP ist am 2. Mai ein weiterer Streamingdienst in Deutschland gestartet. Man will sich von der Konkurrenz mit einem “starken redaktionellen Ansatz absetzen”, was wohl bedeutet, dass man aus der Lizenzierungs-Not eine Tugend machen will und gleichzeitig hofft, dass der Long Tail doch nicht so wichtig ist.

N24.de / DPA:

Im Wimp-Musikkatalog sind derzeit mehr als 16 Millionen Songs verfügbar. Die Nutzung des Angebots kostet am PC oder Mac fünf Euro pro Monat. Wer die Musik zusätzlich auf Smartphones oder Tablets hören möchte, was auch offline geht, muss monatlich zehn Euro zahlen.

Hervorzuheben ist die Import/Export-Funktion für Playlisten:

WiMP unterstützt die Wahlfreiheit. Wir ermöglichen es dir deshalb, sowohl deine Spotify-Playlisten importieren als auch deine WiMP-Playlisten zu exportieren.

WiMP ist ein Produkt der in Berlin sitzenden WiMP Music GmbH. Diese ist wiederrum ein Ableger von Aspiro, einem norwegischen Hersteller von White-Label-Lösungen für Musikstreamingservices.

WiMP-Geschäftsführer Erlend Prestgard war bis vor kurzem Chief Financial Officer bei Aspiro. Aspiro hat mit WiMP im September 2011 begonnen, von B2B in den B2C-Markt zu gehen.

WiMP hat laut eigenen Aussagen über 350.000 bezahlende Nutzer weltweit. (Schweden, Norwegen, Dänemark, Portugal und nun Deutschland)

Jamendo hat einen Relaunch bekommen

Jamendo, die Plattform für CC-lizenzierte Musik, hat einen Relaunch spendiert bekommen. Aus der Pressemitteilung:

Die Neugestaltungen sind unter anderem neue Top Listen, thematische Selektionen zum Entdecken von guter Musik, 10 neue Radios, eine neue Suchmaschine und ein neuer Player zum Abspielen und Anhören von Musik ohne Unterbrechung, die Sie mit Freunden teilen können.

Laut eigenen Ausgaben kann man auf Jamendo über 350.000 CC-lizenzierte Musikstücke finden.

Musiker können Jamendo PRO nutzen, um ihre Musik kommerziell zu lizenzieren. Jamendo kann hierfür auf 12.000 Kunden laut eigenen Aussagen verweisen. Die Einnahmen werden 50/50 mit den Künstlern geteilt.

Rdio aktuell unbegrenzt kostenlos für 30 Tage für neue Nutzer

rdio.png

Der im Januar in Deutschland gestartete On-Demand-Streaming-Anbieter Rdio reagiert auf den für nächste Woche vermuteten Deutschlandstart von Spotify mit einer 30-tägigen Kostenlosphase des Premiumangebots für neue Nutzer.

Aus der Pressemitteilung:

Jeder, der sich zwischen 6. März und 5. April bei Rdio anmeldet, nutzt den Dienst in vollem Umfang 30 Tage lang kostenlos. Für die Anmeldung ist lediglich eine E-Mail-Adresse oder ein Facebook-Account nötig. Während der Testzeit ist das Angebot ohne Einschränkung online und offline nutzbar.

Eine automatische Verlängerung auf das kostenpflichtige Angebot gibt es nicht. Man hat also nichts zu verlieren.

Das Angebot und dessen Zeitpunkt sind für Rdio sinnvoll: Im On-Demand-Streaming-Sektor wird dank starker sozialer Komponenten ein Sieger aus dem heutigen Konkurrenzkampf hervorgehen. Wer vorn liegt, hat dafür bessere Karten.

Zusätzlich könnte das Angebot aber auch darauf hindeuten, dass die deutschen Nutzerzahlen nicht so schnell gewachsen sind wie gehofft.

Facebooks ‘frictionless sharing’ jetzt auch mit Aupeo

Aupeo! hat jetzt auch die Verbindung mit Facebooks Open Graph integriert und erlaubt das Senden des Gehörten an Facebook:

Aupeo facebook

Aupeo!-Nutzer, die ihren Account bereits mit Facebook verknüpft haben, können die neue Funktion unter “My Profile” aktivieren.

Aupeo! ist ein personalisierbares Webradio aus Berlin, vergleichbar mit Pandora.

Neuer Music Manager erlaubt Downloads von Google Music auf Androidgeräte

Google hat einen neuen Music Manager veröffentlichtder Android-Nutzern das Herunterladen von allen auf Google Music hochgeladenen oder bei Google gekauften Songs erlaubt:

Google just announced Android users will now be able to download all of their songs from a new version of Google Music Manager, allowing you to create a backup of both purchased music from the Google Music store and content you’ve uploaded yourself.

Die Downloads werden formattiert als MP3s mit einer Bitrate von 320 kbps.

Streamingdienst Rdio ist heute in Deutschland gestartet

Rdio

Wie bereits bekannt gewesen ist Rdio heute in Deutschland gestartet. Der von den Skype-Gründern Janus Friis und Niklas Zennström gestartete On-Demand-Streaming-Dienst gehört zu den featurereichsten Konkurrenten des schwedischen Streaming-Vorzeigedienstes Spotify.

Vor kurzem hatte das Wired-Blog Epicenter die Musikbestände von Spotify und Rdio verglichen und einen leichten Vorsprung von Rdio ausgemacht:

Of the top 5,000, about 44% were available on both Spotify and Rdio. 4.8% of the albums were only available on Spotify, while a further 6.8% were only available on Rdio. Overall, 56% of the albums were streamable on at least one of the services. [..]

Spotify has a reputation for having a deeper catalog, but at least for historic critically-regarded albums, Rdio has a better selection of both popular and obscure artists. More albums in the top 5,000 were available on Rdio, and they offer exclusive access in the U.S. to huge acts like Bob Dylan, Pink Floyd, the White Stripes, and Queen.

Allerdings scheint die in Deutschland verfügbare Bibliothek von Rdio kleiner zu sein. Zum Beispiel hat Rdio nicht die Streamingrechte für alle Songs von Bob Dylan.

Rdio hat laut eigenen Aussagen 12 Millionen Lieder im Angebot.

Im Gegensatz zu Deezer setzt Rdio wie Spotify auf einen Desktopclient, welcher für Mac und Windows verfügbar ist. Rdio kann aber auch über die Website genutzt werden. Neben mobilen Apps für iOS, Android, Windows Phone 7 und Blackberry kann man Rdio dank entsprechender Apps auch auf dem Multimediasystem Roku und dem vernetzten Hifi-System Sonos nutzen.

Der Desktopclient erlaubt unter anderem nützliche Funktionen wie das Abgleichen der lokalen itunes-Bibliothek mit Rdio.

Bereits vor einem knappen Jahr hat Rdio eine Programmierschnittstelle (API) eingeführt.

Unter anderem der Blogaggregator Hypemachine setzt auf Rdio für das Streaming des Musik Blog Zeitgeist.

Das US-Unternehmen ist neben dem Heimatmarkt und Deutschland auch in Kanada und Brasilien verfügbar.

Rdio bietet eine siebentägige kostenlose Probephase. Danach kostet Rdio 4,99€ pro Monat für die Nutzung über Laptop/Desktop und 9,99€ für zusätzliches mobiles Streaming und Offline-Caching für das Mobiltelefon. Kostenfreie Basisaccounts wird es vorerst nicht geben. Man arbeite aber daran, diese auch in Deutschland verfügbar zu machen:

“Wir glauben an das Freemium-Modell und wollen dies auch nach Deutschland bringen”, erklärt Scott Bagby, Vice President Strategie und Internationalisierung bei Rdio. Dazu befände man sich in Verhandlungen. Nicht nur mit der Verwertungsgesellschaft GEMA steht eine Vereinbarung noch aus, sondern auch mit einigen Labels. Hier sei noch Überzeugungsarbeit notwendig, so Bagby.

Interessant ist die Möglichkeit auf Rdio anderen Nutzern, Freunden ebenso wie Labels oder Magazinen, twitterähnlich zu folgen. Es besteht wenig überraschend auch die Möglichkeit, die Rdio-Kontakte mit den Facebook-Freunden und Twitter-Bekannten abzugleichen. (Die Facebook-Verknüpfung gelang hier nur über die Website nicht über den Desktop-Client für Mac.) Die Aktivitäten der Kontakte sieht man anschließend in einem Stream auf der Startseite. Da lässt sich sicher noch mehr machen. Auch eine Verbindung mit Last.fm ist möglich.

Neben rara.com und dem französischen Deezer ist mit Rdio zusätzlich zum deutschen Platzhirsch Simfy (und weniger bekannten Anbietern wie Napster oder Juke) innerhalb kürzester Zeit nun ein weiterer On-Demand-Streaming-Anbieter auf dem deutschen Markt gestartet. Der Deutschland-Start von Spotify steht noch immer aus.

Rdio auf neunmusik.com:

Hypemachine Music Blog Zeitgeist streamt 2011 Alben mit Rdio und Spotify

Hypemachinezeitgeist2011

Der populäre Musikblogaggregator Hypemachine stellt wie jedes Jahr in seinem Music Blog Zeitgeist die in den Musikblogs populärsten Künstler, Alben und Songs des Jahres vor. Dieses Jahr streamt Hypebot mit dem Streaming-Anbietern Rdio und Spotify. Das heißt, dass man in Deutschland die Musik auf diesem Weg nicht anhören kann.

Noch nicht. Zumindest Rdio wird in wenigen Tagen in Deutschland an den Start gehen. Also noch bevor die Hypemachine alle Alben vorgestellt hat. Es bleibt angesichts der GEMA-Gebühren für On-Demand-Streaming abzuwarten, ob Rdio wie in den USA ein Freemium-Angebot anbieten wird oder hierzulande auf kostenlose Basis-Accounts verzichtet. Auf einen exakten Starttermin von Spotify warten wir noch.

Die Topsongs des Jahres 2011 laut Hypemachine werden in Form von DJ-Mixen vorgestellt, die auf SoundCloud gehostet sind. Zumindest diese kann man in Deutschland bereits genießen.

Streaminganbieter Rdio könnte noch im Januar 2012 in Deutschland starten

Rdio

Der US-amerikanische On-Demand-Streaming-Anbieter Rdio lädt am 12.01.2012 in Berlin gemeinsam mit dem Vice Magazine unter anderem Blogger zu einer Party in Berlin ein.

Es ist recht naheliegend, dass es sich hierbei wohl um die Launchparty von Rdio in Deutschland handeln wird. Seit November ist bereits bekannt, dass Rdio “early 2012″ nach Deutschland expandieren will.

Auf Nachfrage wollte die von Rdio beauftragte deutsche PR-Agentur uns keine Auskunft hierzu erteilen.

Das in San Francisco sitzende Rdio wurde von einem der Skype-Gründer im August 2010 gegründet. Das bisher nur in den USA verfügbare Rdio hatte im Oktober 2011 als Antwort auf Spotify kostenfreies Streaming ohne Werbung eingeführt. Bereits im März 2011 war Rdio der erste On-Demand-Streaming-Dienst, der eine eigene API (Programmierschnittstelle) einführte. Im Februar 2011 hatte Rdio in der bisher letzten Finanzierungsrunde 17,5 Millionen US-Dollar erhalten.

Das Wired-Blog Epicenter hat jüngst die Musikbestände von Spotify und Rdio verglichen und einen leichten Vorsprung von Rdio ausmachen können:

Of the top 5,000, about 44% were available on both Spotify and Rdio. 4.8% of the albums were only available on Spotify, while a further 6.8% were only available on Rdio. Overall, 56% of the albums were streamable on at least one of the services.
[..]
Spotify has a reputation for having a deeper catalog, but at least for historic critically-regarded albums, Rdio has a better selection of both popular and obscure artists. More albums in the top 5,000 were available on Rdio, and they offer exclusive access in the U.S. to huge acts like Bob Dylan, Pink Floyd, the White Stripes, and Queen.

In den letzten Tagen ist neben rara.com und Deezer auch itunes Match in Deutschland an den Start gegangen. Der Deutschlandlaunch von Spotify wird in den nächsten Tagen und Wochen ebenfalls erwartet.

Last.fm Discover will Indie Bands leichter entdeckbar machen

Last.fm versucht mit seiner neuen Webapp Last.fm Discover, es einfacher zu machen, unbekanntere Bands zu entdecken.

Venturebeat:

The app is basically a HTML5-optimized music player geared toward lesser known indie bands and music groups. Songs are sorted by more than two million user-generated tags, rather than a group of familiar genres such as rock, alternative or jazz. The service features music from over 500,000 artists. It’s currently advertisement-free and available worldwide.

iTunes Match in Deutschland: Testvertrag mit GEMA für 1 Jahr

Zum Jahresende kommen noch einige Musikdienste nach Deutschland. Nach rara.com, und am Montag folgend Deezer, ist heute iTunes Match auch in Deutschland neben Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Schweiz, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland gestartet.

heise online:

Einen Monat nach dem Start in den USA wurde das Angebot in der Nacht zum Freitag auch für Nutzer der Apple-Plattform freigeschaltet; zuvor hatte Apple neue Nutzungsbedingungen verbreitet. Die Verwendung des Dienstes kostet hierzulande knapp 25 Euro, in den USA sind es 25 Dollar.

Im Gegensatz zu Google Music und Amazon Cloud Player arbeitet iTunes Match nicht mit einem tatsächlichen Upload der lokalen Musik um sie zum Streaming zur Verfügung zu stellen, sondern mit einem algorithmischen Abgleich der lokalen Musik mit der bereits auf den Servern von Apple vorliegenden Musik dank entsprechender Lizenzen mit den Labels. Lediglich die Musik, die Apple nicht bereits auf seinen Servern vorliegen hat, wird hochgeladen.

Das erleichtert den Prozess der Inbetriebnahme enorm. Wer eine große digitale Bibliothek hat, kann mit Google oder Amazon schon einige Wochen mit dem Upload von Musik verbringen.

Die GEMA hat mit Apple für iTunes Match einen Zusatzvertrag abgeschlossen, wie heise berichtet:

Inzwischen hat ein Sprecher der GEMA gegenüber heise online bestätigt, dass Apple zusätzlich zu den im Rahmen des Bitkom-Gesamtvertrags geschlossenen Vereinbarungen vor zwei Tagen einen Zusatzvertrag für iTunes Match ausgehandelt hat. Bei dieser zunächst auf ein Jahr befristeten “Testlizenzierung” zahlt Apple eine Pauschale pro iTunes-Match-Nutzer und hat erweiterte Auskunftspflichten gegenüber der GEMA, über deren Höhe die Verwertungsgesellschaft jedoch keine Angaben machen wollte. Anhand des ermittelten Nutzungsverhaltens der Kunden will die GEMA einen dauerhaften Vertrag ausarbeiten, den sie auch anderen Unternehmen anbieten kann.

Aupeo! führt mit “The Crowd” kollektiven Musikkonsum ein

Mit “The Crowd” startet das personalisierbare Online-Radio Aupeo! eine mit Turntable.fm vergleichbare neue Funktion ein.

netzwertig.com:

Am heutigen Donnerstag startet das 2008 gegründete Berliner Startup Aupeo(siehe Kenntlichmachung am Artikel-Ende) mit “The Crowd” eine zusätzliche, “soziale” Ebene für seinen personalisierbaren Radiodienst, um Hörern ein kollektives Musikerlebnis zu ermöglichen. Während der grundsätzliche Ansatz dem Turntable.fm-Prinzip nicht unähnlich ist, verzichten die Hauptstädter erfreulicherweise auf eine zu starke visuelle und konzeptionelle Imitation und liefern stattdessen einen eigenen, in das bestehende Angebot integrierten Ansatz, wie sich lineares Onlineradio mit dem Trend des “kollektiven Web” verbinden lässt.

Da Aupeo! kein Anbieter von On-Demand-Streaming ist, fehlt natürlich das Auswählen von Tracks und damit der DJ-Faktor von Turntable.fm. Dafür sind gewisse Ähnlichkeiten zum ebenfalls in Berlin sitzenden wahwah.fm erkennbar.

“The Crowd” funktioniert über Facebook Connect. Man kann zwischen dem privaten und dem Crowd-Modus wechseln. Insgesamt ein interessant umgesetztes Feature.

Aupeo! ist in der werbefinanzierten Grundversion kostenfrei und kostet in der Premiumversion 4,95€ im Monat.

dpa über die Arbeitsweise von Aupeo!:

Der 2008 gegründete Dienst verfügt über ein Repertoire von nahezu einer Million Musikstücken. Mit Hilfe einer Technik des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT) wird jeder Titel automatisiert einer Stilrichtung zugeordnet. Dies wird dann ergänzt von einer zehnköpfigen Redaktion. Im Laufe der Nutzung werden auch die individuellen Vorlieben berücksichtigt und zur Gestaltung persönlicher Streams verwendet.

Im November 2010 hat Aupeo! eine Finanzierungsrunde in nicht bekannter Millionenhöhe abgeschlossen.

rara.com: Neuer On-Demand-Streaming-Dienst für 99 Cent die ersten 3 Monate

Mit rara.com ist überraschend ein neuer On-Demand-Streaming-Dienst an den Start gegangen. Das in London sitzende rara.com verfügt über Lizenzabkommen mit allen Majors sowie größeren Indie-Labels laut etwas übertreibender (siehe unten) Pressemitteilung.

Die ersten drei Monate gibt’s für je 99 Cent. Musikmarkt:

In den ersten drei Monaten ist das Angebot gegen Bezahlung einer Pauschalgebühr von lediglich 99 Cent erhältlich. Danach werden 4,99 Euro monatlich für den Online-Zugang und 9,99 Euro pro Monat für den Mobile-Zugang fällig. Erst einmal ist rara.com in 16 Ländern verfügbar, darunter in den USA, Großbritannien und in Skandinavien sowie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. In weiteren sieben Ländern wie Mexiko und Kanada soll der neue Dienst noch im Verlauf dieser Woche online gehen. Bis Ende 2012 will rara.com seine globale Präsenz mehr als verdoppeln.

rara.com ist eine Ausgliederung von Omnifone, das unter anderem Musikdienste von Sony und RIM (Hersteller von Blackberry) im Hintergrund betreibt. Omnifone hatte im Januar 2011 einen Lizenzvertrag mit der GEMA unterschrieben, der wohl auch für den heutigen Start mitverantwortlich ist, weil das Abkommen auch für zukünftige Streamingdienste von Omnifone gilt.Bildschirmfoto 2011 12 13 um 15 32 58

Offensichtlich ist die Pressemitteilung bezüglich der Indielabels ein wenig zu euphemistisch. Musikmarkt:

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. “Ich frage mich, wer diese angeblich ‘führenden Independent Labels’ sein sollen”, so Charles Caldas, CEO der Indie-Lizenzagentur Merlin, gegenüber dem britischen Branchenblatt “Music Week”. “Nach unserem Wissen ist keines der führenden britischen Indie-Labels an Bord, genausowenig wie Merlin und dazu gehören Labels wie Domino, Warp und Cooking Vinyl.”

Anscheinend fehlte Zeit für Verhandlungen:

That includes Rough Trade and Beggars Group and such artists as Adele, Arcade Fire and Grizzly Bear. As such, Adele is represented by only one song, from a compilation, while there are no tracks from the other two bands—or, it seems, the hundreds of other musicians represented by those labels. “Omnifone did not give Merlin time or opportunity to even make a deal,” said a spokesperson.

rara.com hat bereits eine Android-App im Angebot. iPhone soll folgen. Außerdem gibt es eine Partnerschaft mit HP, die dafür sorgen wird, dass 2012 alle HP-Geräte rara.com bereits vorinstalliert haben werden.

Aktuell können nur Labels auf rara.com vertreten sein. Künstler ohne Labels haben also Pech gehabt.

Eine API (Programmierschnittstelle), wie sie Spotify vor einigen Tagen eingeführt hat oder etwa Rdio seit längerem anbietet, hat rara.com noch nicht.

SoundTracking für Android erschienen

moment-soundtracking.jpg

Die bisher nur für iPhone verfügbare Musiksharing-App SoundTracking ist im Android Market angekommen. Besonders hervorzuhebendes Feature ist die Möglichkeit, von anderen gepostete Tracks in voller Länge via Rdio oder Spotify anzuhören:

View these shared music moments from other people, and if you like the song, play it back in full using your Rdio or Spotify app.

SoundTracking selbst bietet lediglich die 30-Sekunden-Vorschau von iTunes an. Einer der Hauptnachteile des Dienstes.

SoundTracking ermöglicht es, Freunden auf SoundTracking, Facebook oder Twitter mitzuteilen, welche Musik man gerade anhört.

Bisher auf neumusik.com: