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Google Music in Deutschland nutzen und mehr

Während Apple mit iTunes Match, das ebenfalls nur in den USA verfügbar ist, an der Zukunft des Musikkonsums arbeitet, läuft Google dem Apple von Gestern mit seinem eigenen neuen Downloadshop hinterher.

Wir hatten gestern bei unserer Vorstellung von Google Music bereits erwähnt, dass der Musik-Dienst von Google vorerst nur in den USA verfügbar ist. Carsten Knobloch erklärt auf seinem Blog, wie man mittels Proxy aus den USA doch an einen eigenen Account von Google Music kommt. Es ist lediglich notwendig, sich einmal mittels Proxy bei Google Music einzuloggen. Anschließend benötigt man keine US-IP-Adresse mehr.

Das Sharing von Songs, das über Google+ möglich ist, scheint recht kompliziert umgesetzt zu sein:

How do you share songs you already own but didn’t get from the Android Market? Unfortunately, there’s no easy way.

Das Teilen eines kompletten Songs scheint nur möglich, wenn man den Song auch gekauft hat. Anderenfalls wird ein Preview abgespielt. Insgesamt scheint das komplette Featureset sehr verwirrend umgesetzt zu sein.

Die Huffington Post hat die Features von Google Music, iTunes und und Amazon MP3 gegenüber gestellt (via):

Googlemusicitunesamazonmp3

Google Music: Download-Shop, EMI, UMG und Sony an Bord, Künstlerseiten, nur in den USA

Heute hat Google Music offiziell die closed beta verlassen. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Google Music wird leider vorerst nur in den USA verfügbar sein.
  • Universal, EMI und Sony sind an Bord. Außerdem viele kleiner Labels wie K7
  • Insgesamt sind über 1000 Label dabei.
  • 13 Millionen Tracks werden verfügbar sein, 8 Millionen sofort.
  • Google Music wird weiterhin kostenfrei bis 20.000 Songs sein.
  • Android Market bekommt einen Music Tab, in dem man Songs kaufen kann.
  • Preise für Songs werden sich in den Gefilden von iTunes bewegen: Zwischen 0,99$ und 1,29$.
  • Gekaufte Songs werden mit 320kps encodete MP3s sein. Previews sind 90 Sekunden lang.
  • Gekaufte Songs werden automatisch in Google Music auftauchen. Ähnlich wie Amazon mit seinem MP3-Shop und seinem Cloudmusik-Speicher verfährt.
  • Jeden Tag wird es „Free songs of the day“ geben.
  • Man kann Songs mit Freunden teilen. Diese können die geteilten Songs einmal(!) komplett vorhören.
  • Man kann Songs mit seinen Google+-Circles teilen. Die geteilten Songs tauchen dann in den Streams der Freunde auf:

Googlemusicgoogleplus

Google will mit exklusiven und kostenfreien Alben punkten:

  • Busta Rhymes wird sein Studioalbum exklusiv auf Google Music veröffentlichen.
  • Ganze Alben von Shakira und Pearl Jam sollen kostenlos verfügbar sein.

Das ist natürlich angesichts der Übermacht von iTunes auch notwendig.

Auch interessant: Es wird personalisierbare Künstlerseiten geben, wo Musiker ihre Inhalte selbst hochladen können. Da man darüber auch Musik im Shop verkaufen kann, scheint es eine Mischung aus MySpace und Google als Label zu werden. Es fällt eine einmalige Registrierungsgebühr von 25$ an.

 

(Informationen via The Verge)

Spotify jetzt auch in der Schweiz verfügbar

Das ging schnell. Einen Tag nach dem Österreich-Start geht der schwedische On-Demand-Streaming-Dienst Spotify jetzt auch in der Schweiz an den Start. heise über die Preise:

Wie gehabt stehen drei verschiedene Abonnements zur Wahl:“Spotify Free“ streamt die ersten sechs Monate gratis, aber werbefinanziert auf den PC; anschließend kann man monatlich 10 Stunden gratis hören. „Spotify Unlimited“ hebt diese Einschränkungen für 5 Euro respektive 6,45 Schweizer Franken (CHF) pro Monat auf.

Das Premium-Angebot schlägt mit 10 Euro/12,95 CHF zu Buche, soll bessere Klangqualität und eine größere Auswahl mitbringen, Offline-Wiedergabe unterstützen und sich auch auf dem Handy oder anderen Geräten wie Musikverteilungssystemen nutzen lassen.

Das schweizerische Musikrepertoire scheint auf Spotify noch nicht komplett erfasst zu sein.

 

Spotify erreicht den deutschsprachigen Markt

Heute morgen ist der Streaming-Service Spotify in Österreich online gegangen – zunächst jedoch nur für Facebook-Nutzer.

Die Preisgestaltung ist identisch mit jener des Rivalen Simfy. Sechs Monate kann Spotify mit einer Software am Computer (PC, Mac, Linux-Preview, 128 kbps) kostenlos und ohne Einschränkungen genutzt werden – danach gibt es ein Limit von zehn Stunden pro Monat. Wer die Werbeeinschaltungen zwischen den Liedern nicht duldet, kann sich um 4,99 Euro/Monat davon freikaufen und profitiert gleichzeitig von der besseren Soundqualität (320 kbps). Das volle Spotify-Paket bekommt man allerdings erst um 9,99 Euro/Monat: Dann darf man die Musik auch auf Smartphones (iPhone, Android, Windows Phone 7) hören und hat zusätzlich die Möglichkeit, eine Auswahl der Songs für die Offline-Nutzung auf Computer oder Handy zu speichern. Außerdem ist dann auch das Streamen auf spezielle Audio-Geräte von Sonos, Logitech u.a. möglich.

Spotify ist der erste Anbieter, der über die Facebook-Integration die OpenGraph-Implementation nach Österreich trägt. Nutzungsinformationen werden automatisiert über das Facebook-Profil gepostet. Möchte der User dies unterbinden, ist ein Opt-Out notwendig.

Update 15.11.2011, 16:00: Laut PaidContent.org steht der Start von Spotify auch in Belgien und der Schweiz kurz bevor.

Tomahawk ist der 1. playlistbasierte Musikplayer der Zukunft und er ist Open Source

Tomahawk logo

Tomahawk ist ein faszinierender neuer Musikplayer für Windows, Mac OS und Linux.  Tomahawk ist der erste Versuch einen Musikplayer zu schreiben, wie man ihn in einer Welt mit Spotify, Simfy und Soundcloud benötigt. Tomahawk setzt dafür nicht primär auf die Musik auf der Festplatte und behandelt Streams von Webradios als ein nachträglicher Gedanke.

Tomahawk ist ein Musikplayer für Playlists, für Musik aus verschiedensten Quellen, für Musikfans, für die On-Demand-Streaming zum Alltag gehört.

Die Macher über Tomahawk:

Tomahawk was born out of frustration… frustration that the most widely used media players were designed to solve problems of a different era. No longer do we need desktop music players built 10 years ago that jam in CD ripping, label makers, device syncing, into a massive wad of code that takes minutes to even launch. Freed from the shackles of having to worry about supporting legacy use cases, we were able to focus on solving a new set of problems and capitalizing on a new set of opportunities. We thought… „there has to be a better way“.

Tomahawk verwendet verschiedene sogenannte Resolver, um Musik neben der lokal abgelegten Musik abspielen zu können. Aktuell zählen dazu unter anderem:

  • YouTube
  • Soundcloud
  • official.fm
  • Jamendo
  • Grooveshark

Dank der Resolver benötigt Tomahawk nicht die Musikdateien selbst sondern nur die Metadaten. Tomahawk arbeitet mit dem XSPF-Playlist-Standard um die Musik auf jeder unterstützten Playlist, egal woher sie ist, auf den Diensten zu finden, die als Resolver hinterlegt worden sind. Hypebot:

This allows you to share and play playlists coming from friends or from somewhere on the web. After importing the playlist, the player will search for the matching music. Any content that you have available in Tomahawk will be used as the source for the song. If it doesn’t find the matching content it will skip the song. Of course, as you add more and more sources of music to the player, more music from these playlists can be played.

Bildschirmfoto 2011 10 17 um 15 16 41

Die Möglichkeiten sind dabei recht weitgehend. Evolver.fm:

At its core, Tomahawk is a tool for resolving a myriad of music sources against a local, shared, or even service-provided library. Yes, for advanced users, Tomahawk can make the iTunes charts a front-end for Spotify, Rdio’s new artist list play music from Skreemr, and so on. It’s sort of like a universal translator for music.

Besonders spannend ist das dann natürlich, wenn man User eines On-Demand-Streaming-Dienstes wie Spotify ist:

In addition to your local library and those of your friends, Tomahawk can play tracks from supported music services. If you’re a subscriber to Spotify Premium, for instance, you can connect Tomahawk to that. Essentially, all 10-million-plus songs on Spotify become part of your Tomahawk library, and can be used to play your playlists, regardless of where they come from.

Ebenfalls interessant ist das just aktualisierte Bookmarklet Tomahawklet, das aus vielen Diensten Playlists ziehen und direkt  aus dem Browser an Tomahawk senden kann. Tomahawk sucht dann auf den angegebenen Resolvern nach der in den Playlists aufgeführten Musik.

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Hier eine Auflistung der aktuell vom Bookmarklet unterstützten Webdienste:

8tracks – mixes (for songs displayed on page)

Absolute Radio – playlist

Apple – iTunes song charts

BBC – charts

Billboard – charts

Blip.fm

Deezer – playlists

Everyhit – charts

Ex.fm – profile pages (noted songs)

Fiql – playlists

Hype Machine

Last.fm – profiles and playlists

Mog – playlists

Napster – featured and genre playlists

Pitchfork -best new tracks and track reviews

Playlick – playlists

Rhapsody – playlists

Rdio – playlists

Simfy – playlists

Soundcloud – track pages (where the username = artist name)

Soundtracking – track pages and user profiles

TinyMixTapes – Chocolate Grinder pages

This is My Jam – latest Jams

Turntable.fm – rooms

Twitter (new layout) – metadata formatted as: ★ Artist Name ♫ Track Name #tomahawk

UltimateChart – top songs

World Music Charts Europe – charts

Xfm London – playlist

YouTube Disco and Music – playlists

Y! Radish – playlists

Fazit

Tomahawk steht mit der aktuellen Version 0.2.3 noch am Anfang. Man merkt der Software ihr junges Alter an. Mainstreamkompatibel ist das noch lang nicht. Zum Beispiel muss man für das Hinzufügen von Resolvern eine Zip-Datei herunterladen, entpacken und dann .js-Dateien in den Einstellungen hinzufügen. Nicht schwer, aber umständlich genug, um den Player noch in eine kleine Nische zu drücken.

Aber das Prinzip der Konzentration auf die Playlist ist das Innovativste, was ich seit langem gesehen haben. Angesichts des Aufstiegs verschiedenster On-Demand-Streaming-Dienste werden wir sicher noch viel von Tomahawk und anderen Playern hören, die in eine ähnliche Richtung gehen. Die Playlist ist das zentrale Element künftigen Musikkonsums. Auch die Tatsache, dass Tomahawk erweiterbar ist, dürfte in Zukunft noch für einige Überraschungen sorgen.

radio.de und andere Radio-Apps für Android

Radiode android

Die Webradio-Plattform radio.de ist jetzt auch als App auf Android vertreten.

mobiFlip.de hat die App getestet:

Im Programm selbst hat man die Auswahl zwischen ca. 4000 Radiosendern aus aller Welt, verschiedenen Podcasts und auch Webradios, also Sender die nur ins Web streamen. Die Bedienung erklärt sich von selbst und das Auffinden der gewünschten Sender gestaltet sich recht einfach. Auf Wunsch kann man sich auch alle Sender anzeigen lassen, die zur aktuellen Position passen.

Es gibt auch die Möglichkeit Sender als Favoriten abzulegen, oder sich mit seinem radio.de-Account einzuloggen. Zudem sucht die App Empfehlungen anhand von abgespielten Inhalten heraus und auch das Teilen an Freunde gestaltet sich einfach.

Eine iPhone-App von radio.de gibt es schon länger.

Die App findet man hier im AppMarket von Android.

Dazu passend: AndroidPIT hat fünf empfehlenswerte Radio-Apps oder radioähnliche Apps für Android zusammengestellt und verglichen.

Songkicks iPhone-App ist der beste Weg, kein Konzert mehr zu verpassen

Songkick 313x234

Songkick ist ein Dienst, über den man über Konzerte seiner Lieblingsmusiker auf dem Laufenden bleiben kann. Neben der manuellen Eingabe von Musikern können die musikalischen Vorlieben auch direkt von last.fm und Facebook importiert werden.

Songkick hat nun eine iPhone-App herausgebracht, die das Konzerteimaugebehalten noch einfacher macht:

Having tested it for a few days already, we’re happy to report that our experience with the app has been overwhelmingly positive. Songkick for iPhone (free) combines all of the information and access points, including ticketing links, from Songkick’s web version, but its slick interface arguably gives the mobile app a better look, feel, and navigational elements than you’ll find on the web version. […]

The Songkick app makes it easy to search for concerts by location, artist, or date. Its developers know that you don’t always look for concerts in the same location, so they’ve made it easier to track multiple locations and switch from one city to the next for when you’re on the move. And thanks the the app’s push notification feature, if one of your favorite bands announces a show for your location, you’ll be (among) the first to know.

Die iPhone-App erlaubt neben Last.fm und Facebook auch den automatischen Import der Musiker, deren Songs sich auf dem iPhone befinden.

Über die Möglichkeiten, die Webdienste für den Konzertbetrieb darstellen, hatte ich letztes Jahr geschrieben:  Wie Last.fm und Eventful die Nachfrage für Konzerte steigern

 

Soundtracking: Die App für den Soundtrack des Lebens

moment-soundtrackingSoundtracking ist eine noch recht junge mobile Applikation für zunächst nur
das iPhone, die bereit für Furore sorgte: 250.000 Menschen hatten die
App innerhalb von zwei Wochen nach Erscheinen im April diesen Jahres
heruntergeladen.

Soundtracking vereint die besten Aspekte von Musiktagging, Musik entdecken und Musik teilen in einer Applikation. Die Applikation erlaubt es, einen Song, den man gerade anhört, mit anderen zu teilen. Dazu kann man etwa schreiben, was man gerade macht und den Statusupdate an andere Netzwerke wie Facebook weiterleiten. Wer möchte, kann auch ein Foto zu seinem Soundtracking-Update hinzufügen. Soundtracking ist eine Art Twitter für Musik.

Die Soundtrackingupdates bieten ein 30-Sekunden-Sample des getaggten Songs und die Möglichkeit, den Song auf iTunes zu erwerben. Beides allerdings nur, wenn der Song auch auf iTunes zu finden ist. Hört man den Song auf dem iPhone, kann man die Song-Infos direkt von der iPod-App zu Soundtracking schicken. Ist das nicht der Fall, kann man den zu taggenden Song per Hand eingeben und in der Datenbank suchen. Weitaus sinnvoller aber ist die Möglichkeit, den Song direkt von der App über das Mikrofon des iPhones erkennen lassen zu können,
wie man es von Applikationen wie Shazam kennt. Soundtracking arbeitet für die Songerkennung mit Gracenote zusammen.

Wie man es von Twitter bereits kennt, kann man auch auf Soundtracking anderen Nutzern folgen und so über die Songs auf dem Laufenden bleiben, über die die Freunde stolpern.
Soundtracking könnte auch für Festivals und Clubs interessant sein. Die Nutzer können dank Integration in Soundtracking ihre Songs auch über den Location-Based-Service Foursquare verbreiten und so direkt
mit einem Ort verbinden. Die (zusätzlich mögliche) Verbreitung an Twitter und Facebook gibt den Songs noch einmal eine größere Reichweite. Soundtracking-Gründer Steve Jang erzählte TechCrunch, dass
50 Prozent der Nutzer ihre Musikmomente an Facebook und Twitter weiterverteilen.

Einzig die Möglichkeit fehlt, die von anderen Nutzern und einem selbst getaggten Songs vollständig im Stream anzuhören. Es bleibt zu hoffen, dass Soundtracking erfolgreich genug sein wird, um sich die hierfür
notwendigen Lizenzen leisten zu können. Denn bereits jetzt hat die Applikation das Zeug zu einem der essentiellen mobilen Dienste für Musiknarren zu werden.

Dieser Artikel ist leicht redigiert im Musikmarkt erschienen. Weitere Musikmarkt-Kolumnen findet man hier:

DJ-Mixe auf dem Telefon: Mixcloud bekommt eigene iPhone-App

mixcloudMixcloud, ein Dienst zum Hochladen und Anhören von DJ-Mixes, hat eine eigene iPhone-App herausgebracht:

Features of the app include: What’s Hot (based on community aggregated listening data), Categories, History and Favourites, User Profiles and Search. Additionally, there’s support for AirTunes and background streaming.

Die App ist noch ‚Beta‘ und kostenfrei herunterladbar.

Erst kürzlich hatte der Musikblogaggregator Hypemachine eine eigene iPhone-App herausgebracht. Es scheint, dass dieser Tage praktisch jeder Musikdienst eigene mobile Applikationen anbietet.

Das ist wenig verwunderlich, steigt doch der mobile Musikkonsum stetig an. Einer neuen Studie zufolge hören bereits 34% der Besitzer von Breitbandzugängen in den USA Musik über ihr Mobiltelefon:

In 2010, 34% of U.S. broadband consumers were using their mobile phone as a music player, up from 9% in 2007, according to a new Parks Associates report.

Crowdjuke nutzt Facebook um Partyplaylists für Events zu generieren

Interessantes Konzept: Das noch nicht live geschaltete Crowdjuke nutzt die Musik-Interessen auf Facebook um eine Playlist für Parties zu generieren:

Created by Facebook partner engineer Matt Kelly, the as-yet-unreleased app pulls the music preferences of friends that have RSVP’d to a particular event, then uses Rdio’s music library to create a playlist combining their tastes.

Attendees who forgot to RSVP (or just show up out of the blue) can text their preferences to a number via Twilio to have their songs added to the party playlist in near-real-time, as well.

Crowdjuke nutzt die Verbindung bei Facebook von Gästen (die auf Facebook zugesagt haben) und ihren (auf Facebook hinterlegten) Musikpräferenzen.

Crowdjuke filtert die Musik zusätzlich mit der API von The Echo Nest für Tanzbares.

Ein weiteres Beispiel dafür, warum APIs, wie die von Rdio, auch für Musikdienste wichtig sind.

Ein ähnlicher Dienst ist Youzakk:

Youzakk: Dem Publikum angemessene Musik dank Foursquare, Hunch und Spotify

Musikblogaggregator Hypemachine launcht Radio-App für iPhone

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Der beliebte Musikblogaggregator Hypemachine hat eine eigene Radio-App für das iPhone herausgebracht.

Es gibt kein On-Demand-Streaming, dafür aber diverse Stationen, die sich aus den MP3s der von Hypemachine gelisteten Musikblogs speist:

  • LATEST: freshest music posted from music blogs
  • POPULAR: a collection of the most popular music on blogs
  • RADIO SHOW: monthly highlights of music + bloggers
  • GENRE STATIONS: latest music from blogs filtered by genre
  • BLOG DIRECTORY: featuring every blog from our directory
  • MY MIX: a mix of music from blogs you watch
  • MY FRIENDS: what your social music circle is loving

Die App kostet in Deutschland 2,39€.

Die Hypemachine zeigt schon seit längerem einen der Wege für ein dezentraleres Radio-Verständnis auf und macht dieses Konzept mit der iPhone-App noch einmal deutlicher.

Siehe auch zur Hypemachine:

Android-App Jukefox shuffelt Musik sortiert nach Ähnlichkeit

Die kostenfreie Android-App Jukefox ist eine Art Pandora (oder auch wie Mufin aus Berlin, das auch eine Android-App anbietet) für die lokale Musiksammlung:

Jukefox takes the music already on your device, organizes it by which tracks are similar to each other, and shuffles only similar music together. That way, you still hear music you know and like, but without the inherent downsides of shuffling your entire music library

DropTunes macht aus Dropbox-Ordnern mit MP3s Playlisten

droptunes2

Dropbox ist eine beliebte Anwendung, um online Dateien abzuspeichern und zwischen Rechnern zu synchronisieren.

DropTunes macht nun aus Ordnern mit MP3s in Dropbox eine Playlist, die man bequem anhören kann. Oder anders gesagt: Man bekommt online eine Musikplayeroberfläche für in Dropbox abgelegte MP3s.

Im HTML5-Modus kann DropTunes weitere Formate abspielen:

DropTunes has two modes – Flash and HTML5. In Flash mode, only mp3 files can be played, whereas in HTML5 mode, file support extends to m4a, ogg, and wav files.

Wer Dropbox für private Dateien benutzt, sollte vielleicht eher Abstand von DropTunes halten:

It is also worth mentioning that DropTunes asks you to enter your email and password directly into their service, so if you use Dropbox for personal or private files, you may want to think twice about using this service.

Cloud Drive und Cloud Player: Amazon startet eigenen Onlinemusikspeicher

Apple und Google bereiten ihre Onlinemusikspeicherdienste noch vor, Amazon hat sein Angebot eben gestartet: Amazon Cloud Drive, Amazon Cloud Player for Web und Amazon Cloud Player for Android.

Im Gegensatz zu dem was mancherorts vermeldet wird, ist Amazon Cloud Drive auch in Europa abrufbar. Zumindest über Amazon.com und zumindest bestätigt in Schweden und hier in Deutschland (bei mir laufen sowohl Cloud Drive als auch Cloud Player). Man kann das neue Amazon-Angebot unter www.amazon.com/clouddrive aufrufen.

5 Gigabyte sind kostenfrei. Danach geht es ab 15€ für 20GB gestaffelt los. (Aktuell geht es auch sehr viel günstiger. Siehe Ende des Artikels.) Spiegel Online hat die Preisliste und vergleicht sie unter anderem mit der von Dropbox.

amazon-cloud-drive

Das Cloud-Drive-Angebot ist praktisch ein simpler Cloudspeicherdienst. Zusätzlich kommt der Cloud Player als spezieller Musik-Unterdienst hinzu. Online-Speicherung und Abruf, sprich Streaming, von Musikdateien wird damit erleichtert.

Für digitale Vielkäufer von Musik ist auch interessant, dass bei Amazon gekaufte Musik automatisch zum Cloud Drive hinzugefügt wird und nicht zu Lasten des verfügbaren Speichers geht.

Neben dem Cloud Player und einer App für Android bietet Amazon auch mit dem Amazon MP3 Uploader ein kostenfreies Upload-Programm auf Basis der AIR-Runtime an. Der Upload von Musik gestaltet sich mit diesem Programm als erheblich einfach.

amazon-mp3-uploader

Das interessanteste und schwerwiegendste Manko dürfte sein, dass Amazons Cloud Player nicht auf iOS, also iPhone, iPad und iPod Touch, funktioniert:

it appears that Amazon may simply be blocking the mobile version of Safari from playing back songs through Cloud Player. When you attempt to load the player, you get a warning that the browser isn’t supported. But you can continue anyway and everything seems like it may be fine. But when you click “Play” nothing happens.

Für Android existiert eine eigene App. Für iOS fehlt sie. Möglicherweise hängt das mit den neuen Subscription-Regeln für Apples App Store zusammen. (Apple verlangt 30 Prozent für In-App-Verkäufe von Content-Abonnements und verlangt für Abo-Angebote, die auch über Apps abrufbar sind, dass sie zu gleichen Konditionen In-App an Kunden angeboten werden. Noch ist unklar, ob das auch auf Angebote wie das hier besprochene zutrifft.)

amazon-cloud-player

Also, ein spektakuläres Angebot? Ein gutes Angebot, aber revolutionär oder spektakulär ist es aktuell nicht:

I can’t think of a reason not to use Amazon’s service, especially since its freemium pricing model gives you 5 gigabytes of storage, gratis.

But I also can’t imagine it fundamentally changing the way anyone consumes music: If you buy digital music, it might make you ever-so slightly inclined to buy it from Amazon, because the file won’t count against your storage limits. But stuff you buy from iTunes, which dominates the market, will work just fine, too.

And if you acquire music through other means, there’s no reason to stop doing that — Amazon doesn’t care where the file came from, as long as it’s in a format it supports. To put a fine point on it: Amazon doesn’t encourage music piracy. But it doesn’t discourage it, either.

Dieser Aussage würde ich mich für die heutige Inkarnation des Cloud Drive anschliessen.

Aber: Meine Prognose ist, dass Amazon über kurz oder lang aus dem Cloud Drive eine Plattform macht, die quasi eine Art AWS für Endkonsumenten darstellt und mittels APIs von Startups integriert werden kann. Man denke etwa an leichte Transfermethoden von Dateien von externem Dienst zu Cloud Drive und in die andere Richtung. Oder man denke auch an Apps zur Bearbeitung von im Cloud Drive abgelegten Dateien (ähnlich Box.net) oder Clients für den Zugriff auf dort abgelegte Dateien (Innovative Musikplayer für verschiedenste Plattformen etwa).

Da Amazon mit S3 und AWS allgemein bereits für den B2B-Bereich Erfahrung in der Bereitstellung von Onlinespeicher und Rechenpower im großen Stil sammeln konnte, sehe ich kein Argument, warum Amazon mit Cloud Drive nicht zum neuen Intermediär für diesen Bereich auch auf der B2C-Seite werden kann. Amazon kann zumindest auf Kostenseite/Preise für die Endkonsumenten aufgrund enormer Skaleneffekte punkten. Kein zu unterschätzender Aspekt.

Mittel- bis langfristig kann das enorme Auswirkungen nicht zuletzt auf den Sektor der Onlinemusikspeicher- und Streamingdienste haben. Apple und Google dürften sich also jetzt beeilen, um nicht zurück zu fallen.

Interessant ist auch, dass Amazon keine Lizenzvereinbarungen mit Labels für den Speicherdienst getroffen hat. Wie ich meine, zu recht:

„We don’t need a license to store music. The functionality is the same as an external hard drive,“ according to Craig Pape, director of music at Amazon. But not everyone agrees. Sources tell Hypebot that Warner Music Group is particularly upset by Amazon’s unlicensed launch and considering how to react. WMG, may however, find that other labels aren’t ready to join them in a fight with Amazon. „It’s about time someone did this and we’re just glad its not Apple,“ one label source shared privately. „It will push other negotiations forward.“

Im Zusammenhang mit Google Music hatte ich mich vor einiger Zeit gefragt, warum Labels für Streaming von bezahlten Musiksammlungen nochmal bezahlt werden wollen.

Ceter Networks erklärt, wie man aktuell für 0,69$ an einen 20GB-Account für ein Jahr kommt (via):

The Amazon Cloud Drive service comes with 5GB of storage at no cost. You can upgrade to 20GB for $20/year, 50Gb for $50/year and up to 1TB for $1,000/year. If you purchase a MP3 album on Amazon, you get a one-year upgrade to the 20GB level for free.

Here’s how to get the upgrade to 20Gb for only $0.69 — purchase the Trouty Mouth Glee album on Amazon. If Glee isn’t your cup of tea, you could purchase a Beethoven album for $0.89.

Weitere Artikel zum Thema anderenorts:

youarelistening.to: Ambientmusik von SoundCloud + Polizeifunk von LA

Das ist mal ein kreatives Mashup: youarelistening.to spielt auf SoundCloud gehostete Ambientmusik ab und mischt diese mit Polizeifunk aus LA, Montreal oder anderen Städten.

youarelisteningto

Das Ergebnis erinnert ein Stück weit an die Space Night.

(via Boing Boing)

Hypemachine jetzt auch mit ununterbrochenem Playback auf iPhone und co.

Der Musikblog-Aggregator Hypemachine ermöglicht ab sofort über die Website ununterbrochenes Playback auch auf iPad, iPhone und iPod Touch (iOS 4.x+).

Das ist auch interessant vor dem Hintergrund, dass Last.fm seine mobile Streaming-Angebote kostenpflichtigmacht.

Seit Dezember 2010 bietet die Hypemachine unter anderem auch Genre-Streams an, die mit Last.fm-Daten kategorisiert werden:

Serendipitous music discovery is a wonderful thing, and our Latest page has always been great for that. But for those not brave enough to plunge into uncharted music (yet), we’ve added some categories to help you on your way. We use last.fm’s user-generated tags for this, and we think they’ll encourage you to click through into something you weren’t looking for.

8 Websites für Downloads von GEMA-freier kostenloser Musik

Das Loadblog hat eine gute Liste von Websites zusammengestellt, die Downloads von GEMA-freier kostenloser Musik bereitstellen.

Neben Incompetech, das ich hier bereits vorgestellt hatte, und Musopen, dass mit Crowdfunding gemeinfreie klassische Musikaufnahmen finanziert und bereitstellt, finden sich in der Liste auch Klassiker wie ccmixter.org, das unter dig.ccmixter.org einen übersichtlichen Zugang zu Musik mit Podcast-freundlichen Lizenzen und Lizenzen für die freie kommerzielle Nutzung anbietet.

Das Loadblog stellt insgesamt vier Sites vor, die kostenfreie Musik für kommerzielle Nutzung bereitstellen, und vier Sites, bei denen die kostenlose Nutzung der Musik auf Nichtkommerzielles beschränkt ist.

Last.fm: Mobile Radiofunktion nur noch für zahlende Kunden

Last.fm schränkt sein Angebot weiter ein. Ab den 15. Februar wird die Radio-Funktion in den mobilen Applikationen (iPhone, iPod, etc., gilt auch für Sonos und co.) nur noch bezahlenden Kunden offen stehen. Das Radio auf der Website bleibt kostenfrei nutzbar. Der Grund liegt in den verschiedenen Refinanzierungsmöglichkeiten:

On the Last.fm website an ad-supported, free-to-listeners model is what supports our online radio services in the US, UK and Germany. In other markets and on emerging mobile and home entertainment devices, it is not practical for us to deliver an ad supported radio experience, but instead, we will migrate to what we believe is the highest quality, lowest cost ad-free music service in the world.

User, die bereist seit vielen Jahren auf last.fm sind, bekommen eine kostenfreie Drei-Monats-Abonnement zum Testen der Premium-Funktionen. Man hofft wohl so, die Entrüstung der Community geringer zu halten.

Last.fm ist eines der größten und ältesten Streaming-Angebote und Musik-Angebote im Web allgemein. Seit der Übernahme von Last.fm durch CBS 2007 haben sich die Neuerungen oder gar Innovationen im Frontend in Grenzen gehalten. Stattdessen entfernt oder beschneidet last.fm seit Jahren einzelne Features.

Da Last.fm dank der Scrobble-Daten auf einer Daten-Goldmine sitzt, ist das ausgesprochen bedauerlich.

simfy macht Desktop-Player kostenfrei verfügbar

simfy

Simfy ändert die Aufteilung zwischen den freien und kostenpflichtigen Teilen seines Angebots. Ab sofort ist der Desktop-Player (Win, Mac und Linux) nicht mehr nur Premium-Usern vorbehalten:

Ab sofort steht unter www.simfy-player.de die Musik-Software kostenlos und legal zum Download zur Verfügung. Durch jüngste Verhandlungen wurde das Musikrepertoire deutlich ausgebaut. Damit können Musikfans auf nicht weniger als 8 Millionen Songs jederzeit zugreifen. Mit dem neuen simfy Player können nun alle Nutzer des Musikportals das gesamte Angebot bequem hören. Bislang konnten diesen Komfort nur die Premium-User von simfy nutzen.

Vergleiche zum Ansatz des in den verfügbaren Ländern erfolgreichen Spotify bieten sich an:

Es ist unvermeidlich, einmal mehr eine Parallele zum schwedischen Musikdienst Spotify zu ziehen. Zum einen erinnert simfys Desktopclient optisch sogar noch mehr an Spotify als an iTunes[..], zum anderen gehört die Verfügbarkeit einer Desktop-Software vom ersten Tag an zu den Erfolgsmerkmalen von Spotify. Der Service aus Stockholm bietet gar keine browserbasierte Oberfläche.

Privater Musikserver Streeme: selbst gehostet, Open Source & HTML5-basiert

Streeme ist ein privater Onlinemusikspeicher ähnlich wie man es von tunesBag oder Mufin kennt. Der große Unterschied aber: Streeme betreibt man auf dem eigenen Webspace.

Streeme setzt dafür auf die gängigen Technologien:

The application is built with PHP, uses MySQL for storing the data and makes use of the FFMPEG library for transcoding media.

Streeme can get the music collection from any folders or it can use the iTunes XML file. After that, you can navigate music by genre, albums, artists or songs and see the latest additions.

Streeme ist kostenlos, Open Source und das Frontend ist HTML5-basiert. Streeme kommt also ohne Applikationen aus und läuft neben den Desktop-Betriebssystemen so theoretisch nicht nur auf iPhone und iPad sondern auch auf Blackberry, Android und webOS.

streeme

(via Max Winde)