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Wie entwickeln sich die Apps auf Spotify?

Im Dezember habe ich für Musikmarkt einen Überblick über die neue Plattform von Spotify geschrieben.

Mittlerweile können erste Bilanzen zu den Spotify-Apps gezogen werden. GigaOm berichtet erfreuliche Zahlen:

Moodagent’s app, which offers instant mood-based playlists, has seen about 500,000 unique visitors since its launch on Spotify, according to the company’s head of communications Casper Falbe, who also gave me the following tidbits: “More than 60% of the visitors keep coming back to use Moodagent, but what’s most impressive is that 43% of the users have been active making playlists more than 200 times each.”

Soundrop’s genre-based chat room app has seen a total of 265,590 unique visitors since December 20. “We’ve had almost 32700 tracks added, 2.4 million tracks played,” Soundrop representative Thomas Ford told me via email, adding: “Soundrop users have played music for a total of 7453 days, 5 hours, 47 minutes and 20 seconds.” He also said that retention has been very good, with 30 percent of all users coming back within one day and 50 percent coming back within two days.

ShareMyPlaylists.com has seen between 6,000 and 10,000 unique visitors per day for its Spotify app. “This has resulted in a 200% increase in new members to our site and a huge 400% increase in playlists uploaded to ShareMyPlaylists.com,” according to the company’s CEO Kieron Donoghue, who also credits Spotify as as being a big contributor to a major milestone: “This week we’ve hit 1 million playlist generated by our Playlist Generator,” Donoghue told me.

Hier der Musikmarkt-Text:

Spotify macht ein Facebook und wird zur Plattform für Apps

Das Social Network Facebook hat 2007 seine Webplattform für Applikationen von Dritten geöffnet. Nicht zuletzt dank der Öffnung zur Plattform wurde das Netzwerk erfolgreich. Auf und mit Facebook wurden Dinge wie etwas Spiele möglich, die bei Konkurrenten wie den VZ-Netzwerken noch lange Zeit fehlen sollten. Es ist mittlerweile auch im Web ein geflügeltes Wort: Wenn du im großen Stil erfolgreich sein willst, musst du zur Plattform werden.

Spotify, das vor wenigen Wochen in Österreich und der Schweiz gestartet ist, ist dem Plattform-Ruf nun ebenfalls gefolgt. Eine neue Welt des Experimentierens öffnet sich hiermit, weil viele kleinere Entwickler ohne ein solche Plattform nicht oder nur auf illegalem Wege Zugang zu Musik haben. Soundrop etwa bringt ein Gruppenerlebnis zu Spotify, das dem von Turntable.fm ähnelt. Guardian und Rolling Stone verbinden Musikreviews mit der besprochenen Musik in ihren Apps. Die App von Songkick zeigt Konzerte basierend darauf, wo man wohnt und welche Musik man auf Spotify hört. Billboard und andere bilden sofort anhörbare Charts in ihren Apps ab. Moodagent bietet Playlists für verschiedene Launen. Ein Entwickler plant eine App, die automatisch Gitarrenakkorde des gerade laufenden Songs anzeigt, sofern diese verfügbar sind.

Nicht alle sind begeistert von dem ersten zaghaften Schritt von Spotify in Richtung Plattform: Einige Beobachter bedauern, dass Spotify-Apps nichts anderes als Webapplikationen innerhalb eines sehr eingeschränkten Webbrowsers im Spotify-Client sein können. Auch hier lohnt sich aber wieder der Blick auf Facebook: Dieses hat 2007 mit seinem ersten Schritt Richtung Plattform das Gleiche gemacht: ‘Ihr dürft Apps bei uns bauen, aber sie finden nur auf unserer Seite statt’. Mittlerweile hat Facebook sein Angebot stark erweitert und auf Facebook aufsetzende Webapplikationen können auf Websites abseits von Facebook laufen. Die gleiche Entwicklung wird Spotify irgendwann gehen: Im Idealfall wird irgendwann jede Website, die mit Musik zu tun hat über eine Spotify-Verbindung diese auch direkt auf der Site abspielen können. Vorausgesetzt natürlich, die Labels, die ihre Tracks an Spotify lizenzieren, erlauben diese Entwicklung.

Spotify ist in der Entwicklung hin zur Plattform nicht allein: Der nur in den USA verfügbare Konkurrent Rdio hatte im März 2011 ebenfalls Programmierschnittstellen für Entwickler bereitgestellt. Während Rdio seine Entwickler am Erlös von neu abgeschlossenen Premiumkonten beteiligt, können Entwickler bei Spotify noch nichts verdienen. Die beiden Dienste werden nicht die letzten Musikentwicklungsplattformen im Netz sein, aber sie könnten die erfolgreichsten werden: Im Plattformgeschäft gewinnt, wer früh ein attraktives Gesamtangebot für Endnutzer und Entwickler bietet. Anschließend schaukeln die zwei Seiten sich gegenseitig hoch. Facebook, aber auch Apple oder Microsoft können ein Lied davon singen.

Weitere Musikmarkt-Kolumnen

Nokia MixRadio auf Lumia800 vorinstalliert

Nokia wird auf seinen neuen Lumia800-Telefonen, den ersten mit Windows Phone 7, auch eine Musik-App vorinstalliert mitliefern. Dieses App ähnelt Pandora:

The Finnish mobile giant has partnered with The Echo Nest to deliver the service, using its technology to recommend music to Nokia Lumia owners based on their musical preferences. The small browser app works with your tastes, generates a profile based on your favourite tracks and artists and will then generate personalized radio stations for you to enjoy.

The service is integrated into Nokia’s updated Music app, which will also include an MP3 store, live concert recommendations and 100 stations programmed by what Nokia calls ‘music experts and influencers’.

The Echo Nest hatte erst kürzlich eine Kooperation für Musikapps mit dem mittlerweile in Auflösung begriffenen EMI verkünden können.

(via Eric Eitel)

 

Blondie benutzte Ban.jo, um mit Fans in Kontakt zu kommen

Ban.jo ist eine neue mobile App, die Menschen unterwegs vernetzen will. Der Anbieter versucht unter anderem, es Musikern einfacher zu machen, mit Fans in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

Nach einem Testlauf mit Blondie startet Ban.jo jetzt mit der Beta für weitere Bands und Musiker. Noch kann nicht jeder Musiker die App verwenden. Der Anbieter arbeitet zunächst nur mit wenigen Musikern/Bands zusammen.

hypebot:

Ban.jo provides a native mobile app for the iPhone and Android that gathers location updates from multiple social networks, such as Foursquare and Facebook, for what they call „social discovery“ at specific locations in real time. Users are able to find new friends, discover what’s happening at a particular spot and connect across social networks.

Ban.jo has been working with Blondie to connect with fans as they tour in support of their recent album release, „Panic of Girls“. Uses included:

Announcing Marc Jacobs pop-up store where they signed albums during NY Fashion Week;

Giving away VIP tickets including backstage passes for Highland Ballroom show in Manhattan; and,

Connecting with fans in LA at Club Nokia show and Tonight Show appearance.

 

 

Songs von EMI mit Gewinnbeteiligung in Apps integrierbar

theechonest.gif

Sehr gute und interessante News von EMI: Das Plattenlabel kooperiert mit The Echo Nest für ‚OpenEMI‘ und stellt Teile des eigenen Backkatalogs App-Entwicklern gegen Gewinnbeteiligung zur Verfügung:

This tie-up with The Echo Nest is part of EMI Music’s OpenEMI initiative, focused on digital innovation and improving and streamlining the music licensing process for new digital applications in a way that is flexible and adaptive for developers.

The Echo Nest and EMI have created a ’sandbox‘ for application developers, hosted and managed by The Echo Nest, which offers developers creative briefs and opportunities to collaborate on building apps for EMI’s artists including Gorillaz, Pet Shop Boys, Tinie Tempah, Professor Green, Eliza Doolittle, Chiddy Bang, The Japanese Popstars and many more to follow.

Revenues are shared between developers and rightsholders, and EMI will handle all licensing and clearance requirements, and marketing of the apps.

The developer sandbox also includes access to The Echo Nest’s massive repository of music information, including over five billion data points about music, and one-of-a-kind developer tools including dynamic playlist APIs, open source audio fingerprinting, audio analysis, and remix software.

App-Entwickler erhalten so Zugriff auf über 12.000 Songs aus EMIs Backkatalog. EMI erhält 60 Prozent aus den Einnahmen, die restlichen 40 Prozent teilen sich The Echo Nest und der App-Entwickler. TechCrunch:

As part of the new initiative, Echo Nest and EMI have created a sandbox that offers developers creative briefs and a chance to play around in EMI’s bullpen of about 12,000 songs. Only 2K of these are from the general catalog, but precleared content will be offered from artists like Gorillaz, Pet Shop Boys, Professor Green, and several more. The pair have also worked out a standardized fee for these songs, which will see the label take 60 percent of net revenue, with the remaining 40 percent split between Echo Nest and developers, though Echo Nest says that developers should see the majority of that money.

Entwickler können sich für einen API-Key registrieren und App-Konzepte einreichen. Die Apps werden dann von EMI freigegeben (oder eben nicht).

The Echo Nest hatte zuletzt im Oktober 2010 7 Millionen US-Dollar erhalten.

Musikapp-Hersteller Smule erhält 12 Millionen US-Dollar

Der Musikapp-Hersteller Smule hat 12 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten, die VentureBeat berichtet:

Smule is the company behind the I am T-Pain autotune app, Ocarina, a very early hit on the iPhone, Glee Karaoke, and many more.

[..]

Smule’s free-to-play Magic Piano app has been downloaded to more than 5 million iOS devices, and more than 200 million songs created on Smule products have been shared on the Smule Sonic Network.

 

radio.de und andere Radio-Apps für Android

Radiode android

Die Webradio-Plattform radio.de ist jetzt auch als App auf Android vertreten.

mobiFlip.de hat die App getestet:

Im Programm selbst hat man die Auswahl zwischen ca. 4000 Radiosendern aus aller Welt, verschiedenen Podcasts und auch Webradios, also Sender die nur ins Web streamen. Die Bedienung erklärt sich von selbst und das Auffinden der gewünschten Sender gestaltet sich recht einfach. Auf Wunsch kann man sich auch alle Sender anzeigen lassen, die zur aktuellen Position passen.

Es gibt auch die Möglichkeit Sender als Favoriten abzulegen, oder sich mit seinem radio.de-Account einzuloggen. Zudem sucht die App Empfehlungen anhand von abgespielten Inhalten heraus und auch das Teilen an Freunde gestaltet sich einfach.

Eine iPhone-App von radio.de gibt es schon länger.

Die App findet man hier im AppMarket von Android.

Dazu passend: AndroidPIT hat fünf empfehlenswerte Radio-Apps oder radioähnliche Apps für Android zusammengestellt und verglichen.

AUPEO! stellt iPad-App mit Buffering-Options vor und verlost drei Streaming-Abos für ein Jahr

Vergangene Woche stellte das Berliner Unternehmen AUPEO! seine iPad-App vor und erweiterte damit das App-Portfolio, das bislang iPhone, Android und Symbian abdeckte. Ein klarer Marktvorteil, mit dem AUPEO! bereits jetzt an den Start geht: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist der Streaming-Service weltweit verfügbar. Grund genug für neumusik.com, sich die App genauer anzuschauen.

Optisch ist die App schlicht und unüberladen aufbereitet. Navigation und Bedienung sind somit sehr einfach und intuitiv, wie der Screenshot zeigt.

Screenshot
Songs lassen sich bewerten („Love“/“Ban“); es stehen ausreichend Stations zur Auswahl, man kann Mood und Genre auswählen, oder eben den Artist. Bei letzterem werden in last.fm-Manier ähnliche Artists eingestreut. Die Bewertung der Tracks fließt in die persönliche AUPEO! „Musik DNA“ des Hörers ein, und wird als Teil des Profils Basis für die künftige Random-Auswahl der Playlisten.

Wie andere Streaming-Services auch, setzt AUPEO! auf ein Fremium-Modell. In der kostenlosen Basis-Variante kann der Nutzer in den verschiedenen Channels Musik hören. Gefällt der Track nicht, kann man zum nächsten skippen. Allerdings nicht unbegrenzt, denn nach wenigen Skips ist ein Limit erreicht, und es wird Werbung eingeblendet.

Hier kommt der Vorteil des Premium-Abos zum Zuge: Zahlende Nutzer können Tracks überspringen, ohne Werbeunterbrechungen fürchten zu müssen. Der zweite entscheidende Unterschied: die Klangqualität.

Bei mobilem Zugriff wird in Low Bandwidth in AAC-Format gestreamt. Nutzt man dagegen WLAN, kommt der Abonnent eines Premium-Accounts in den Genuss von 192 kbps MP3s, während der kostenlose Account lediglich 128 kbps bietet. Ein technisches Schmankerl ist die Pufferoptimierung bei mobiler Nutzung, die auch Aussetzer in der Verbindung überbrückt, beispielsweise in der U-Bahn. Mein gestriger Schnell- und Härtetest auf der Moselstrecke der DB zwischen Andernach und Trier zeitigte leider mehr Aussetzer als Musik – wobei man AUPEO! hier zugute halten muss, dass dort keinerlei ernsthafte Online-Arbeit möglich ist. Aber: Der Nutzen der Funktion wurde im (langen) Tunnel bestens ersichtlich. Auch dort erreichte der laufende Björk-Track dank Pufferung meine Ohren in normaler Qualität.

Für erhöhte Klangqualität und fehlende Werbung zahlt der Nutzer eines Premium-Accounts 4,95 € im Monat oder 49,95 € im Jahr.

Schön wäre, wenn durch Anbindung einer externen Mobile-Promotion-App mehr Informationen als lediglich die Darstellung des aktuellen Covers verfügbar wären. Ein Konzept, das ich übrigens für den nächsten konsequenten Schritt der App-Entwicklung halte: Apps unterschiedlicher Quellen (Hersteller/Anwendungsbereiche), die sich als Module ergänzen und aufeinander aufbauen, im Unterschied zu einer Beschränkung auf In-Apps.

Die AUPEO! iPad-App ist ideal gerade für die Nutzung mit WLAN, unterwegs müssen zwangsläufig qualitative Kompromisse getroffen werden, um ein stabiles Streaming zu gewährleisten. Kürzere Aussetzer sind mit AUPEO! jedoch kein Problem mehr. Erst, wenn man an den grundsätzlichen Voraussetzungen fürs Streaming kratzt, kommt auch die AUPEO!-App nicht mit – aber HiRes-Audio dürfte wohl niemand ernsthaft erwarten.

AUPEO! CTO Steffen Holly zum Anspruch der App:

„Bei der neuen iPad App nutzen wir konsequent alle Vorteile der gerätetypischen Bedienung und die Möglichkeiten des Displays, um dem Nutzer durch das intuitive Erleben das beste Erlebnis zu bieten. Gleichzeitig orientiert sich auch alles am Gesamtkonzept von AUPEO!, der HTML5-Website und an den aktuellen Smartphone-Versionen. Mit diesem Fokus auf den Nutzer und die verschiedenen Geräte, verfolgen wir konsequent unsere Vision von einem plattformübergreifenden und komfortablen Service zur Musikentdeckung, simply Personal Radio.“

Das beste für die neumusik-Leser: AUPEO! hat uns (vielen Dank!) drei Premium-Abos für jeweils ein Jahr zur Verfügung gestellt, um sie an unsere Leser zur verlosen. Die ersten drei, die uns ihre Email-Adresse und ihren AUPEO!-Nutzernamen mitteilen, erhalten jeweils ein Premium-Abo der iPad-App im Wert von 49,95 €.

Also:

  1. bei AUPEO! anmelden;
  2. Mail an wolfgangsenges [ät] neumusik [dott] com mit Eurer Email-Adresse & AUPEO!-Nutzernamen senden;
  3. auf Antwort warten.

Die Gewinner werden anschließend als Update des Artikels hier bekannt gegeben.

[UPDATE]

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner sind Anita MölleringStefen Niemeyer und Konrad Lauten. Damit sind die kostenlosen Abos vergeben und wir wünschen den Gewinnern viel Spaß mit AUPEO! im kommenden Jahr.

Björk fordert Hacker zur Portierung ihres App-Albums “Biophilia” auf

Dass Björk ein ganzes Album als App-Sammlung gestaltet, in der jede App einen Song repräsentiert, ist mittlerweile hinlänglich bekannt.

Der innovative Schritt hin zu einem völlig neuen Song-Container, einer Mutter-App, ist mehr als zeitgemäß, eher konsequent – schließlich gibt es für fast alles eine App, wie wir wissen. Andererseits beschreibt Scott Snibbe, der Lead Developer des Teams um Björk, dies gerade als einen Schritt zurück.

[..] if you look at what the app offers an artist, it’s what music offered people before recording. It’s actually the primordial experience of music.

Recorded music that is delivered to your home, and you just listen passively, is a new invention in the 20th century. Before vinyl records, sheet music was the music delivery platform. That was the app of the 19th century.

You’d get this app, which was the sheet music, and then you’d play it with your family — you’d play it longer, you’d play it shorter, you’d change the words, you’d laugh — that’s what we’re going for. I think what we’re doing is maybe old-fashioned, rather than new: making music interactive again. It’s letting people have their own personal experience with the album and even change it to experience it fresh every time they play with it.

Das Album gilt als totgesagt, und es ist die Wiederbelebung eines alten Konzepts. Mancherorts wird gar thematisiert, ob und inwiefern die Notwendigkeit des genauen Hinhörens und Hinschauens dem Erfolg entweder im Wege steht… oder der intensiven Beschäftigung mit Musik Vorschub leistet. Etwas, das leider auch mit Peter Gabriels Xplora1 seinerzeit nicht wirklich geglückt ist. Nicht bei allen Konsumentengruppen. Bei weitem nicht.

Äußerst spannend und mindestens ebenso innovativ wie Björk’s App-Album Biophilia sind nun die letzten Äußerungen von ihr im Interview mit Drowned in Sound. Denn, manch Android nutzender Björk-Fan wird von dem Fakt der ausschließlichen Verfügbarkeit auf iOS bitter enttäuscht gewesen sein.

Der Lösungsansatz von Björk erinnert an Trent Reznor, der (anonym) seinen Fans hoch qualitatives, Broadcast-fähiges Material zum Erstellen eines eigenen Films zur Verfügung gestellt hat. Björk hat mit ihren Entwicklern nach eigener Aussage für gut portierbaren Code gesorgt. Die eigentliche Adaption und Ausführung dieser Aufgabe überlässt sie jedoch wieder der Crowd, genauer: den Piraten und Hackern. Im Interview sagt Björk:

“I’m not supposed to say this, probably, [..] but I’m trusting that the pirates out there won’t tie their hands behind their back.”

She added that compatibility was an issue her app designers had been made aware of:

„That’s why we really made sure when we wrote all the programs that they will transfer to other systems.“

Und wieder wird sie ihrem Anspruch gerecht. Ein Maximum an Interaktivität zu erreichen, nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit dem Code, dem technologischen Bestandteil ihrer Kunst. Theoretisch ist dies nicht nur eine indirekte Aufforderung zur Portierung, sondern zur Weiterentwicklung der Apps.

Interessant in Sachen Portierung wäre es, wenn neben nativen Android-, Windows- oder Blackberry-Varianten insbesondere auch HTML5 in Erscheinung treten würde. Damit wären die Hardware-Grenzen zumindest aufgeweicht.

SoundCloud mit eigener App für den Mac App Store

soundcloud logo

SoundCloud setzt die Tradition der zügigen Präsenz auf buzz-erzeugenden Plattformen fort und veröffentlichte zum Start des Mac App Stores eine Applikation für eben diesen. Die Belohnung für diese (sinnvolle) Praktik: Die SoundCloud-App wird im Mac App Store in der „What’s Hot“-Sektion empfohlen.

Die Funktionen der kostenfreien Desktop-App umfassen das erwartbare Feature-Spektrum:

Features:
– Record: capture your sounds right in the app and upload to your SoundCloud account in no time.
– Listen to, favorite and manage your exclusive and incoming tracks in one place.
– Browse and search any sound
– Create playlists and saved searches

Eine Einschränkung hat die App gegenüber dem Browser:

Only tracks that have been made available for 3rd party applications will be accessible via SoundCloud Desktop. To change your settings, go to your track settings (pen icon above the waveform) and enable Apps.

Was der Mac App Store für Musiker bedeutet

Gestern startete Apple seinen Mac App Store. Synthtopia hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht, was der Mac App Store für Musiker (mit Macs) bedeuten könnte.

Günstige Musikapplikationen:

The Mac App Store promises to create a huge market for inexpensive music software.

There aren’t a lot of great $5-10 music apps for a good reason: there’s been no trusted place to buy them and there’s been no way to sell them profitably.

Synthtopia hat die zugrundeliegenden Kostenstrukturen recht gut erkannt:

Minimal up front costs, no packaging costs, no distribution costs and 70% of the profits mean that there are going to be 50,000 apps in the Mac App store within a year. Apple’s got 600,000 registered developers contemplating Mac app development, right now.

Niedrige Kosten und Preise sorgen auch für neue Arten von Applikationen:

More interesting, though, will be the arrival of a new generation of powerful music applications in the $10-50 range. The next Propellerhead Reason, the next Ableton Live, the next Native Instruments Komplete will probably come from a company that sees the opportunity for creating mass market “prosumer” music apps.

The Mac App Store will also encourage the creation of new types of music apps: album apps, priced like music albums, but offering new ways to experience music.

Für windowsnutzende Musiker: Windows 8 wird aller Voraussicht nach ebenfalls mit einem App Store kommen.

(via Tanith)