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Deutsches Netlabel sammelt 1000€ für Vinylpressung von CC-Album in 5 Tagen

aaahh records sammelt für die Vorfinanzierung eines Vinyl-Release des Albums „roadkill“ von der für Netaudioverhältnisse populären Musikerin „Entertainment for the Braindead“ Kapital auf der deutschen Crowdfunding-Plattofm startnext.de. Obwohl die Musik bereits unter einer CC-Lizenz kostenfrei veröffentlicht wurde, konnten bereits über 1.000 Euro in den ersten fünf Tagen eingesammelt werden.

Insgesamt will man 5.000 Euro für das Release einsammeln.

Crowdfundingplattform PledgeMusic startet in Deutschland

PledgeMusic, eine auf den Musikbereich spezialisierte Crowdfundingplattform, ist jetzt in Deutschland gestartet.

lifesoundsreal.de:

Die amerikanische Musik-Crowdfounding-Plattform PledgeMusic startet nun auch auf dem deutschsprachigen Markt. Das neue Portal bietet Künstlern die Möglichkeit, Aufnahmen, Tourneen und sonstige Projekte unabhängig von den klassischen Strukturen zu finanzieren und gleichzeitig eine engere Bindung zu ihren Fans aufzubauen.

Das Besondere an PledgeMusic liegt unter anderem in der Möglichkeit, Künstlern wie auf Twitter zu folgen. So können langfristige Beziehungen zwischen Fans und Musiker auf der Plattform aufgebaut werden, auf der die Musik finanziert wird.

Kickstarter hat in 4 Jahren über 36 Millionen $ für Musik eingesammelt

Robert Douglass, der Organisator der Open Goldberg Variations, hat die Geldsumme aller erfolgreichen Musikprojekte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter aus den letzten 4 Jahren zusammengezählt:

In total, in roughly 4 years, Kickstarter has poured a staggering $36,075,878.78 into music projects. Over the 10 categories that Kickstarter lists – Indie Rock, Rock, Country, Pop, Jazz, Classical, World, Hip Hop, and Electronic – Indie and Rock come out on top, raising over $6 and $5 million respectively. Classical, the object of my interest, has received a respectable $1.5 million. 

Insgesamt wurden 6.984 Musikprojekte erfolgreich über Kickstarter finanziert.

Welches Label kann da mithalten?

Musikerin Amanda Palmer sammelt in 3 Tagen über 340.000 US-Dollar über Crowdfunding ein

Die Musikerin Amanda Palmer hat über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter innerhalb von 3 Tagen über 340.000 US-Dollar eingesammelt. Die ursprüngliche Summe von 100.000 US-Dollar, die sie für die Finanzierung der Produktion eines Studioalbums einsammeln wollte, erreichte sie innerhalb von 6 Stunden.

Zusätzlich führt Palmer mit Loanspark ein neues Projekt ein:

Also, with this project, Amanda announced a new project called Loanspark, which is kind of like a Kickstarter, but as a loan, where the money gets paid back (assuming it’s made up) and the „interest“ isn’t monetary, but creative. This is definitely for larger amounts, but you can see the listing of options, which include things like getting a home concert (or for a charity) or a work of art created by Amanda. Who knows if anyone will take her up on it, but it’s another interesting idea worth watching.

Amanda Palmer hatte vor Jahren bereits ihr erstes Album selbst finanziert und ihre Fanbasis selbst aufgebaut. Nach einem kurzen Zeitraum bei einem Majorlabel ist sie heute wieder labelfrei.

Das Kickstarter-Projekt läuft noch 29 Tage.

2011 flossen via Kickstarter über 19 Mio. $ in über 3600 Musik-Projekte

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat ihre Zahlen für 2011 veröffentlicht und  auch 2011 war Musik wieder die zweitgrößte Kategorie. Die Zahlen:

Music
$19,801,685.21 pledged
3,653 successful projects
260,178 backers

Das heißt also, dass 2011 über Kickstarter über 19,8 Millionen US-Dollar in 3653 Projekte geflossen sind. Kickstarter stellt damit die meisten US-Labels in den Schatten. (Ein direkter Vergleich der Investitionsgrößen wäre interessant.)

Auf neunetz.com habe ich ein paar Worte über Crowdfunding und Kickstarter geschrieben.

all2gethernow: #a2n_werkstatt (7. September) und Wahl der Referenten fürs #a2n_camp (4./5. November)

Wenn auch nicht mit beständiger Sichtbarkeit, so aber mit kontinuierlich stattfindenden Veranstaltungen hat die all2gethernow zuletzt ihr Programm fortgeführt. Der Katalog an Spin-Offs hat an Umfang gewonnen und ist gleichzeitig etwas unübersichtlich geworden:

  • #a2n_camp
  • #a2n_werkstatt
  • #a2n_salon
  • #a2n_CONNECT
  • #a2n_live

Bereits vier jeweils monatlich stattfindende Themenabende (#a2n_salon) fanden in diesem Jahr statt; zusätzlich dazu wurden Workshops zu verschiedenen Aspekten des Do-It-Yourself-Business durchgeführt. Die unter dem Titel #a2n_CONNECT laufende Reihe verbindet bezeichnenderweise die a2n mit Partnerveranstaltungen, die als Gastgeber der Workshops fungieren – als Rahmen dienten hierbei bislang das Future Music Camp in Mannheim und die c’n’b in Köln.

Der nächste #a2n_CONNECT-Workshop zum Thema „Collaboration & Cooperation“ wird nun am 7. September innerhalb der #a2n_werkstatt präsentiert werden.

Wurde die #a2n_werkstatt im letzten Jahr noch gemeinsam mit der Konferenz, dem #a2n_camp ausgerichtet, entschied sich der Verein in diesem Jahr für eine Trennung. Zum einen bietet die #a2n_werkstatt damit innerhalb der Berlin Music Week den einzigen Praxis-Schwerpunkt für in der Kreativwirtschaft Tätige an, in erster Linie für Musiker. Außerhalb der Dachmarke „Berlin Music Week“ wird ein ergänzendes Programm an Workshops vom Zertifikatsstudiengang DigiMediaL an der Universität der Künste Berlin flankierend zur #a2n_werkstatt angeboten.

Zudem wurde das Angebot des Artist Coachings vom letzten Jahr erweitert um 17 praxisorientierte Workshops.  Das Programm beinhaltet ein reichhaltiges Angebot an Themen wie Video-Produktion, Crowdfunding, GEMA/Creative Commons, Mobile Promotion, Gründung einer Event Location, Touring, Lizenzierung, Label-Verträge bis hin zur Musik auf mobilen Devices.

Das Artist Coaching dagegen nutzt das bekannte Jury-Konzept, um ausgewählten Künstlern, die sich mit einem Song per Soundcloud-Dropbox bewerben, Ratschläge zur weiteren Entwicklung und Karriere zu geben. Die Jurys setzen sich aus bekannten Professionals wie Bookern, Redakteuren und Label-Experten zusammen: u.a. Lars Lewerenz (Audiolith), Sascha Kösch (de:bug), Esther Rieger (Peter Rieger Konzert Agentur), Neffi Temur (Urban/Universal Domestic Vertigo), Tim Renner (Motor Music) und Yessica Yeti (unclesally*s).

Nur kurz nach der #a2n_werkstatt startet der offizielle Vorlauf zum #a2n_camp, das am 4. und 5. November während der BerMuDa ebenfalls in Berlin stattfindet. Wie in den Jahren zuvor, stehen im Vordergrund  StartUps, Independents, Indie-Artists und Freelancer. Das Programm wird zugunsten eines stärker in sich geschlossenen Angebots im Vergleich zum Vorjahr eingegrenzt. Ziel ist auch eine deutlich verbesserte Unterstützung von Referenten und Besuchern beim Networking.

Interessant dürfte vor allem das ambitionierte Crowdfunding-Projekt der a2n sein. Gemeinsam mit startnext aus Dresden wird noch im September ein 4-wöchiges Crowdfunding zur Teilfinanzierung des #a2n_camp gestartet.

Schon jetzt können auf der all2gethernow-Website Referenten und Themen vorgeschlagen werden. Anschließend werden vom 9.-12. September die meist gewünschten Speaker gewählt, die von der Community während der Crowdfunding-Phase finanziert werden.

[Anmerkung: Als Mitarbeiter der all2gethernow ist Wolfgang Senges für das Crowdfunding-Projekt verantwortlich. Die Entwicklung des Projekts wird von ihm auf neumusik.com als Case Study begleitet.]

Erfahrungsbericht: Nur 1,3% der Fans beteiligten sich an Crowdfunding

Caren Kelleher hat auf Digital Music News ihre Erfahrungen aus einem Kickstarter-Projekt zusammengefasst, mit dem sie als Managerin für die Band The Lighthouse and the Wahler über 10.000 $ erfolgreich eingesammelt hat. Unter anderem interessant ist die Beteiligungsrate der Fans:

Just 1.3% of The Lighthouse and the Whaler’s online fans contributed to our Kickstarter campaign – a good response rate were it a traditional direct marketing campaign.  But few DIY bands would know that to be normal.  The consequence is that many will look at their Facebook or MySpace fan counts and overestimate how much money they can raise.

Dieser Prozentsatz entspricht auch ungefähr der Aufteilung zwischen Free und Premium bei Freemium-Angeboten. Ähnliche Verteilungen lassen sich auch bei „Bezahl was du willst“ etc. beobachten. Das ist nicht zwingend schlecht: Entscheidend ist, was unter dem Strich herauskommt. Ein bis zwei Prozent der Fans mit Crowdfunding mobilisieren kann mehr bringen als den traditionellen Weg zu gehen.

Zusätzlich dürfte diese Zahl auch stark davon abhängig sein, wie gut die Musiker mit ihren Fans auf Facebook, Twitter, etc. vernetzt sind. Sprich also: Wie einfach sie ihre Fans erreichen und mobilisieren können.

Weitere Erkenntnisse von Kelleher sind die Bedeutung größerer Geldgeber und die Tatsache, dass Fans Einfluss wollen, keine Gimmicks:

Consider a sample of thirty recently-successful music projects on Kickstarter.  In comparing the number of backers against pledge packages selected and dollars raised, it turns out that 30% of funding came from backers that did not select merchandise packages to match their pledge amounts.  In other words, one-third of each successful Kickstarter project came from fans that either didn’t want stuff, or bought it separately on their own.  It turns out that superfans simply aren’t that motivated by merch.

 

Crowdfunding: 10.000 erfolgreiche Projekte auf Kickstarter, 3.110 davon Musikprojekte

Auf neunetz.com habe ich schon darauf hingewiesen, dass das US-amerikanische Kickstarter 10.000 erfolgreich finanzierte Projekte verzeichnen kann:

Über 60 Millionen US-Dollar wurden von Kickstarter mittlerweile insgesamt eingesammelt und verteilt.

Spannend ist auch, dass von den über 790.000 Geldgebern über 110.000 mehr als ein Projekt unterstützt haben. Die wiederkehrenden Unterstützer sind sogar für 28% der eingesammelten Gesamtsumme verantwortlich.

3.110 davon sind Projekte aus dem Musikbereich:

Successful projects by category large

SellaBand: 2010 16 Acts und 2011 bereits sieben Acts erfolgreich finanziert

Sellaband logo

SellaBand, die Crowdfunding-Plattform für Musiker, wurde Anfang 2010 von einem in München sitzenden Team übernommen. Seit dieser Zeit konnte das Angebot einige erste Erfolge verzeichnen.

Im Jahr 2010 haben 16 Acts die Finanzierung ihrer Projekte auf SellaBand erfolgreich abgeschlossen. Deutsche, erfolgreich finanzierte Acts sind zum Beispiel Wildcat (Projektseite) und My First Robot (Projektseite).

Die Erfolgsrate scheint auf SellaBand zu steigen: 2011 haben bereits sieben Acts die Finanzierung von Alben etc. erfolgreich mit SellaBand abschliessen können.

SellaBand arbeitet nicht mit einer zeitlichen Begrenzung des Crowdfunding, wie Kickstarter und die deutschen Plattformen Startnext und mySherpas etwa. Das halte ich persönlich für einen Fehler. Unter anderem sind deswegen aktuell über 4600 aktive Projekte auf SellaBand, davon 296 aus Deutschland, zu finden. Es könnten wohl wesentlich mehr Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, wenn ein gewisser Zeitdruck auf allen Seiten aufgebaut wird.

Update: Wie in den Kommentaren erwähnt, arbeitet SellaBand mittlerweile mit einer zeitlichen Begrenzung von 12 Monaten. Das erscheint mir als Zeitrahmen aber zu großzügig, um Zeitdruck bei den Unterstützern aufzubauen. (Was wohl auch nicht das Hauptziel der Begrenzung ist.) Auch ist die zeitliche Begrenzung auf den Projektseiten nicht ersichtlich. Schade. Da liegt noch Potential. /Update

SellaBand-CEO Michael Bogatzki scheint aktuell auf einer kleinen Interview-Tour zu sein. Dem Institut für Kommunikation in sozialen Medien erzählte er unter anderem für das ‚Handbuch Crowdfunding‘:

Die holländische Sängerin Hind konnte für ihr neues Album innerhalb von zehn Tagen 40.000 Euro funden. Die Band Public Enemy schaffte mit 75.000 US-Dollar für ihr letztes Album die bisher höchste Summe, die für ein Projekt je zusammen kam.

Im Interview mit Medial Digital erzählte der SellaBand-CEO:

Generell sind wir für alle Genres offen. Besonders gut funktionierte es aber in der Vergangenheit für Pop, Rock, Alternative, Singer-Songwriter. Dreiviertel der abgeschlossenen Fundings kommen aus diesen vier Genres.

[..]

Wir haben jetzt 63 Fundings abgeschossen, darunter sind 47 Album-Produktionen. Der Rest sind beispielsweise Promotions oder Five-Track-Produktionen.

Siehe zum Thema auch:

Crowdfunding 2010

Der folgende Artikel ist in der Februar-Ausgabe des Musikmarkt erschienen. Erst nach Abgabe des Textes ist mir aufgefallen, dass ich ausgerechnet die deutsche Crowdfunding-Plattform Sellaband vergessen hatte zu erwähnen.

~

kickstarter-bleuAuf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter haben 2010 über 1.140 Musik-Projekte ihre Finanzierung erfolgreich abschließen können.

Crowdfunding ist ein verhältnismäßig neues Phänomen, das sich aktuell anschickt, Wellen zu schlagen. Auf einer Crowdfunding-Plattform können interessierte Macher – Musiker, Kreative, Startup-Gründer – ihre Projekte vorstellen und um finanzielle Unterstützung werben. Unterstützer können Fans, Brüder im Geiste oder potentielle Kunden der künftigen Startups sein. Wird die vom Projektmacher benötigte Summe im vorgegebenen Zeitrahmen, der meist um die 30 Tage beträgt, erreicht, findet die Crowd-Finanzierung statt. Die anonyme Masse wird zum Fremdkapitalgeber.

Auf diesem Weg haben 2010 über 1.140 Musiker verschiedenste Projekte von den Ausgaben für CDs und Verpackung über professionelle Musikaufnahmen bis hin zur kompletten Albumproduktion über Kickstarter erfolgreich finanziert. Aber was erhalten dabei die im Vorfeld zahlenden Fans? Je nachdem, wie viel der einzelne Fan bereit ist zu geben, kann er vom T-Shirt oder dem Album bis hin zur signierten LP oder einem Abendessen mit dem Musiker die verschiedensten Dinge zurückerhalten. Was der Fan für wie viel bekommt, bestimmen die Musiker selbst.
Die Kunst für die Musiker liegt damit also auch darin, den potentiellen kapitalgebenden Fans nicht nur das Projekt sondern auch die einzelnen persönlichen Dankeschöns schmackhaft zu machen.

Der Singer-Songwriter Bleu etwa kochte Drei-Gänge-Menüs für seine Unterstützer oder spielte in deren Wohnzimmern. Mit Erfolg: Statt der geforderten 8.000 US-Dollar erhielt er insgesamt 39.000.

Über diese neue Form der Finanzierung können auch ungewöhnliche, anders kaum tragfähige Musik-Projekte gefördert werden. Musopen lässt Orchester klassische Musikstücke aufnehmen und stellt diese Aufnahmen anschließend gemeinfrei zur Verfügung. Über Kickstarter wollte man dafür 11.000 US-Dollar einsammeln. Musopen erhielt am Ende stattdessen über 68.000 US-Dollar.

Mit Kickstarter vergleichbare deutsche Plattformen sind Startnext und mySherpas. Wie bei Kickstarter wird auch auf diesen Plattformen die Summe erst ausgezahlt, wenn die vorgegebene Höhe auch erreicht wurde.Während Startnext sich auf kulturelle und kreative Projekte beschränkt, steht mySherpas jeder Art von Projekten offen.

Mehr Informationen zum Thema:
Kickstarter: www.kickstarter.com/
Musopen: http://www.musopen.org/
Startnext: http://startnext.de/home.html
mySherpas: http://www.mysherpas.com/

80 Millionen US-Dollar: Crowdfunding in der Musikbranche und darüber hinaus

Paid Content hat eine Übersicht zum aktuellen Stand von Crowdfunding veröffentlicht. Demnach haben die verschiedenen Crowdfunding-Plattformen in den USA mittlerweile über 80 Mio. $ für Projekte einsammeln können.

Paid Content geht auch auf die Bedeutung von Crowdfunding für die Musikbranche ein:

In music, which has long been enamoured with the fan-funding model, recognisable names like Cornershop, The Subways, Gang Of Four and Funeral For A Friend are amongst the big acts employing the model through PledgeMusic. Marillion and Idlewild have done it themselves independently. Public Enemy financed its last effort through Sellaband.

(Hinter den Links findet man Hintergrundinformationen zu den Künstlern und ihren Crowdfunding-Projekten.)

“We’ve been witnessing first hand the struggles of the independent artist,” says Jamie Lokoff of FeedTheMuse.net, an artist-funding site started out of Lokoff’s Philadelphia recording studio, itself bootstrapped using borrowed cash in May 2009. “The music industry is in such a state of disarray, with no real concrete answer, that we felt it important to at least get our hat in the ring, to be part of the solution.”

(via Leander Wattig)

Weitere Artikel zum Thema:

Crowdfunding-Plattform SellaBand startet in Japan

Die deutsche Crowdfunding-Plattform für Musikprojekte SellaBand startet in Japan unter der Adresse sellaband.jp.

In der Pressemitteilung heißt es unter anderem:

Nach den bereits etablierten deutsch- und englischsprachigen Portalen wurde eine japanische Version gelauncht. Damit ist SellaBand die erste und bislang einzige Musik-Crowdfunding-Website in Japan. Sellaband.jp ist nicht nur in japanischer Sprache gehalten, sondern trifft auch in den technischen Features und im Design die Vorlieben des dortigen Marktes. So führt sellaband.jp die Funding-Projekte in Yen und fokussiert sich auf den in Japan sehr starken Mobile Markt. Dazu kommt die Integration der japanischen Social-Media-Plattform Mixi.

Crowdfunding: 2010 gab es mehr als 1.140 erfolgreiche Musik-Projekte auf Kickstarter

Kickstarter berichtet, dass sie 2010 mehr als 1.140 erfolgreich finanzierte Musikprojekte auf ihrer Crowdfunding-Plattform verzeichnen konnten. Das heißt, über 1.140 Musikprojekte haben die vorgegebene Summe oder mehr von Unterstützern im Vorfeld einsammeln können. Eine bemerkenswerte Anzahl. Alle erfolgreichen Kickstarter-Musikprojekte kann man auf dieser Seite einsehen.

Als erfolgreichstes Projekt im Bereich Musik stellt Kickstarter den Musiker Bleu vor. Der Singer-Songwriter wollte 8.000 US-Dollar über Crowdfunding erhalten und bekam am Ende über 39.000 US-Dollar. Kickstarter über Bleus Crowdfunding-Projekt:

The singer-songwriter, who has toured with John Mayer and written songs for the Jonas Brothers and Hanson, among others, came to Kickstarter after dealing with the type of red-tape only the music industry (or US gov’t) could serve up. But prior setbacks couldn’t hold Bleu from getting his solo music to his fans. Rather than simply using Kickstarter as a way to fund his latest record, Bleu took it to another level — cooking three-course meals for fans, playing in backers living rooms, playing special birthday songs and even collaborating with backers on new material. Bleu did it all, and he did it well.

Musopen, das Projekt, das gemeinfreie klassische Musikaufnahmen erstellt, bekam über Kickstarter über 68.000 US-Dollar zur Finanzierung seiner Vorhaben.

Public Enemy finanzierte sein neues Album über Sellaband ebenfalls mit Crowdfunding und erhielt auf diesen Weg 75.000 US-Dollar.

Public Enemy: Neues Album dank Crowdfunding mit Sellaband

Public Enemy werden ein neues Album aufnehmen, vorfinanziert von den Fans über die deutsche Musik-Crowdfunding-Plattform Sellaband.

Auf Sellaband heißt es dazu:

Heute, am 28. Oktober 2010 um 16:11h investierte der letzte von sage und schreibe 1.178 Believern die finalen Parts in das neue Album-Projekt von Jungs. Scheint so, als müssten unsere HipHop-Urväter mal wieder ran und den Kaminsims entrümpeln, um Platz für den nächsten Award zu schaffen. Denn 75.000$ über Fans zu funden – Yeeah bwooy, das ist absoluter SellaBand-Rekord!

„Wir sind der Plattform Ende letzten Jahres beigetreten, um ein einzigartiges Album für unsere Fans zu realisieren. Wir wollten neue Wege gehen und mit einer größeren Anzahl an Gastmusikern arbeiten, als man das sonst vielleicht von uns gewöhnt ist“, so der überwältigte Chuck D. „Das bedurfte natürlich eines größeren Budgets. Letztendlich haben unsere Believer aber an das Projekt geglaubt und uns unfassbar supportet. Daher ein riesig großes Dankeschön an all unsere Fans.“

Das Ziel von Public Enemy war ursprünglich höher:

Public Enemy made headlines in October of last year when it announced it was using Sellaband – a platform that turns fans into investors – to seek $250,000 by the end of 2009 for a fan-funded album and marketing plan.

Public Enemy hatte im Februar auch Unterstützer wieder verlieren. Billboard mutmaßte seinerzeit:

Why did the band fail to meet its fundraising goal? The problem may have been that every high-priced option was anchored to a $25 CD and a $10,000 deluxe package with no affordable options between. The second-cheapest option offers a CD, the investor’s name in the CD booklet and the opportunity to buy a second CD at half-price. A fan would understandably expect more for a $100 investment.

Public Enemy stellte im April den Crowdfunding-Plan entsprechend um:

We have learned that the fan funding model is still not fully developed and, as a result, a $250,000 fund raising effort, while possible, will take too long to accomplish.

[..]

We also have reached the conclusion that we will no longer include expenses for sales and marketing in our fund raising budget and goals.

As a result of our SellaBand experience and all that we have learned, we now believe that a $75,000 fund raising target will fulfill the needs for a new recording project and is much more appropriate for the strength of the existing SellaBand model and the current economic climate.

Sellaband existiert seit 2006, musste im Februar 2010 Insolvenz anmelden. Seit der Insolvenz wird Sellaband als GmbH mit Sitz in München weiterbetrieben.

(via VisualBlog)