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re/spin importiert Playlists von Last.fm und Spotify in Rdio

Mit re/spin lassen sich Playlists von Last.fm und Spotify in Rdio importieren.

Playlistportabilität wird ein wichtiges Thema in den nächsten Jahren werden. Die Streamingdienste haben keinen Anreiz, die Playlists ihrer Nutzer exportierbar zu machen. Je mehr Zeit eine Nutzerin in ihre Playlists gesteckt hat, desto größer ist der Lock-In in den Dienst, bei dem sie die Playlists angelegt hat.
Dritte Parteien wie re/spin von Adam Campbell können hier Abhilfe schaffen.

Last.fm Discover will Indie Bands leichter entdeckbar machen

Last.fm versucht mit seiner neuen Webapp Last.fm Discover, es einfacher zu machen, unbekanntere Bands zu entdecken.

Venturebeat:

The app is basically a HTML5-optimized music player geared toward lesser known indie bands and music groups. Songs are sorted by more than two million user-generated tags, rather than a group of familiar genres such as rock, alternative or jazz. The service features music from over 500,000 artists. It’s currently advertisement-free and available worldwide.

AUPEO! stellt iPad-App mit Buffering-Options vor und verlost drei Streaming-Abos für ein Jahr

Vergangene Woche stellte das Berliner Unternehmen AUPEO! seine iPad-App vor und erweiterte damit das App-Portfolio, das bislang iPhone, Android und Symbian abdeckte. Ein klarer Marktvorteil, mit dem AUPEO! bereits jetzt an den Start geht: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist der Streaming-Service weltweit verfügbar. Grund genug für neumusik.com, sich die App genauer anzuschauen.

Optisch ist die App schlicht und unüberladen aufbereitet. Navigation und Bedienung sind somit sehr einfach und intuitiv, wie der Screenshot zeigt.

Screenshot
Songs lassen sich bewerten („Love“/“Ban“); es stehen ausreichend Stations zur Auswahl, man kann Mood und Genre auswählen, oder eben den Artist. Bei letzterem werden in last.fm-Manier ähnliche Artists eingestreut. Die Bewertung der Tracks fließt in die persönliche AUPEO! „Musik DNA“ des Hörers ein, und wird als Teil des Profils Basis für die künftige Random-Auswahl der Playlisten.

Wie andere Streaming-Services auch, setzt AUPEO! auf ein Fremium-Modell. In der kostenlosen Basis-Variante kann der Nutzer in den verschiedenen Channels Musik hören. Gefällt der Track nicht, kann man zum nächsten skippen. Allerdings nicht unbegrenzt, denn nach wenigen Skips ist ein Limit erreicht, und es wird Werbung eingeblendet.

Hier kommt der Vorteil des Premium-Abos zum Zuge: Zahlende Nutzer können Tracks überspringen, ohne Werbeunterbrechungen fürchten zu müssen. Der zweite entscheidende Unterschied: die Klangqualität.

Bei mobilem Zugriff wird in Low Bandwidth in AAC-Format gestreamt. Nutzt man dagegen WLAN, kommt der Abonnent eines Premium-Accounts in den Genuss von 192 kbps MP3s, während der kostenlose Account lediglich 128 kbps bietet. Ein technisches Schmankerl ist die Pufferoptimierung bei mobiler Nutzung, die auch Aussetzer in der Verbindung überbrückt, beispielsweise in der U-Bahn. Mein gestriger Schnell- und Härtetest auf der Moselstrecke der DB zwischen Andernach und Trier zeitigte leider mehr Aussetzer als Musik – wobei man AUPEO! hier zugute halten muss, dass dort keinerlei ernsthafte Online-Arbeit möglich ist. Aber: Der Nutzen der Funktion wurde im (langen) Tunnel bestens ersichtlich. Auch dort erreichte der laufende Björk-Track dank Pufferung meine Ohren in normaler Qualität.

Für erhöhte Klangqualität und fehlende Werbung zahlt der Nutzer eines Premium-Accounts 4,95 € im Monat oder 49,95 € im Jahr.

Schön wäre, wenn durch Anbindung einer externen Mobile-Promotion-App mehr Informationen als lediglich die Darstellung des aktuellen Covers verfügbar wären. Ein Konzept, das ich übrigens für den nächsten konsequenten Schritt der App-Entwicklung halte: Apps unterschiedlicher Quellen (Hersteller/Anwendungsbereiche), die sich als Module ergänzen und aufeinander aufbauen, im Unterschied zu einer Beschränkung auf In-Apps.

Die AUPEO! iPad-App ist ideal gerade für die Nutzung mit WLAN, unterwegs müssen zwangsläufig qualitative Kompromisse getroffen werden, um ein stabiles Streaming zu gewährleisten. Kürzere Aussetzer sind mit AUPEO! jedoch kein Problem mehr. Erst, wenn man an den grundsätzlichen Voraussetzungen fürs Streaming kratzt, kommt auch die AUPEO!-App nicht mit – aber HiRes-Audio dürfte wohl niemand ernsthaft erwarten.

AUPEO! CTO Steffen Holly zum Anspruch der App:

„Bei der neuen iPad App nutzen wir konsequent alle Vorteile der gerätetypischen Bedienung und die Möglichkeiten des Displays, um dem Nutzer durch das intuitive Erleben das beste Erlebnis zu bieten. Gleichzeitig orientiert sich auch alles am Gesamtkonzept von AUPEO!, der HTML5-Website und an den aktuellen Smartphone-Versionen. Mit diesem Fokus auf den Nutzer und die verschiedenen Geräte, verfolgen wir konsequent unsere Vision von einem plattformübergreifenden und komfortablen Service zur Musikentdeckung, simply Personal Radio.“

Das beste für die neumusik-Leser: AUPEO! hat uns (vielen Dank!) drei Premium-Abos für jeweils ein Jahr zur Verfügung gestellt, um sie an unsere Leser zur verlosen. Die ersten drei, die uns ihre Email-Adresse und ihren AUPEO!-Nutzernamen mitteilen, erhalten jeweils ein Premium-Abo der iPad-App im Wert von 49,95 €.

Also:

  1. bei AUPEO! anmelden;
  2. Mail an wolfgangsenges [ät] neumusik [dott] com mit Eurer Email-Adresse & AUPEO!-Nutzernamen senden;
  3. auf Antwort warten.

Die Gewinner werden anschließend als Update des Artikels hier bekannt gegeben.

[UPDATE]

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner sind Anita MölleringStefen Niemeyer und Konrad Lauten. Damit sind die kostenlosen Abos vergeben und wir wünschen den Gewinnern viel Spaß mit AUPEO! im kommenden Jahr.

Last.fm: Mobile Radiofunktion nur noch für zahlende Kunden

Last.fm schränkt sein Angebot weiter ein. Ab den 15. Februar wird die Radio-Funktion in den mobilen Applikationen (iPhone, iPod, etc., gilt auch für Sonos und co.) nur noch bezahlenden Kunden offen stehen. Das Radio auf der Website bleibt kostenfrei nutzbar. Der Grund liegt in den verschiedenen Refinanzierungsmöglichkeiten:

On the Last.fm website an ad-supported, free-to-listeners model is what supports our online radio services in the US, UK and Germany. In other markets and on emerging mobile and home entertainment devices, it is not practical for us to deliver an ad supported radio experience, but instead, we will migrate to what we believe is the highest quality, lowest cost ad-free music service in the world.

User, die bereist seit vielen Jahren auf last.fm sind, bekommen eine kostenfreie Drei-Monats-Abonnement zum Testen der Premium-Funktionen. Man hofft wohl so, die Entrüstung der Community geringer zu halten.

Last.fm ist eines der größten und ältesten Streaming-Angebote und Musik-Angebote im Web allgemein. Seit der Übernahme von Last.fm durch CBS 2007 haben sich die Neuerungen oder gar Innovationen im Frontend in Grenzen gehalten. Stattdessen entfernt oder beschneidet last.fm seit Jahren einzelne Features.

Da Last.fm dank der Scrobble-Daten auf einer Daten-Goldmine sitzt, ist das ausgesprochen bedauerlich.

Last.fm integriert simfy

Seit einiger Zeit können auf Last.fm nur noch 30-sekündige Vorschauen von Songs direkt abgespielt werden. Dank einer Kooperation mit dem deutschen simfy ändert sich das nun; mehr oder weniger:

Ab sofort verlinkt Last.fm auf den Song-Sites auf die entsprechende Song- bzw. Albumseite auf Simfy, wo man den jeweiligen Song komplett abspielen kann.

Eine ähnliche Kooperation ist Last.fm auch mit dem Musikblogaggregator Hypemachine eingegangen. Last.fm verlinkt auf Suchen nach den Songs auf der Hypemachine.

Ebenso wie bei der Hypemachine geht die Kooperation auch in die andere Richtung: Simfy-User können ihre Songs bei Last.fm scrobbeln (protokollieren).

lastfm-simfy-hypem

Wie Last.fm und Eventful die Nachfrage für Konzerte steigern

Einer der interessantesten Aspekte des Internets ist die Schaffung von Nachfrage in Nischen, die selbige profitabel machen kann, das Phänomen des Long Tails.

Besonders bei Konzerten können Webdienste enorm dabei helfen, Nachfrage zu erzeugen. Zwei Beispiele:

last-fm-logo

Last.fm bietet mit den Event-Empfehlungen personalisierte Empfehlungen auf Basis der von Last.fm protokollierten angehörten Musik.

Das heißt, die Nutzer hören ihre Musik auf ihren Rechnern, Last.fm protokolliert diese und informiert dann über Auftritte von Musikern in der Heimatstadt, die man selbst anhört. Die Empfehlungen können auch via iCal und anderen Formaten direkt in Kalender importiert werden.

Automatisch über potentiell zum eigenen Musikgeschmack passende Konzerte informiert werden, erhöht die Wahrscheinlichkeit des Besuchs von Konzerten.

eventfulEventful ist eine Site für lokale Events. Man kann sich über verschiedene Wege auf Eventful über demnächst stattfindende Veranstaltungen in der eigenen Stadt informieren. Ein spannendes Feature von Eventful ist Eventful Demand. Fans können damit auf Eventful ‚verlangen‘, dass ihr Lieblingsmusiker oder ihre Lieblingsband in ihrer Stadt auftreten. Andere Fans und Musiker können dann sehen, wie viele Fans einer Stadt nach Musiker XY verlangen.

Eventful Demand wird heute in den meisten Städten noch nicht sonderlich intensiv genutzt. Man stelle sich aber Eventful oder einen ähnlichen Dienst vor, der von vielen Personen regelmäßig genutzt wird, um eigene Wünsche kundzutun: Selbst kleinste Bands könnten dann Nachfrage nach Konzerten in Städten auf der ganzen Welt identifizieren und, was mindestens ebenso wichtig ist, lokale Konzertveranstalter leicht davon überzeugen, dass ein Auftritt profitabel sein kann, wenn eine große Anzahl an Nutzern Interesse bekundet hat.

Etwas, das heute mehrheitlich auf Schätzungen basiert und besonders bei Nischen mit sehr viel Risiko behaftet sein kann, wird etwas berechenbarer und alle Beteiligten können dadurch besser gestellt sein.

Das sind nur zwei Beispiele, wie Webdienste im Musikmarkt Transaktionskosten senken und so Angebot und Nachfrage näher zusammenbringen können.