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Umsatz von simfy ist 2012 um 400 Prozent gestiegen

simfy, von dem am Wochenende bekannt wurde, dass die verbliebenen Gründer das Unternehmen verlassen, kann 2012 zumindest keine schlechten Trends vorweisen, wie  simfy-CEO Gerrit Schumann im Interview mit netzwertig.com zeigt:

2012 war für uns insgesamt ein sehr, sehr gutes Jahr, was unsere Kernmetriken im Vergleich zum Vorjahr anbetrifft: Der Umsatz stieg um mehr als 400 Prozent, der Verlust wurde um 85 Prozent verringert, die Zahl der zahlenden Abonnenten nahm um 500 Prozent zu und die Kündigungsquote konnte um 60 Prozent reduziert werden. Entsprechend sehe ich auch die Aussichten für simfy mehr als optimistisch. Absolute Zahlen werden wir voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte nächsten Jahres bekannt geben können.

Im Frühjahr nächsten Jahres sollen neue mobile Apps erscheinen.

simfy trägt auch bereits anderweitig in der Branche Früchte: Mit endore.me hat Tobias Schiwek, vor seinem Abgang Vice President of Business Development von simfy, einen Inhalteaggregator für Musiker und Musikfans geschaffen.

Simfy beschränkt kostenfreien Zugang auf 2 Monate

Das Blog von simfy vermeldet heute:

simfy Free Nutzer hören nach wie vor bis zu 2 Kalendermonate jeweils 20 Stunden kostenlos. simfy Free Nutzer, die länger als 2 Monate dabei sind, können alle Songs für 30 Sekunden anspielen.

Damit gibt Simfy das Feld zugunsten der neuen Marktteilnehmer wie zum Beispiel Spotify auf, welches, zumindest noch, ein zeitlich unbegrenztes kostenfreies Angebot bietet.

Warum hat Simfy keine innovative Lösung, wie etwa zum Beispiel eine Radiokomponente mit Radiolizenz entwickelt, um mit einem kostenfreien umfangreichen Angebot einen effektiven Graben rund um das eigene Geschäft ziehen zu können?

Stattdessen Rückzug. 30-Sekunden-Samples bedeuten Kapitulation.

Der Eindruck, dass das deutsche Simfy die Welpenschutzjahre, die es von der GEMA bekommen hat, nicht gut genug genutzt hat, ist mittlerweile frei von letzten Zweifeln.

Wer glaubt heute noch daran, dass Simfy gegen Spotify, Rdio und Deezer die nächsten Jahre erfolgreich bestehen kann?

simfy erhält weitere Millionen, steuert auf Break-Even-Point zu

Update: Der Journalist vom Musikmarkt hat einen Fehler gemacht, wie Martin Weigert in den Kommentaren anmerkt. Die aktuelle Finanzierung bewegt sich im siebenstelligen Bereich. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf ungefähr 30 Millionen Euro. Ende des Updates

Pünktlich zum Deutschland-Start von Spotify verkündet der deutsche Anbieter Simfy eine beachtliche Finanzierungsrunde. Musikmarkt:

simfy hat in einer weiteren Finanzierungsrunde 30 Millionen Euro Kapital erhalten, unter anderem für die geplante Expansion in außereuropäische Märkte. simfy rechnet damit, im zweiten Quartal 2012 den Break-Even-Point zu erreichen.

Simfy will mit dem eingesammelten Geld international expandieren. Aktuell ist der Dienst neben Deutschland in Österreich, der Schweiz und Belgien verfügbar.

Zu den Investoren zählen Earlybird Venture Capital, Dumont Venture, NRW.BANK und der Angelinvestor Klaus Wecken.

Simfy führt Angebot für Unternehmen ein

Simfy hat ein spezielles Angebot für Unternehmen eingeführt. heise online:

Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitern können das Musik-Abo künftig zu rabattierten Konditionen abschließen. So ist der einfache Streaming-Tarif, der das Musikhören auf dem PC ermöglicht, bei Abnahme von mindestens 100 Lizenzen bei einer Vertragsbindung von 12 Monaten für einen Nettopreis von 39 Euro pro Lizenz zu haben, was einem Abschlag von 22,5 Prozent entspricht.

Die Lizenzen bleiben personengebunden und können auch privat genutzt werden. Es handelt sich also in erster Linie um Bundle-Angebote für Unternehmen, die in der Hoffnung bereitgestellt werden, dass diese Unternehmen zu Großabnehmern werden.

Sinnvolle Produkterweiterung. Ich bezweifle aber, dass das ein großer wirtschaftlicher Erfolg für Simfy wird.

Debatte: Retten oder killen Rdio, Spotify, Simfy und co. die Musikindustrie?

Das ist eine Frage, die noch immer die Gemüter erhitzt.

Eines der vielen Probleme an der Debatte sind die Verschwiegenheitsklauseln in den Verträgen zwischen Labels und Streaminganbietern. The Verge:

I spoke with the CEOs of Rdio and MOG about this, and neither could shed much light on these mysterious deals. Their agreements with labels are mostly confidential, and the payout contracts labels have with artists differ artist-to-artist. One problem is that song royalties aren’t the only money that’s changing hands — services pay for exclusivity, and labels cut deals to get their artists more heavily promoted by a service, and those upfront costs and windfalls may or may not be passed along to artists.

Tatsächlich hört man immer wieder, dass besonders die Majorlabels für sie gute Konditionen heraushandeln. Angesichts der Verhandlungspositionen nicht verwunderlich. Denn jedes Label ist ein Monopolist, und je größer der Backkatalog desto mächtiger.

Das Problem: Es gibt nur einen festen Kuchen, von dem Geld ausgeschüttet werden kann. Wenn ein Majorlabel also gute Konditionen mit Rdio oder Simfy oder Spotify oder Deezer oder rara.com oder oder aushandelt, wer verliert dann? Genau, der Rest der Labels und Künstler auf diesem Dienst. Die kleineren Labels und unabhängigen Künstler stehen also potentiell schlecht da. (Vorausgesetzt, letztere kommen überhaupt auf die Plattform.)

Abgesehen davon, dass On-Demand-Streaming immer nur ein Standbein von vielen für Labels und Künstler sein kann, wird von vielen auch noch übersehen, welche großartigen Möglichkeiten diese Dienste bieten, um von künftigen Fans entdeckt zu werden, und das nicht erst seit der Integration von Facebooks fricitionless sharing in die Dienste. The Verge:

The word “attention” is very important, because while many people get hung up on straight revenue (you know, people who like making money), streaming services are also a perfect place for artists to be discovered, and subsequently promoted, by people who wouldn’t risk buying their album blind. Of course, that’s the line piracy proponents have been pushing for a decade, but when you combine painless exploration with an actual “revenue pie” to be divied up, things get very exciting for the future of music.
My indie exec says Spotify is already “a top revenue account worldwide,” along with YouTube. “But they are also promotional. That’s why this is all so interesting… a video on the home page of YouTube is a incredible promotion, but it’s also cha-chinging.” I don’t know what the word “cha-chinging” means in labelspeak, but it sounds like a positive adjective.

Eines der Zauberwörter lautet auch hier wieder: Playlist. Ich habe von einem unabhängigen Label gehört, das auf Spotify durch sorgfältig geführte Playlisten die Bekanntheit seiner Künstler sehr gut steigern konnte. (Da mir )

Interessant ist auch, dass der hierzulande nicht verfübare On-Demand-Streaming-Anbieter MOG plant, zusätzlich ein eigenes Cloudmusikangebot a la Google Music, Amazon Cloud Player oder iTunes Match.

Das ist sinnvoll und sollte auch von Rdio oder Spotify umgesetzt werden: Damit liese sich nicht nur der Musikenthusiast abholen, der abwegige Musik hört, die nicht lizenziert ist, weil die Labels es nicht wollen, oder weil sie vielleicht gar nicht mehr exisitieren. Damit liesen sich auch die Exklusivverträge der Konkurrenten und regionale Lizenzprobleme zumindest als Workaround gekonnt umgehen.

Simfy: iPad-App da, iPhone-App in Version 2.0 veröffentlicht

Nach über vier Monaten hat Apple die iPad-App des deutschen On-Demand-Streaming-Dienstes Simfy freigeschaltet. Die iPad-App ist deswegen nicht mehr ganz aktuell:

Da die iPad-Applikation seit ihrer Übermittlung an Apple nicht mehr aktualisiert wurde, hinkt sie simfys iPhone-Anwendung hinsichtlich des Entwicklungsstandes derzeit hinterher. Das Unternehmen hat deshalb bereits ein baldiges Update angekündigt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Simfy die iPhone-App in der überarbeiteten Version 2.0 herausgebracht. Neu darin:

Deutlich bessere Stabilität, dank eines komplett überarbeiteten Speicher-Managements

Alben, Songs und Playlists können direkt in der App als Favoriten markiert und offline verfügbar gemacht werden

Schneller und direkter Zugriff auf alle wichtigen Funktionen durch das neue Dashboard und Swipe-Menüs

 

 

simfy erhält 10 Mio. Euro, plant Internationalisierung noch in 2011

Der deutsche On-Demand-Streaming-Dienst simfy hat in einer neuen Finanzierungsrunde 10 Millionen Euro erhalten. Dem Wortlaut nach scheinen keine neuen Investoren hinzugekommen zu sein:

simfys Investoren setzen klar auf den Zukunftsmarkt Musikstreaming: Mit insgesamt 10 Millionen Euro unterstützt die Investorengruppe weiterhin die Strategie des Unternehmens.

Erst vor ein paar Tagen wurde eine Million registrierte Nutzer vermeldet. Laut eigenen Aussagen erreicht simfy aktuell ein monatliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich.

Mit den neuen Geldern plant simfy nun eine Internationalisierung, die noch 2011 starten soll:

Eine weitere Internationalisierung im europäischen Ausland über den deutschsprachigen Raum hinaus ist für das zweite Halbjahr 2011 geplant.

CEO Gerrit Schumann: “Wir wollen unsere Präsenz im deutschsprachigen Raum weiter stärken. Parallel bereiten wir die Expansion im europäischen Ausland vor. [..]“

Es wird sich zeigen, wie lang das Geld dafür reichen wird. Simfy könnte Ende des Jahres bereits die nächste Finanzierungsrunde bekannt geben.

simfy macht Desktop-Player kostenfrei verfügbar

simfy

Simfy ändert die Aufteilung zwischen den freien und kostenpflichtigen Teilen seines Angebots. Ab sofort ist der Desktop-Player (Win, Mac und Linux) nicht mehr nur Premium-Usern vorbehalten:

Ab sofort steht unter www.simfy-player.de die Musik-Software kostenlos und legal zum Download zur Verfügung. Durch jüngste Verhandlungen wurde das Musikrepertoire deutlich ausgebaut. Damit können Musikfans auf nicht weniger als 8 Millionen Songs jederzeit zugreifen. Mit dem neuen simfy Player können nun alle Nutzer des Musikportals das gesamte Angebot bequem hören. Bislang konnten diesen Komfort nur die Premium-User von simfy nutzen.

Vergleiche zum Ansatz des in den verfügbaren Ländern erfolgreichen Spotify bieten sich an:

Es ist unvermeidlich, einmal mehr eine Parallele zum schwedischen Musikdienst Spotify zu ziehen. Zum einen erinnert simfys Desktopclient optisch sogar noch mehr an Spotify als an iTunes[..], zum anderen gehört die Verfügbarkeit einer Desktop-Software vom ersten Tag an zu den Erfolgsmerkmalen von Spotify. Der Service aus Stockholm bietet gar keine browserbasierte Oberfläche.

IVW: Simfy erreicht 1,78 Mio. Visits pro Monat

Meedia hat die aktuellen IVW-Zahlen ausgewertet. Der deutsche Streaming-Dienst Simfy muss sich hinter seinen Zahlen nicht verstecken:

Erstmals vertreten sind in den IVW-Auswertungen diesmal immerhin zwei Angebote mit mehr als 1 Mio. Visits. Das Netzwerk moviepilot media kam bei seinem IVW-Debüt auf 2,41 Mio. Besuche, Musik-Plattform simfy.de erzielte 1,78 Mio. Visits.

Meedia: Die Gewinner und Verlierer der Online-IVW.

Simfy hat letzten Monat das konkurrierende deutsche Streaming-Angebot Steerio übernommen. Laut Eigenaussage kann simfy eine sechsstellige Zahl an registrierten Nutzern vorweisen.

Streaming: Simfy und Steerio fusionieren

Konsolidierung im deutschen Musikstreaming-Markt: Die bis dato konkurrierenden Streaming-Anbieter Simfy und Steerio fusionieren. Die Meldung wurde am Sonntag bekannt und bereits heute, Montag, ist Steerio nicht mehr verfügbar. Die Steerio-Kunden sollen zu Simfy wechseln.

Grund für die Zusammenführung sollen unter anderem die in diesem Feld notwendigen ressourcenintensiven Verhandlungen mit der GEMA gewesen sein:

Weil die Verhandlungen mit Plattenfirmen und Rechteverwertern wie der Gema zeit- und kostenaufwendig seien, werde Steereo in der Plattform Simfy aufgehen, sagte van Delden. Die Kunden von Steereo sollen zur Simfy-Plattform wechseln.

Steerio-Investor Holtzbrinck beteiligt sich über den Zusammenschluss an Simfy-Mutter Music Networx. An Music Networx sind außerdem Earlybird und DuMont Venture beteiligt.

Laut simfys Managing Director und Mitbegründer Christoph Lange hatte Steerio lediglich einige zehntausend registrierte Nutzer und nur Premium-Mitglieder in dreistelliger Höhe. simfy hat laut eigenen Aussagen eine sechsstellige Zahl an registrierten Nutzern.

Last.fm integriert simfy

Seit einiger Zeit können auf Last.fm nur noch 30-sekündige Vorschauen von Songs direkt abgespielt werden. Dank einer Kooperation mit dem deutschen simfy ändert sich das nun; mehr oder weniger:

Ab sofort verlinkt Last.fm auf den Song-Sites auf die entsprechende Song- bzw. Albumseite auf Simfy, wo man den jeweiligen Song komplett abspielen kann.

Eine ähnliche Kooperation ist Last.fm auch mit dem Musikblogaggregator Hypemachine eingegangen. Last.fm verlinkt auf Suchen nach den Songs auf der Hypemachine.

Ebenso wie bei der Hypemachine geht die Kooperation auch in die andere Richtung: Simfy-User können ihre Songs bei Last.fm scrobbeln (protokollieren).

lastfm-simfy-hypem