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Sony Music: Im Halbjahrestakt öffentliche Zurechtweisung der GEMA wegen YouTube

Sony Music schießt mal wieder öffentlich gegen die GEMA. Golem.de:

Dass dies [Musikvideos auf YouTube] nicht möglich sei, liege nicht an Sony Music, sondern an der „Verwertungsgesellschaft Gema“, „die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren“, erklärte [Edgar Berger, Chef von Sony Music International]. Diese Praxis sei auch einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist. „Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird.“

Bereits im Juni letzten Jahres wurde die GEMA öffentlich verdammt: YouTube-Streit: Deutschlandchefs von Universal und Sony Music greifen GEMA hart an

EMI wird aufgeteilt an Universal und Sony

Der Bieterkampf ist vorbei. EMI wird zwischen Sony und Universal aufgeteilt:

Während sich Universal voraussichtlich die Tonträger-Sparte unter den Nagel reißt, stürzt sich Konkurrent Sony auf das schier unermessliche Rechte-Vermögen des Unternehmens: Die Rechte für 1.3 Millionen Alben sind schon mal eine Geschichte, die sich in jedem Portfolio eines Musik-Konzerns gut macht. Während Universal 1.9 Milliarden Dollar hinblättert, muss Sony für die Rechte mit 2.2 Milliarden sogar noch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Siehe auch das Handelsblatt.

Als im Mai dieses Jahres die Warner Music Group an Access Industries verkauft und von der Börse genommen wurde, schrieb ich:

Dass alle verbliebenen Majorlabels irgendwann in ein letztes, großes Majorlabel mergenderweise kollabieren, ist nach aktuellen Branchenentwicklungen so oder so nur eine Frage der Zeit.

Bleibt noch die Frage, was aus dem Deal zwischen EMI und The Echo Nest für Musik-Apps wird.

Musikbusinessnews: Turntable.fm, Facebook Vibes, Sony, AOL, Apple, Sonos

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