Clicky

Das neue Werbemodell wird an Soundcloud wenig verändern

Sascha Kösch fasst die Veränderungen für Soundcloud auf De:Bug nüchtern zusammen:

Werbung wird nur auf den Accounts von Künstlern laufen, die extra für diese Programm eingeladen wurden. Premier Tier nennt sich das. Nur auf deren Accounts wird Werbung laufen und auch nur dann, wenn die Künstler das explizit wollen. D.h. im Klartext: wenn man in Zukunft (bei Amerika wird es ja nicht bleiben) vor SoundCloud Tracks Werbung hört, dann ist das der ausdrückliche Wunsch des Künstlers, der damit eben etwas Geld verdient.

[..]
Losgelöst davon, dass Label-Partner jetzt einen größeren Zugriff auf die Tracks haben, was in der letzten Zeit öfter für Aufruhr gesorgt hat, weil jetzt nicht nur die automatische Erkennung manchmal Blödsinn macht, sondern auch noch andere im Hintergrund manchmal auch fälschlicherweise Tracks offline nehmen, ist die Art und Weise des Einstiegs von SoundCloud ins Werbebusiness eigentlich die schmerzfreiste Variante.

Dem kann man nur zustimmen.

Majorlabels verlangen Beteiligungen an Soundcloud, drohen mit Urheberrechtsklagen

Im Artikel der New York Times zur Einführung der Werbung auf Soundcloud versteckt sich ein harmlos erscheinender Absatz, der viel über die Machtkämpfe hinter den Kulissen der Musikbranche verrät:

As part of their licensing talks, major labels and some independents are negotiating with SoundCloud for equity stakes in the company; in exchange, the labels will agree not to sue SoundCloud over past copyright infringements, according to numerous people involved in the talks.

Beteiligungen, mit vorteilhaften Bedingungen, zu erpressen, ist kein neuer Schritt der Labels. Dazu zählt auch, entsprechende Lizenzauszahlungen auf diese Art einseitig zu bestimmen. Dieses Vorgehen hat die Onlinemusikbranche mindestens ein Jahrzehnt gekostet, weil so schrittweise jeder neue Dienst unprofitabel gemacht oder gehalten wurde. Die Zitrone auspressen, bis kein Saft mehr kommt.

Letztlich müssen alle jüngsten Entwicklungen bei SoundCloud vor diesem Hintergrund betrachtet werden. Ähnlich wie beim On-Demand-Streaming a la Spotify und co. ziehen auch hier die Majorlabels die Fäden im Hintergrund. Denn sie entscheiden als marktbeeinflussende Monopolisten über Gedeih und Verderb der Anbieter.

Wer mit einem UGC-Modell wie Soundcloud nicht so wie die Majorlabels es wollen mitspielt, kann immer auch verklagt werden.

Soundcloud wird Werbung einführen

Soundcloud wird Werbung einführen und damit dem selbstgesteckten Ziel, das YouTube für Sound zu werden, ein weiteres Stück näher kommen.
Die New York Times berichtet als erste.

On Thursday, as part of a new licensing deal with entertainment companies, SoundCloud will begin incorporating advertising and for the first time let artists and record labels collect royalties. Eventually, it plans to introduce a paid subscription that will let listeners skip those ads, as they can with Spotify and other licensed services.

– via www.nytimes.com

Wenig überraschend ist der Schritt hin zur Werbung auch eine Folge des Drucks aus der Tonträgerindustrie, die sich von Soundcloud eine zusätzliche Einnahmequelle erhofft.

In many ways the move is a reaction to industry pressure to license content and produce revenue. It also reflects SoundCloud’s complex relationship with record labels, which use the service to promote new releases and even hunt for new talent but have been irritated by their inability to make money from SoundCloud’s millions of listeners.

Die Werbung wird im Rahmen von Soundcloud Premier, dem neuen Lizenz-Programm, laufen:

For its new program, Premier, SoundCloud will sign licensing agreements with music companies that will allow it to run advertising on its service. Most of the revenue from those ads will go to the content provider, said Jeff Toig, SoundCloud’s chief business officer, although he declined to be more specific.

Das alles ist tatsächlich eine relativ genaue Nachbildung des Werbemodells von YouTube, das Rechteinhaber an Werbeeinnahmen von Videos beteiligt, die Nutzer hochgeladen haben, aber Inhalte der Rechteinhaber beinhalten.

Update:

Ein Productmanager von Soundcloud erklärt Details zum neuen Premier-Programm auf Hacker News:

One thing that might not be totally clear in our messaging about this right now is that ads will only play against tracks premier members have chosen to monetise. If you aren’t monetising your tracks, your listeners won’t be affected.

[..]

A premier track is a track uploaded and owned by a SoundCloud member who is part of the premier program. It can be monetised (ads can play in front of it) or not. The premier tier is currently invite-only but we want to open it up to more artists as fast as we can.
If a user (currently US only) is listening to their stream and they start playing a track a premier member has decided to monetise an ad will play in front of it. There are some other factors that will influence ad frequency obviously, but that is the general behaviour.

(Hervorhebungen von mir)

Soundcloud beliebtester Musikstreamingdienst in asiatischen Schwellenländern

Soundcloud ist in asiatischen Schwellenländern, wenig überraschend, der populärste Musikstreamingdienst.

Tech in Asia über eine aktuelle Studie:

As music streaming services become more visible to consumers in Asia, it turns out that Germany-based SoundCloud is the most-used music streaming app in emerging markets in Asia. This is according to a recent study.

In a survey conducted this month among 700 smartphone users in Indonesia, India, the Philippines and Vietnam, respondents picked SoundCloud as their top choice for getting tunes. The music sharing and streaming site is reportedly the most used in Indonesia at 31 percent, and the third most used in the Philippines and Vietnam at 12 and 23 percent, respectively.

Aktuell kursiert das Gerücht, dass Twitter den Kauf von SoundCloud erwägt.

SoundCloud hat jetzt 250 Millionen monatliche ‚Nutzer‘, integriert Instagram

SoundCloud-Mitgründer Alexander Ljung hat auf der „TechCrunch Disrupt Europe“-Konferenz 250 Millionen monatliche Nutzer verkündet.

Im Januar 2012 hat SoundCloud 10 Millionen registrierte Nutzer verkündet. Im Juli 2013 war die Zahl auf 40 Millionen angestiegen (Im Juli 2011 waren es 5 Millionen.)

Die heute verkündeten Nutzer beziehen sich nicht auf registrierte Nutzer, sondern auf Visits insgesamt. Noch im Juli diesen Jahres (Video) verkündete SoundCloud 200 Millionen Visits, oder besser: Hörer.

Es ist zumindest interessant, dass diese Metrik mittlerweile gegenüber den registrierten Nutzern bevorzugt wird. Sie ist allemal beeindruckend und zeigt die potentiell über SoundCloud mögliche Reichweite für Musiker auf.

Außerdem hat SoundCloud eine Integration von Instagram eingeführt. Michelle Kuepper berichtet auf VentureVillage:

Users of the music distribution platform can now connect their Instagram feeds to their SoundCloud accounts and add photos to tracks, playlists, groups or their profile. During the conference, Ljung said the integration “allows creators to make use of their Instagram feed and use that as artwork – as a visualisation of their sound”.

SoundCloud scheint zunehmend auf  die Integration in populäre Plattformen zu setzen. Bereits 2011 ging SoundCloud eine Integration mit Tumblr ein, was das Veröffentlichen von auf SoundCloud gehosteter Musik in Tumblr-Blogs stark vereinfachte. SoundCloud unterstützt auch seit längerem Twitter Cards und kann instream in Facebook abgespielt werden.

Ljung hat auch ein paar Worte über den digitalen Musikmarkt verloren. VentureVillage:

When discussing the potential for everyone to use online platforms such as SoundCloud to create music, Ljung said the democratisation of music is “badass”. In any given hour, “we’ll reach nearly every country in the entire world”, he added.As for tips for entrepreneurs looking to tackle the music industry, Ljung thinks there’s a gap in the market someone needs to fill: connecting music with brands. “You could do something like that and reach a billion people… Most people should be thinking in billions, not millions.”

Spotify und SoundCloud: Webmusik wird endlich sozial

Anlässlich des neuen einbettbaren Follow-Buttons von Spotify soll hier noch ein Text zu Spotify und SoundCloud nachgereicht werden, den ich Anfang des Jahres für den Musikmarkt geschrieben habe. Was Spotify und SoundCloud machen, ist extrem wichtig, zeigen sie doch die (soziale) Zukunft des digitalen Musikbusiness auf. 

Wer sich eine Weile im Web bewegt und das eine oder andere Social Network benutzt, wird irgendwann Gemeinsamkeiten bei den Diensten feststellen. Da wäre etwa der Newsfeed, wie ihn Facebook populär gemacht hat. Statt die Profile der Freunde nach Neuigkeiten absurfen zu müssen, sieht man bequem in einer chronologischen, mittlerweile zusätzlich mittels Algorithmus gewichteten, Ansicht, was es neues gibt. Oder der Retweet. Mit einem Klick (und je nach App einem Bestätigungsklick) lassen sich die Tweets der anderen in die eigene Timeline und den eigenen Followern anzeigen. Auch Follower, wie sie Twitter eingeführt hat, sieht man überall im Web: Pinterest, Tumblr, mittlerweile auch Facebook und andere haben das Follower-Prinzip ebenfalls eingeführt oder basieren darauf.

2010 habe ich diese Elemente unter dem Begriff des ‚Social-Web-Patterns‘ zusammengefasst: Der Feed als die Anzeige der Aktivitäten, eine Ein-Klick-Geste, die das Verbreiten von Informationen auf dem Dienst unter den Nutzern vereinfacht und Verknüpfungen mit anderen Diensten. Ende 2012 halten diese Elemente nun Einzug bei den großen Musikdiensten im Web. SoundCloud setzte bereits von Anfang an auf das asymmetrische Follower-Prinzip. Mit der neuen Version führt SoundCloud nun mit der „Repost“-Funktion die eigene Variante des Retweets ein. Wenn einer Nutzerin ein Song gefällt, kann sie ihn mit einem Klick über das eigene Profil verbreiten. Ihre SoundCloud-Follower sehen anschließend den weiterverteilten Song in ihrem SoundCloud-Newsfeed, wenn sie das nächste mal reinschauen. Die Bedeutung dieser Neuerung ist kaum zu überschätzen. Tweets auf Twitter können, bei Breaking News etwa, in wenigen Stunden auf Zehntausende Retweets kommen und damit potentiell von Millionen Menschen gesehen werden. Ähnliches gilt nun für die Verbreitung von Musik auf SoundCloud.

Auch Spotify wird sozialer: Der populäre Streamingdienst hat Anfang Dezember 2012 seine Version des Follower-Prinzips vorgestellt. Künftig wird man Freunden und Musikern, also jeder Nutzerin, die man interessant findet, auf Spotify folgen können. So kann man dann künftig sehen, was die Lieblingsmusikerin auf Spotify anhört oder welche Playlists sie anlegt. Besonders die populären Stars bekommen damit auf Spotify eine neue, interessante Art, ihre Fans zu erreichen.

SoundClouds neue Version ist bereits live. Spotify führt seine in den nächsten Tagen und Wochen ein. Beide zeigen, wo die Musikreise im Social Web hingeht.


SoundCloud führt günstigere Pro-Accounts ein, unbegrenzter Upload für 9€/Monat

Es war längst überfällig: SoundCloud hat auf dem SXSW-Festival eine neue Preisstruktur vorgestellt, die nicht nur einfacher sondern insgesamt auch günstiger ist. Neben der Free-Variante gibt es nun zwei kostenpflichtige Pro-Alternativen:

  • "Pro" mit vier Stunden Sound, Spotlight, "Quiet Mode"-Option (Kommentare abschalten oder privat schalten) und einfache Statistiken für drei Euro pro Monat oder 29 Euro pro Jahr
  • "Pro Unlimited" mit einem (theoretisch) unbegrenzten Uploadvolumen und detaillierteren Statistiken für neun Euro pro Monat oder 99 Euro pro Jahr

Vorgestellt wurde die neue Preisstruktur am 11.3. auf dem SXSW-Festival. Verfügbar sein soll sie ab heute, den 12.3.

Bis dato setzte SoundCloud auf eine verwirrende Preisgestaltung mit neben dem Free-Account vier verschiedenen Premiumvarianten, welche von 29€/Jahr bis 500€/Jahr reichten. Die Struktur richtete sich eindeutig an die Unterscheidung Hobbymusiker/Professioneller Musiker/Label. Diese Aufteilung der Nutzerschaft ergibt aber keinen Sinn, wenn man wie SoundCloud nicht ’nur‘ eine Plattform für Musiker sein will sondern das ‚YouTube für Audio‘ werden will.

Mit dem neuen Account ‚Pro Unlimited‘ ist SoundCloud nun mit einem Schlag auch eine attraktive Hostingplattform für Podcasts geworden, was bereits zeigt wie besser die neue Preisstruktur ist. (neunetzcast, der Podcast von neunetz.com, läuft bereits seit längerem auf SoundCloud.)

Auf dem Blog von SoundCloud heißt es zu den weiteren Neuerungen, die auch die Upload-Tools umfassen:

We really appreciate all of you who’ve already been using Premium to share your sounds, making such a huge contribution to the SoundCloud community. If you’re already a Premium subscriber, from tomorrow you can upgrade your account to Pro at no extra cost.

More news: we’ve also been working on some improvements to the platform. When we introduced the new SoundCloud last December, one thing that you told us was that you needed us to improve the tools you use for posting sounds, as well as communication tools. So we’ve been rebuilding upload and messaging from scratch, making them native to the new platform, and Flash-free.

Look out for the updated tools, coming very soon: we’ll be rolling them out and building their functionality as we go. We’re also making private messaging simpler as part of the process, clearing up things that have caused technical issues and spam in the past.

Des weiteren, und nicht minder spannend für das Geschäftsmodell von SoundCloud, wurde außerdem ein neues Angebot für Partner eingeführt, welches nur auf Einladungsbasis zur Verfügung gestellt wird. The Next Web:

Pro Partners get the ability to brand their profile pages with a large banner image. They also get access to a new ‚Moving Sound‘ feature that that shows a slideshow of images to accompany audio. This will allow, for example, artists to add a visual accompaniment to their songs, while brands can add additional messaging to the audio they share.

Launchpartner sind Red Bull, Snoop Lion, Chris Hardwick, The Grammys, The-Dream, SModcast, The Guardian, Blue Mic, KQED und Blue Bottle Coffee.

Die Pro-Partner-Features sollen auch zum Rest der Plattform kommen:

While features like Moving Sound, and others that will follow it in the future, will first be offered to Pro Partners, SoundCloud says that they will "quickly" be added to other tiers of Pro membership.

An additional benefit for Pro Partners is the ability to promote their accounts, Twitter-style, in a revamped ‚Interesting‘ section, available to all users. This offers suggestions of accounts that users may want to subscribe to, based on their behavior. Pro Partner accounts will be given prime place here.

Mit "Moving Sounds" wird etwa auch Werbung möglich. GigaOm:

But the real opportunity here will be for advertisers. It is now much easier to imagine a scenario where brief ads are inserted into streaming playlists, in between tracks, with both audio and moving graphics being part of the deal. And, asked whether this is the direction in which SoundCloud is heading, Wahlforss certainly didn’t deny the possibility:

"In general, there is a whole movement of native advertising. We’ve seen success with YouTube with promoted content, so we feel there isn’t anything happening in audio on the native advertising side. We think we’re the best positioned of any service out there to do that and to really work with creators.
"[However] we’re in the early stages right now; it’s in the experimental phase. Right now these pieces of content won’t appear unless a friend of yours reposts the content."

Adweek fantasiert bereits über SoundCloud als trojanisches Pferd im neuen Musikfeed von Facebook:

Last week, Facebook began adding a new Music feed where users can see what their friends are listening to on Spotify and learn about their favorite bands‘ upcoming concerts or album releases. Since Facebook isn’t yet rolling out ads to the Music feed, non-musical brands are pretty much locked out—unless they have a way to sneak in through a SoundCloud account. Conceivably, if a brand posts sounds to SoundCloud that get shared to Facebook through Facebook Connect, that sound will show up in the Music feed. That means Bud Light Platinum could promote on SoundCloud a clip of Justin Timberlake’s Suit &Tie, which appears in the Bud Light’s TV ads. When the clip that song gets shared to Facebook by Bud Light or its SoundCloud followers, that Facebook post would be distributed within the Music feed.

Flipboard für Android unterstützt jetzt auch unter anderem SoundCloud

Audio Comes to Flipboard on Android | Inside Flipboard:

This means that you can now enjoy everything featured in our Audio category in the Content Guide—including segments from NPR’s Fresh Air and PRI’s The World—and more: you can connect your Flipboard to your SoundCloud account to flip through your Stream, Likes, Sounds, Sets and Groups. Find something you like, and press play to listen via Flipboard. The music note in the top bar of the section controls your audio experience.

Flipboard ist eine App für iOS und Android, die erfolgreich die Updates von Facebook, Twitter und anderen Social Networks aggregiert und aufbereitet. Eine Art persönliche Zeitung. Flipboard hat 20 Millionen Nutzer.

SoundCloud-Nutzer können Tracks über Getty lizenzieren

SoundCloud kooperiert mit Getty Images Music, um die Lizenzierung von Songs auf Soundcloud zu erleichtern.

GigaOm:

The system will be quite straightforward: each user will be able to install a ‘license’ button from Getty Images Music on their SoundCloud players, for tracks that they want to monetize. Those who want to license the track just click the button and send a request.

Beyond that, depending on how much contact information the SoundCloud user has provided, and whether or not they’ve already sent a tax form to Getty, it will take between a few days and a few weeks for the track to become available.

Getty’s rate card details how usage in web or mobile advertising will cost $350, inclusion in corporate marketing will cost $1500, and so on. The creator gets “35 percent of the upfront licensee fee plus 50 percent of Getty Images’ share, as publisher, of any backend performance royalties”.

SoundCloud wird langsam aber sicher zum One-Stop-Shop für Musiker.

SoundCloud erreicht 15 Millionen User, stellt kommenden Relaunch der Site vor

Pünktlich zum Erreichen der 15 Millionen User hat das Berliner Startup Soundcloud eine Generalüberholung der Website angekündigt.

The Next SoundCloud:

See more:

A more interactive waveform player 

A simpler and more attractive profile

Share more:

New reposts let your friends, fans and followers repost your sounds and sets for others to hear 

Real-time notifications to keep you up-to-date the second something happens

Hear more:

Play your sounds continuously: press play, explore and keep listening 

Forget playlists. Sets let you build collections of sounds you like in one Waveform

Find more:

Easier and more intuitive navigation, including keyboard shortcuts 

New search with faster, better results and search suggestions

Damit scheint Soundcloud endlich den verbesserungswürdigen Newsstream auf der eigenen Site optimieren zu wollen. Besonders eine einfachere, an den Reblog von Tumblr und den Retweet von Twitter angelehnte Redistribution von Songs innerhalb von Soundcloud mit den neuen Reposts dürfte den Dienst stark aufwerten.

Auch unter der Haube wird Soundcloud verbessert:

CTO and fellow co-founder Eric Wahlforss said: “Next SoundCloud has been re-engineered from the inside out, It’s much more than an aesthetic change. By making use of state of the art technologies available in the latest generation browsers, we’ve created a technology platform that enables us to provide a much better user experience and develop new features faster.”

Unter http://next.soundcloud.com/ kann man sich für die Private Beta der neuen Site anmelden.

Al Jazeera nutzt SoundCloud für Berichterstattung in Russland

Spannende Nutzung von SoundCloudErik Meyer auf SoundBlog.fm:

Das SoundCloud-Blog stellt in einem interessanten Beitrag vor, wie die englischsprachige Sektion des Senders Al Jazeera die Online-Berichterstattung über die Wahlen in Russland mit Auszügen aus Interviews bestückt. Nach diesen Angaben wird SoundCloud nicht nur zur Dokumentation verwendet, sondern der Reporter hat die Auskünfte mit Smartphone und der SoundCloud-App aufgezeichnet. Alle Interviews sind in einem SoundCloud-Profil verfügbar.

 

SoundCloud hat jetzt 10 Millionen Mitglieder

Das Berliner Startup SoundCloud hat heute verkündet, dass sie den Meilenstein von 10 Millionen registrierten Mitgliedern erreicht haben.

Auch die anderen Zahlen können sich sehen lassen:

Sound is mobile: Over 5 million official SoundCloud apps have been downloaded

Sound is developing: Over 10,000 apps being developed on SoundCloud’s open platform. Recent additions include integrations with professional music creation software Pro Tools and Cakewalk.

Sound is more than music: Over 3.3 million different tags show the breadth of sounds on SoundCloud, which now includes everything from journalists & bloggers (Robert Scoble, Mike Butcher), to publishing (Penguin Books UK), to education (Stanford).

SoundCloud erhält 50 Millionen US-Dollar von Kleiner Perkins und anderen

soundcloud_logo1.jpg

SoundCloud konnte für eine neue Finanzierungsrunde die renommierten Risikokapitalgeber von Kleiner Perkins für sich gewinnen. Die Höhe der Runde wurde nicht bekannt gegeben. Sie soll laut TechCrunch rund 50 Millionen US-Dollar betragen:

The amount was not released but TechCrunch understands it to be $50 million. This would give the company a $200 million pre-money valuation. GGV Capital also participated in this round.

Das Geld soll vor allem in die internationale Expansion, und da vor allem US-Expansion, investiert werden.

Das 2008 gestartete Berliner Startup hatte vor genau einem Jahr von unter anderem Union Square Ventures 10 Millionen US-Dollar erhalten.

Mit der aktuellen Runde erhält SoundCloud die größte Summe, die ein US-Risikoinvestor bis dato in ein deutsches Webunternehmen investiert hat. Die Signalwirkung dessen ist nicht nur für den deutschen Webmusiksektor (der 2011 ungeahnte Höhen in der Finanzierung erreicht hat) sondern für den gesamten deutschen Websektor nicht zu unterschätzen.

Musikbusinessnews: Turntable.fm, Billboard Pro, Apple, Walkman

Weitere Musikbusinessnews der letzten Tage:

Soundcloud hat 5 Mio. Nutzer, integriert Tumblr und holt Ashton Kutcher als Investor an Bord

Soundcloud logo

Soundcloud hat vor ein paar Tagen bekanntgegeben, dass sie die Marke von 5 Millionen Nutzern erreicht haben. Täglich kommen 20.000 neue Nutzer hinzu.

Anfang Juni hat Soundcloud außerdem die Verknüpfung mit der überaus erfolgreichen Blogging-Plattform Tumblr integriert. Unter anderem wurde das Verteilen auf Tumblr vereinfacht und – sehr wichtig – automatisches Veröffentlichen auf Tumblr von eigenen Tracks und Favoriten eingeführt.

A-Grade, die VC-Firma von Ashton Kutcher, hat außerdem eine nicht bekannte Summe in Soundcloud investiert. Im Januar diesen Jahres hatte Soundcloud 10 Mio. US-Dollar erhalten von unter anderem Union Square Ventures.

SoundCloud-User können jetzt mit SoundRain einfach Tracks verkaufen

Soundcloud logo

Soundcloud-Nutzer können jetzt mittels einer Verknüpfung von SoundCloud mit SoundRain ihre Tracks leicht(er) verkaufen:

 

The result is an interface that allows music creators to connect their SoundCloud account with SoundRain which enables the creators to select which tracks they wish to sell for a one-off payment of 99 cents per download.

Once a track is enabled for purchase, a ‘Buy with Minno’ link appears on the waveform player which takes the buyer directly to SoundRain, where they can buy the song using Minno in just one click. When sales reach $10, SoundRain delivers artists their earnings via PayPal and then continues to do so in $10 increments, unless the artist chooses otherwise.

SoundRain wurde auf dem Music Hack Day in San Francisco vor einer Woche gebaut und setzt auf das im Januar 2011 gestartete Micropayment-System Minno auf, das auch hinter SoundRain steckt.

 

Die Integration von Diensten bei SoundCloud

soundcloud logo

Das facebookbiz-Blog hat sich die (vorbildliche) Integration anderer Dienste beiSoundCloud näher angeschaut:

Das “Teilen” von Musik-Stücken ist eine der wichtigsten Funktionen und so wurde jeder Titel mit umfangreichen Share-Funktionen ausgestattet, die alle relevanten Netzwerke und Blog-Plattformen abdecken.

[..]

Möchte man jetzt auf ein Kommentar reagieren, kann man sich via Facebook Connect anmelden und ein Konto bei Soundcloud erstellen.

[..]

Doch nicht nur Profile, sondern auch Facebook Seiten können mit Soundcloud verbunden werden. Hierfür wird die “Mange my Pages” Berechtigung abgefragt. Anschließend wählt man die Seite aus, die mit Soundcloud verbunden werden soll. Jetzt können Uploads auch direkt auf der Facebook Seite veröffentlicht werden. Sicherlich ein interessantes Feature für Musiker und Bands.

[..]

Auch auf Facebook selbst ist Soundcloud erfolgreich. Die Facebook Seite verfügt über 190.000 Fans und die App wird monatlich von 572.000 Nutzern verwendet.

Der gesamte Artikel auf facebookbiz.de.

SoundCloud verkündet 3 Millionen Mitglieder

soundcloud logo

Das Berliner MusikstartupSoundCloud hat heute drei Millionen Nutzer auf seinem Blog verkündet:

Yesterday, the day when thousands of SoundCloud users all over the world met for the Global Meetup Day to create locally and share globally, we were more than thrilled to welcome our 3 millionth user to the fast-growing SoundCloud community, just little less than 100 days after reaching two million users.

Union Square Ventures und Index Ventures investieren 10 Mio. $ in SoundCloud

soundcloud logo

Das seit Oktober 2010 kursierende Gerücht hat sich als wahr herausgestellt: Union Square Ventures und Index Ventures haben 10 Millionen US-Dollar in das Berliner Startup SoundCloud investiert.

SoundCloud will das Geld vor allem für eine aggressive Expansion in den US-Markt nutzen. Gründerszene fasst ein paar Aussagen der Investoren Fred Wilson (Union Square Ventures) und Mike Volpi (Index Ventures) zusammen. Siehe hierzu auch den Blogpost im SoundCloud-Blog.

Erst vor wenigen Tagen hat SoundCloud eine Content-ID-Technologie implementiert, um unautorisiert hochgeladene Dateien erkennen zu können. Hierfür kooperiert man mit Audible Magic:

„We chose Audible Magic because the company offers one of the most trusted solutions for music copyright identification on the market today,“ SoundCloud CEO Alexander Ljung told Hypebot. The company want to reassure users that „anything they create and share will remain protected and in their control.“

Die Implementierung hatte letzte Woche zu lautem Protest im Netz geführt. (siehe auch Rivva) Neben DJ-Mixen dürften auch Mashups auf SoundCloud dank der implementierten Content-ID-Technologie bald der Vergangenheit angehören. SoundCloud war bis dato vor allem beliebt für das Hochladen von DJ-Sets.

Das Timing dürfte kein Zufall sein: Eine Bedingung für die Finanzierung war höchstwahrscheinlich, dass SoundCloud sich gegen etwaige Ansprüche von Rechteinhabern absichert. Das heißt präventiv einen Filter für Anspruchsteller bereitstellen und auf der Plattform ‚aufräumen‘.

Das ändert natürlich mittel- bis langfristig auch das Wesen von SoundCloud. Bereits im Dezember 2010 hatte SoundCloud angefangen, DJ-Sets vermehrt zu entfernen.

Will SoundCloud weiter wachsen, und dazu auch von externen Investoren Geld aufnehmen können, hat es keine andere Wahl als so zu handeln. Alles andere ist aktuell wirtschaftlicher Selbstmord. Techdirt merkt dazu an:

As we’ve discussed before, copyright law is effectively broken when it sets up fair use as a defense, rather than a proactive right. Fair use should be seen as the default until proven otherwise, if fair use is really (as is claimed) designed to be a pressure valve on copyright law to allow free speech.

Unfortunately, the industry has pushed back on this notion to a huge level. The very crux of the YouTube-Viacom legal fight is really over this issue. As many have noted, in the specifics of the lawsuit, Viacom basically notes that it has no problem with YouTube starting with the exact date that it implemented its ContentID program. In Viacom’s (and much of the entertainment industry’s) interpretation, the DMCA requires such filters. The likely reason that smaller companies like SoundCloud are now implementing filters as well is that they know there’s a half decent chance that the eventual outcome of lawsuits like the Viacom/YouTube fight will mean that a company is required by law to have such things in place.

(Hervorhebung von mir)

Wenn es nicht das Unternehmen selbst ist, das in einem extrem feindlichen Sektor lieber auf Nummer sicher gehen will, dann spätestens die externen Investoren, die nur unter diesem Vorbehalt investieren.

SoundCloud mit eigener App für den Mac App Store

soundcloud logo

SoundCloud setzt die Tradition der zügigen Präsenz auf buzz-erzeugenden Plattformen fort und veröffentlichte zum Start des Mac App Stores eine Applikation für eben diesen. Die Belohnung für diese (sinnvolle) Praktik: Die SoundCloud-App wird im Mac App Store in der „What’s Hot“-Sektion empfohlen.

Die Funktionen der kostenfreien Desktop-App umfassen das erwartbare Feature-Spektrum:

Features:
– Record: capture your sounds right in the app and upload to your SoundCloud account in no time.
– Listen to, favorite and manage your exclusive and incoming tracks in one place.
– Browse and search any sound
– Create playlists and saved searches

Eine Einschränkung hat die App gegenüber dem Browser:

Only tracks that have been made available for 3rd party applications will be accessible via SoundCloud Desktop. To change your settings, go to your track settings (pen icon above the waveform) and enable Apps.