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Sozialer Musikkonsum

Es ist 1985. Ich laufe durch die Stadt und höre Musik auf meinem Walkman. Ich höre Musik für mich. Für mich allein. Meine Freunde erfahren maximal später, was ich Tolles angehört habe, wenn ich mich dazu entscheide, ihnen davon zu erzählen.

2012. Ich laufe durch die Innenstadt und höre Musik auf meinem Smartphone mit einer mobilen App von einem On-Demand-Streaminganbieter wie Rdio, Deezer, Spotify oder Simfy. Dank Open Graph und ‘frictionless sharing’ werden die gehörten Songs in der Chronik von Facebook festgehalten. Wer von meinen Freunden in Facebook genau jetzt online ist, sieht den Song im Newsticker an der rechten Seite von Facebook. Dort taucht jedes Lied auf, das ich anhöre. Komplett angehörte Alben bekommen sogar einen Eintrag im zentralen Newsstream von Facebook. Also dort, wo die meisten meiner Freunde auf Facebook mitbekommen, was ich so treibe.

Die Musik, die ich anhöre, kann ich, wenn ich will, mitprotokollieren lassen und so meine Freunde ohne mein Zutun automatisch auf dem Laufenden halten. Das kennt man im Netz bereits: Last.fm hat das Protokollieren der gehörten Musik mit dem sogenannten Scrobbling vor einigen Jahren erfolgreich eingeführt. (Manche Dienste, wie etwa Rdio, können die Songs parallel zu Facebook und Last.fm schicken.)

Der große Unterschied bei den neuen Entwicklungen: Facebook hat weltweit 850 Millionen aktive Nutzer. Wer gehört wird, wird entdeckt. Die Chancen für die Verbreitung gerade für unbekanntere Acts sind enorm, und werden in der Debatte zur Bezahlung der Musiker durch die neuen Dienste oft ausgeblendet. Last.fm zeigte auch schon vor langer Zeit weitere Chancen auf, die mit dem Musikprotokoll einhergehen: Wer oft Bob Dylan hört, will eher wissen, wann Bob Dylan in der Stadt spielt als der der Welt größte Fan von Lady Gaga.

Dienste wie Rdio oder Spotify bieten ihren Nutzern zusätzlich die Möglichkeit, direkt anderen Nutzern zu folgen. So kann man sehen, was Freunde oft hören, welche Alben sie ihrer Sammlung hinzufügen oder sogar für’s Offlinehören auf der App ihres Mobiltelefons speichern. Zusätzlich gibt es auf den Streamingdiensten Accounts von Musikmagazinen, deren Empfehlungen so noch direktere Auswirkungen haben, weil sie dort stattfinden, wo man Musik hört.

Die Verbreitung der Hörgewohnheiten im eigenen sozialen Umfeld über Netzwerke wie Facebook oder direkt auf den Streamingdiensten ist auch etwas für das eigene Ego und die Reputation unter Freunden: In Zeiten der MP3 und des Streamings ist das die Nachfolge für das gut sortierte Plattenregal im Wohnzimmer.
Auch künftig werden wir uns weiter mit Freunden über Musik unterhalten. Die Anknüpfungspunkte aber sind sehr viel vielfältiger geworden. “Sag mal, du hast neulich das neue Album von der Band 08/15 drei Mal hintereinander gehört. Was war denn da los?”

Dieser Artikel ist redigiert im Musikmarkt erschienen. Weitere Musikmarkt-Kolumnen findet man hier.

Tumblr als wichtigster „Play Button“-Partner macht Musikblogs so einfach wie zuvor

Die bedeutendste Play-Button-Kooperation ist jene zwischen Spotify und und der Blogplattform Tumblr: Jeder Tumblr-Nutzer kann nun einfach Spotify-Tracks bloggen. Audio-Posts erlauben nun neben Soundcloud auch das Durchsuchen von Spotify. Der gewünschte Song, das Album oder die Playlist muss nur noch angeklickt werden, fertig ist die Integration im Blogposting.

Einfacher ist Musikblogging nie gewesen:

2012 04 11 um 12 38 45

Tumblr ist eine extrem populäre, sehr schnell wachsende Bloggingplattform mit über 50 Millionen Blogs.

Die Bedeutung dieser Neuerung kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Musikblogs wurden gerade für technisch nicht versierte Menschen extrem attraktiv.

Weitere Launchpartner von Spotifys Play Button:

Launch partners include The Huffington Post, ShareMyPlaylists, FanRx, Popdust, The Independent, Time Out, The Guardian, NME, Rolling Stone, Mashable, FanBridge, Wonderwall, The Fader, Chegg, ELLE , Noisey.com, Entertainment Weekly, People.com, and SPIN.com.

Einbettbare Songs via „Play Button“ machen Spotify zum YouTube der Musik

Spotify hat mit dem „Play Button“ ein Widget veröffentlich, das das Einbetten von auf Spotify verfügbaren Songs, Alben und Playlists auf Websites ermöglicht.

Um einen Song einzubetten, kopiert man im Spotify-Desktopclient mittels Rechtsklick auf einen Song die Spotify-URL und holt sich über diese Site den Embedd-Code.

Das Widget sieht dann so aus:

Leider muss zum Abspielen der Songs die Spotify-Software installiert sein. AllThingsD:

The integrations echo the Spotify/Facebook partnership, where the widget works as a remote control for the Spotify software. But just like the Spotify/Facebook link, it won’t do you any good if you don’t have the Spotify software on your machine. So if you’ve already got Spotify up and running on your PC before you hit the play button on the song above (And you really should! It’s excellent.), then the music will start playing immediately. If not, you’ll have to go click a couple buttons to open up the software, or even more to download the software.

Things would be a whole lot easier if you could just click a button and get Spotify streamed directly from the Web, and Spotify might end up there one day. For now it can’t, because of both technical and biz dev reasons.

 

Spotify startete in Deutschland ohne unterschriebenen GEMA-Vertrag. Fehlt noch die App-Klausel?

Heute morgen hat der BR bereits über den fehlenden Vertrag von Spotify mit der GEMA berichtet:

In Deutschland startet der Musikstreamingdienst Spotify. Und das, obwohl mit den Rechteverwertern von der Gema bislang kein Vertrag über Lizenzgebühren besteht. Ein zweiter „Fall Youtube“ droht.

Auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz hat Harald Heker, der Vorstandsvorsitzende der GEMA, auch zu Spotify Stellung bezogen. Die GEMA verhandele seit geraumer Zeit über einen Vertrag mit Spotify. Ein Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben.

Heker machte aber nicht den Eindruck, als stehe die GEMA vor einer youtubeähnlichen Konfrontation mit Spotify.

Die nächsten Verhandlungen zwischen GEMA und Spotify finden am 26. März steht.

Die Verhandlungen finden auf der Grundlage des geltenden Streamingtarifs der GEMA statt. Auf Nachfrage sprach Heker von „anderen Vertragsparametern“, über die noch verhandelt werde. Es ist unklar, worum es sich dabei handelt.

Anscheinend zahlt Spotify zu den üblichen Streamingtarifen auf ein Treuhandkonto ein, das nach Abschluss ausgezahlt wird. Warum gibt es keinen unterschriebenen Vertrag, wenn die GEMA keinen gesonderten Streamingtarif mit Spotify aushandeln darf?

Die einzige Erklärung, die mir einfällt, liegt bei den Apps von Spotify. Spotify ist der einzige On-Demand-Streaming-Anbieter mit einem Angebot an diversen Apps. Es ist denkbar, dass die GEMA die Position vertritt, dass diese Apps nicht mit dem herkömmlichen Streamingtarif abgedeckt sind und ihr Einsatz gesondert verhandelt werden muss.

Denn überraschenderweise hat Spotify zum Deutschlandstart bis jetzt keine Apps deutscher Anbieter vorgestellt. Es gibt einige deutsche Apps im deutschen Spotify. Das ändert aber nichts an der Ausgangsvermutung.

Ich habe auch Spotify um eine Stellungnahme gebeten. Eine etwaige Antwort wird nachgereicht.

Spotify startet offiziell morgen in Deutschland, bietet unbegrenztes Spotify Free

Alex Bringéus, Direktor für internationales Wachstum bei Spotify, beginnt im Interview mit Focus den Medienreigen zum Deutschlandstart, der nun für den 13.3. offiziell bestätigt ist.

Spotify wird demnach in Deutschland mit 16 Millionen Songs starten und wie erwartet alle Majorlabels und die „meisten“ Independent-Plattenfirmen an Bord begrüßen dürfen.

Ebenfalls erwartbar und in der Branche bereits bekannt gewesen: Spotify wird „mit einigen deutschen Partnern loslegen“, das bedeutet, dass es auch deutsche Spotify-Apps direkt zum Launch geben wird. Bringéus:

Bis jetzt haben wir noch nicht so viele externe Apps, aber Spotify soll zu einer Plattform werden, auf die jeder Entwickler seine Anwendungen einfach hochladen kann. Dann wird es auch Kategorien und eine Suchliste geben. Wir werden auch mit einigen deutschen Partnern starten, zum Beispiel mit der Musikzeitschrift Visions und dem Online-Musikmagazin Laut.de, es werden noch viele dazukommen.

Erstaunlich scheint mir die Dreiteilung des Angebots. Bringéus spricht im Interview von einem werbefinanzierten, unbegrenzten Spotify Free:

Das erste ist Spotify Free, das komplett kostenlos ist. Damit hat man unbegrenzten Zugriff auf alle 16 Millionen Songs und kann sie oft spielen, wie man will.

Die weiteren Angebote:

  • Spotify Unlimited: keine Werbung, 4,99€ pro Monat
  • Spotify Premium: zusätzlich Offline-Funktionalität, 9,99€ pro Monat

Es ist möglich, dass die rein werbefinanzierte Free-Variante nur ein sechsmonatiges Einführungsangebot sein wird, um Marktanteile, und damit  zunehmend wichtig werdende Netzwerkeffekte, aufzubauen. Es ist wahrscheinlich, dass Spotify dieses Angebot dank der GEMA-Gebühren für werbefinanziertes On-Demand-Streaming nicht wird aufrecht erhalten können; und vielleicht auch gar nicht plant. netzwertig.com fasst die Gebührenstruktur noch einmal zusammen:

Für jeden zahlenden Nutzer wird ungeachtet von der Anzahl gestreamter Titel eine pauschale monatliche Lizenzgebühr von etwa einem Euro fällig (bei einer typisch bepreisten Musik-Flatrate). Für jeden Gratis-Hörer dagegen zahlen Musikdienste (bei hohem Interaktivitätsgrad) die von der GEMA festgelegte Mindestvergütung von 0,6 Cent pro Song (oder, sollten die Werbeeinnahmen richtig sprudeln, eine Umsatzbeteiligung von 10,25 Prozent).

Spotify wird auch für Deutschland einen Facebook-Account voraussetzen, da es auf Facebook für die Vernetzung der User setzt.

Siehe zum Thema auch:

Deutschlandstart von Spotify wohl noch im März

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Wie diverse Blogs berichten, wird Spotify wohl noch im März diesen Jahres, also in den nächsten Wochen, in Deutschland starten. Eine offizielle Bestätigung des Termins gibt es noch nicht. Alles deutet darauf hin, dass der Start tatsächlich unmittelbar bevorsteht. Im Dezember hatten wir über einen baldigen Start von Spotify in Deutschland berichtet.

Erste Medienvertreter haben die Mitteilung erhalten, in wenigen Tagen Spotify Premium testen zu können.

Vor wenigen Tagen ist ein Artikel von dpa über On-Demand-Streaming herausgegeben worden, der in vielen Mainstreammedien wiedergegeben wurde. Darin heißt es unter anderem:

Die Marktteilnehmer erwarten kräftige Zuwachsraten bei Nutzerzahlen und Umsatz – und mit dem schwedischen Unternehmen Spotify einen neuen großen Anbieter.

[..]

Nach dem On-Demand-Prinzip funktionieren Anbieter wie Napster, Simfy und der demnächst erwartete Spotify-Dienst. Fragen zum Deutschland-Start beantwortet das schwedische Unternehmen zurzeit nicht. Dem Vernehmen nach wird aber bereits emsig an Apps für mobile Geräte entwickelt – auch bei Drittanbietern, die den Spotify-Dienst bei sich einbinden wollen.

Alles Informationen, die ich bestätigen kann.

Ob Spotify sich mit der GEMA bezüglich des werbefinanzierten Teils des Angebots abseits der bekannt gegebenen Gebühren einigen konnte (unwahrscheinlich), in den sauren Gebührenapfel beißt oder für Deutschland das Angebot anpasst, ist noch unklar.

Klar dagegen ist, dass Spotify nicht mehr lang warten konnte. Neben dem deutschen simfy, sind in den letzten zwei Monaten das französische Deezer und das US-amerikanische Rdio (und das eher am Rande laufende britische rara.com) in Deutschland an den Start gegangen.

Beachtet man, dass Deutschland einer der wichtigsten Musikmärkte weltweit ist und dass mit der mittlerweile branchenüblichen Anbindung an Facebooks Open Graph die Konzentrierung in dem Sektor dank stärkerer Netzwerkeffekte eher zunehmen denn abnehmen wird, bleibt dem schwedischen Spotify, das bereits in Österreich und der Schweiz verfügbar ist, gar keine andere Wahl, als in Deutschland Gas zu geben.

Desktop-App von Spotify bekommt pausenloses Playback und Crossfader

Spotify hat seinem Desktop-Programm pausenloses Abspielen und einen Party-DJ-freundlichen Crossfader spendiert. Sinnvoll Erweiterungen.

VentureBeat über die anderen Neuerungen:

Aside from the playback functionality the updated app also contains some revisions to the user interface, faster artist browsing, the ability to restore/save the “now playing” queue, and a number of small bug fixes.

 

3 Millionen bezahlende Nutzer auf Spotify

paidContent:

Speaking during an event at Universal Music Group in London on Thursday, Spotify chief content officer Ken Parks revealed Spotify has now hit three million paying subscribers. That’s up from 2.5 million in November, when Spotify said it had 10 million active users and a 15 percent premium conversion ratio. Now Spotify says it is converting 20 percent to paid; it did not update the active-users count, though mathematics suggests it is 15 million.

 

Debatte: Retten oder killen Rdio, Spotify, Simfy und co. die Musikindustrie?

Das ist eine Frage, die noch immer die Gemüter erhitzt.

Eines der vielen Probleme an der Debatte sind die Verschwiegenheitsklauseln in den Verträgen zwischen Labels und Streaminganbietern. The Verge:

I spoke with the CEOs of Rdio and MOG about this, and neither could shed much light on these mysterious deals. Their agreements with labels are mostly confidential, and the payout contracts labels have with artists differ artist-to-artist. One problem is that song royalties aren’t the only money that’s changing hands — services pay for exclusivity, and labels cut deals to get their artists more heavily promoted by a service, and those upfront costs and windfalls may or may not be passed along to artists.

Tatsächlich hört man immer wieder, dass besonders die Majorlabels für sie gute Konditionen heraushandeln. Angesichts der Verhandlungspositionen nicht verwunderlich. Denn jedes Label ist ein Monopolist, und je größer der Backkatalog desto mächtiger.

Das Problem: Es gibt nur einen festen Kuchen, von dem Geld ausgeschüttet werden kann. Wenn ein Majorlabel also gute Konditionen mit Rdio oder Simfy oder Spotify oder Deezer oder rara.com oder oder aushandelt, wer verliert dann? Genau, der Rest der Labels und Künstler auf diesem Dienst. Die kleineren Labels und unabhängigen Künstler stehen also potentiell schlecht da. (Vorausgesetzt, letztere kommen überhaupt auf die Plattform.)

Abgesehen davon, dass On-Demand-Streaming immer nur ein Standbein von vielen für Labels und Künstler sein kann, wird von vielen auch noch übersehen, welche großartigen Möglichkeiten diese Dienste bieten, um von künftigen Fans entdeckt zu werden, und das nicht erst seit der Integration von Facebooks fricitionless sharing in die Dienste. The Verge:

The word „attention“ is very important, because while many people get hung up on straight revenue (you know, people who like making money), streaming services are also a perfect place for artists to be discovered, and subsequently promoted, by people who wouldn’t risk buying their album blind. Of course, that’s the line piracy proponents have been pushing for a decade, but when you combine painless exploration with an actual „revenue pie“ to be divied up, things get very exciting for the future of music.
My indie exec says Spotify is already „a top revenue account worldwide,“ along with YouTube. „But they are also promotional. That’s why this is all so interesting… a video on the home page of YouTube is a incredible promotion, but it’s also cha-chinging.“ I don’t know what the word „cha-chinging“ means in labelspeak, but it sounds like a positive adjective.

Eines der Zauberwörter lautet auch hier wieder: Playlist. Ich habe von einem unabhängigen Label gehört, das auf Spotify durch sorgfältig geführte Playlisten die Bekanntheit seiner Künstler sehr gut steigern konnte. (Da mir )

Interessant ist auch, dass der hierzulande nicht verfübare On-Demand-Streaming-Anbieter MOG plant, zusätzlich ein eigenes Cloudmusikangebot a la Google Music, Amazon Cloud Player oder iTunes Match.

Das ist sinnvoll und sollte auch von Rdio oder Spotify umgesetzt werden: Damit liese sich nicht nur der Musikenthusiast abholen, der abwegige Musik hört, die nicht lizenziert ist, weil die Labels es nicht wollen, oder weil sie vielleicht gar nicht mehr exisitieren. Damit liesen sich auch die Exklusivverträge der Konkurrenten und regionale Lizenzprobleme zumindest als Workaround gekonnt umgehen.

Wie entwickeln sich die Apps auf Spotify?

Im Dezember habe ich für Musikmarkt einen Überblick über die neue Plattform von Spotify geschrieben.

Mittlerweile können erste Bilanzen zu den Spotify-Apps gezogen werden. GigaOm berichtet erfreuliche Zahlen:

Moodagent’s app, which offers instant mood-based playlists, has seen about 500,000 unique visitors since its launch on Spotify, according to the company’s head of communications Casper Falbe, who also gave me the following tidbits: “More than 60% of the visitors keep coming back to use Moodagent, but what’s most impressive is that 43% of the users have been active making playlists more than 200 times each.”

Soundrop’s genre-based chat room app has seen a total of 265,590 unique visitors since December 20. “We’ve had almost 32700 tracks added, 2.4 million tracks played,” Soundrop representative Thomas Ford told me via email, adding: “Soundrop users have played music for a total of 7453 days, 5 hours, 47 minutes and 20 seconds.” He also said that retention has been very good, with 30 percent of all users coming back within one day and 50 percent coming back within two days.

ShareMyPlaylists.com has seen between 6,000 and 10,000 unique visitors per day for its Spotify app. “This has resulted in a 200% increase in new members to our site and a huge 400% increase in playlists uploaded to ShareMyPlaylists.com,” according to the company’s CEO Kieron Donoghue, who also credits Spotify as as being a big contributor to a major milestone: “This week we’ve hit 1 million playlist generated by our Playlist Generator,” Donoghue told me.

Hier der Musikmarkt-Text:

Spotify macht ein Facebook und wird zur Plattform für Apps

Das Social Network Facebook hat 2007 seine Webplattform für Applikationen von Dritten geöffnet. Nicht zuletzt dank der Öffnung zur Plattform wurde das Netzwerk erfolgreich. Auf und mit Facebook wurden Dinge wie etwas Spiele möglich, die bei Konkurrenten wie den VZ-Netzwerken noch lange Zeit fehlen sollten. Es ist mittlerweile auch im Web ein geflügeltes Wort: Wenn du im großen Stil erfolgreich sein willst, musst du zur Plattform werden.

Spotify, das vor wenigen Wochen in Österreich und der Schweiz gestartet ist, ist dem Plattform-Ruf nun ebenfalls gefolgt. Eine neue Welt des Experimentierens öffnet sich hiermit, weil viele kleinere Entwickler ohne ein solche Plattform nicht oder nur auf illegalem Wege Zugang zu Musik haben. Soundrop etwa bringt ein Gruppenerlebnis zu Spotify, das dem von Turntable.fm ähnelt. Guardian und Rolling Stone verbinden Musikreviews mit der besprochenen Musik in ihren Apps. Die App von Songkick zeigt Konzerte basierend darauf, wo man wohnt und welche Musik man auf Spotify hört. Billboard und andere bilden sofort anhörbare Charts in ihren Apps ab. Moodagent bietet Playlists für verschiedene Launen. Ein Entwickler plant eine App, die automatisch Gitarrenakkorde des gerade laufenden Songs anzeigt, sofern diese verfügbar sind.

Nicht alle sind begeistert von dem ersten zaghaften Schritt von Spotify in Richtung Plattform: Einige Beobachter bedauern, dass Spotify-Apps nichts anderes als Webapplikationen innerhalb eines sehr eingeschränkten Webbrowsers im Spotify-Client sein können. Auch hier lohnt sich aber wieder der Blick auf Facebook: Dieses hat 2007 mit seinem ersten Schritt Richtung Plattform das Gleiche gemacht: ‘Ihr dürft Apps bei uns bauen, aber sie finden nur auf unserer Seite statt’. Mittlerweile hat Facebook sein Angebot stark erweitert und auf Facebook aufsetzende Webapplikationen können auf Websites abseits von Facebook laufen. Die gleiche Entwicklung wird Spotify irgendwann gehen: Im Idealfall wird irgendwann jede Website, die mit Musik zu tun hat über eine Spotify-Verbindung diese auch direkt auf der Site abspielen können. Vorausgesetzt natürlich, die Labels, die ihre Tracks an Spotify lizenzieren, erlauben diese Entwicklung.

Spotify ist in der Entwicklung hin zur Plattform nicht allein: Der nur in den USA verfügbare Konkurrent Rdio hatte im März 2011 ebenfalls Programmierschnittstellen für Entwickler bereitgestellt. Während Rdio seine Entwickler am Erlös von neu abgeschlossenen Premiumkonten beteiligt, können Entwickler bei Spotify noch nichts verdienen. Die beiden Dienste werden nicht die letzten Musikentwicklungsplattformen im Netz sein, aber sie könnten die erfolgreichsten werden: Im Plattformgeschäft gewinnt, wer früh ein attraktives Gesamtangebot für Endnutzer und Entwickler bietet. Anschließend schaukeln die zwei Seiten sich gegenseitig hoch. Facebook, aber auch Apple oder Microsoft können ein Lied davon singen.

Weitere Musikmarkt-Kolumnen

Hypemachine Music Blog Zeitgeist streamt 2011 Alben mit Rdio und Spotify

Hypemachinezeitgeist2011

Der populäre Musikblogaggregator Hypemachine stellt wie jedes Jahr in seinem Music Blog Zeitgeist die in den Musikblogs populärsten Künstler, Alben und Songs des Jahres vor. Dieses Jahr streamt Hypebot mit dem Streaming-Anbietern Rdio und Spotify. Das heißt, dass man in Deutschland die Musik auf diesem Weg nicht anhören kann.

Noch nicht. Zumindest Rdio wird in wenigen Tagen in Deutschland an den Start gehen. Also noch bevor die Hypemachine alle Alben vorgestellt hat. Es bleibt angesichts der GEMA-Gebühren für On-Demand-Streaming abzuwarten, ob Rdio wie in den USA ein Freemium-Angebot anbieten wird oder hierzulande auf kostenlose Basis-Accounts verzichtet. Auf einen exakten Starttermin von Spotify warten wir noch.

Die Topsongs des Jahres 2011 laut Hypemachine werden in Form von DJ-Mixen vorgestellt, die auf SoundCloud gehostet sind. Zumindest diese kann man in Deutschland bereits genießen.

BITKOM und GEMA einigen sich auf Streaminggebühren, Deutschlandstart von Spotify nah

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BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V) und GEMA konnten sich zu Gebühren für Musikdienste einigen. Das dürfte das letzte Puzzleteil für den bevorstehenden Deutschland-Start von Spotify sein.

n-tv.de über die Einigung auf Gebühren, die mir immer noch zu hoch erscheinen:

Der Vertrag regelt die Höhe der Urhebervergütungen, die von den Betreibern von Internet-Musikportalen abgeführt werden müssen. Die Lizenzgebühren betragen pro Musikstück jetzt in der Regel zwischen 6 und 9 Cent netto, Bitkom-Mitgliedsunternehmen erhalten einen Rabatt.

Für Download-Shops erhöht sich außerdem die maximale Länge von Hörproben von 30 auf 90 Sekunden, wie es in den USA üblich ist. Wichtiger allerdings ist Folgendes:

Der neue Vertrag, der rückwirkend zum 1. Januar 2002 gilt, enthält auch eine Lizenzierung von Urheberrechten für Streaming-Angebote, also die Direktübertragung von Musikstücken über das Internet. „Einzelne Dienste, die bisher im Ausland erfolgreich sind, finden jetzt auch in Deutschland ähnliche Lizenzierungsbedingungen vor. Wir gehen deshalb davon aus, dass es künftig noch mehr Musikdienste in Deutschland geben wird, bei denen Nutzer für eine monatliche Pauschalgebühr alle Titel vollständig online hören können“, sagt BITKOM-Vizepräsident Smid.

Man braucht nicht viel Phantasie, um aus dieser Aussage des BITKOM-Vizepräsidenten herauszulesen, dass man zumindest dort überzeugt ist, dass nun mit Spotify der weltweit erfolgreichste On-Demand-Streaming-Dienst nach Deutschland kommen kann und wird.

Bereits seit längerem munkelt man in der Branche, dass Spotify vor seinem Eintritt in den deutschen Markt steht, auch wenn Spotify selbst noch auf der Popkomm einen Deutschland-Start in absehbarer Zeit indirekt von sich wies. Die Hinweise verdichten sich, dass dieser aber nun  endlich kommt.

Ich weiß von zwei unabhängigen Quellen, dass ein Deutschland-Start von Spotify kurz bevorsteht. Mir nicht bekannt ist der genaue Zeitpunkt.

Möglich, dass nur noch der Abschluss der Verhandlungen zwischen BITKOM und GEMA, der in Verbindung mit den GEMA-Verhandlungen von Spotify gestanden haben kann, dem entgegenstand und Spotify in den nächsten Tagen bis Wochen in Deutschland startet. (Zumindest in der Öffentlichkeit sahen etwa die Deutschlandchefs von UMG und Sony Music nur die GEMA als letzten Hinderungsgrund für ein deutsches Spotify.)

Unabhängig davon hat Spotify bereits begonnen, Mitarbeiter in Deutschland anzustellen oder für den Berliner Standort zu suchen. In Berlin sitzt etwa Axel Bringéus, laut LinkedIn-Profil seit August 2011 Director International Growth bei Spotify. Für den Berliner Standort sucht Spotify aktuell außerdem nach einem Sales Planner, einem Traffic Manager und einem PR Manager für den DACH-Raum. Zusätzlich sucht Spotify einen Senior Account Manager für die Labelbeziehung in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der ebenfalls in Berlin sitzen wird.

Spotify, das letzte Woche erst eine App-Plattform gestartet hat, ist in den letzten Wochen in Österreich und der Schweiz gestartet. Der Dienst hat weltweit mindestens 2,5 Millionen bezahlende Nutzer und über 10 Millionen registrierte Nutzer.

Der deutsche Konkurrent Simfy wird sich diesen Winter warm anziehen müssen.

Spotify wird facebookähnliche Plattform starten

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Laut Wall Street Journal wird Spotify heute eine Plattform starten, die es App-Entwicklern erlaubt, ähnlich wie bei Facebook mit Apps zusätzliche Angebote für Spotify-Nutzer bereit zu stellen.

Spotify to Offer Apps, Open Platform to Developers – WSJ.com:

Spotify AB will begin offering Facebook-style apps that add various features and functions to its popular online-music service, according to people in the music industry, a move that could differentiate the company amid growing competition from Google Inc., Amazon.com Inc. and Apple Inc.

When it starts on Wednesday, the „app finder“ is likely to include reviews from magazines and blogs that allow users to listen to albums as they read reviews, the people say. One app will display lyrics as a song plays, while another will generate a list of upcoming concerts by artists in a user’s Spotify playlists and offer links to buy tickets.

[..]

For now, the apps will work only on desktop and laptop computers, not on smartphones. However, some apps will create playlists that users can access on smartphones. For instance, some apps may include ongoing playlist „subscriptions“ that will update regularly across all platforms.

Das Potential dieses Schrittes ist enorm. Facebook hat mit seinem erfolgreichen Schritt hin zur Plattform alle anderen Social Networks hinter sich gelassen. Spotify könnte ähnliches gelingen. Gleichzeitig könnte es enorme Kreativität im Umgang mit digitaler Musik freisetzen.

Im März diesen Jahres hat der US-amerikanische On-Demand-Streaming-Anbieter Rdio ebenfalls APIs (Programmierschnittstellen) gestartet.

Sowohl Rdio als auch Spotify sind noch nicht in Deutschland verfügbar. Es stellt sich die Frage, warum

 

Spotify: Rechnet sich Streaming für den Künstler? Wie viel wird tatsächlich gezahlt?

Nachdem bereits einige kleinere Label Spotify in den vergangenen Monaten den Rücken gekehrt haben, zog der Distributor ST Holdings letzte Woche 234 von 238 der von ihm betreuten Label in deren Namen vom Streaming-Service zurück.

Unschön an der Aktion war vor allem die Art und Formulierung, mit der die Entscheidung bekannt gegeben wurde. Das Status-Update (offensichtlich auf Facebook, Genaueres ist der Quelle nicht zu entnehmen) “Haha – http://fuckspotify.com” verweist auf eine Webseite mit folgendem Inhalt:

“Dear Spotify,

Just a quick note to thank you ever so much for offering artists, musicians and songwriters everywhere the chance to preserve our credibility by offering us (spelled: dictating to us) royalty rates that even a crack-head would turn down. We really don’t like getting paid for our music, and thanks to you and other apps like you, we won’t have to be bothered by it.

Love & Kisses,

Every musician and songwriter in the world.”

Folgende Zahlen und Informationen wurden von ST Holdings an die vertretenen Labels übermittelt:

“We have taken the decision to no longer provide content to any of the above streaming-type music services. This decision is based on the fact that the revenue from such services is negligible and these services cannibalise revenue from the likes of iTunes.

The following facts have been established.

* Q3 was the first full quarter supplying content to all the above services.
* Overall digital revenue for the quarter was down 14%.
* iTunes EU Q3 revenue down 24%
* This is the first time ever our digital revenues have fallen
* Spotify / Simfy / Rdio / Napster accounted for 82% of all tracks ‘consumed’ in Q3
* Spotify / Simfy / Rdio / Napster generated just 2.6% of Q3 revenue
* Spotify / Simfy / Rdio / Napster revenues are tiny. (e.g. Spotify total Q3 streams = 750,000 = tracks. Spotify Q3 revenue = £2500)

All content is currently being removed from Spotify / Simfy / Rdio / Napster.”

Sollten die Zahlen stimmen, wäre dies in der Tat beunruhigend und würde Wasser auf den Mühlen derer sein, die Streaming-Services für eine nicht ausreichende Entlohnung von Künstlern verantwortlich machen.

Schlecht für Spotify ist an dieser Stelle, dass die von ihnen gezahlten Lizenzgebühren nicht offen gelegt werden. Laut paidContent sind weder von der britischen Verwertungsgesellschaft PRS For Music noch von Spotify selber Informationen erfragbar.

Im Gegenzug legen Künstler, Management-Agenturen und Labels nun – wie oben gezeigt – ihre eigenen Abrechnungsergebnisse offen; aber eben nicht standardisiert, sondern jeweils individuell geprägt. Folgerichtig fehlt auch hier eine echte Vergleichsmöglichkeit.

Ein Beispiel von Sam Rosenthal’s Projekt Records, das ebenfalls bei paidContent zu finden ist, hier jedoch in einem längeren Zitat:

For a stream on Spotfy…. NOW READ THIS CLOSELY….. on average $0.0013 is paid to Projekt’s Digital Distributor. 5000 plays generates around $6.50. In comparison, 5000 track downloads at iTunes generates $3487. To be clear: I am not suggesting that every stream would have been a sale at iTunes. Believe me, I understand the reality of the music business. This is just a comparison to make a point. Let’s look at this another way: To earn the U.S. monthly minimum wage – $1160 – 892,307 plays a month are needed at Spotify. This is not a viable number for artists.

Es ist richtig, dass Streams und Downloads nicht vergleichbar sind. Denn kaum jemand käme auf die Idee, AirPlay und CD-Käufe gleichzusetzen. Allerdings schon der Gedanke, die Erträge aus Streams mit einem vollständigen (wenn auch Mindest-) Gehalt zu vergleichen, erscheint relativ abenteuerlich. Dass das Gehalt eines Musikers auf mehrere Quellen zurückgeht, sollte hinlänglich bekannt sein.

Nichtsdestotrotz erscheinen die Gewinne für Künstler aus dem Streaming-Geschäft gering. Wo aber ist der Haken?

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine aktuelle Stellungnahme von Erik Nielsen, Manager des britischen Septetts „A Genuine Freakshow“. Eine Offenlegung seiner Abrechnung zeigt:

“I saw the Spotify row starting, so went into my sales figures for A Genuine Freakshow for October 2011. In short, we got paid £7.29 for 1,923 plays,” he says. “This is based on £10.24 gross income minus 85p mechanicals, minus £2.10 PIAS distribution fees. And this is based on worldwide Spotify plays.”

Letztendlich zeigt sich Folgendes: Künstler, die Mittelsmänner wie Labels umgehen, laufen keine Gefahr, durch einen Label-Vertrag finanziell eingeschränkt zu sein und nur Bruchteile des Gewinns zu erhalten. Gewinne aus dem Streaming liegen somit deutlich höher, und Nielsen setzt sein Ergebnis in Beziehung zu einem Tweet von Jon Hopkins (“Got paid £8 for 90,000 plays. Fuck spotify,”):

“We’re self-released, and are obviously doing a hell of a lot better for it,” says Nielsen. “It highlights the crippling terms of record contracts, not necessarily of poor payments from Spotify’s end.”

Übrigens ist Erik Nielsen nicht nur als Manager für AGF tätig, sondern auch als Berater für Rocket Music Management – durchaus also kein bedingungsloser Vertreter der Do-It-Yourself-Geschäftsmodelle.

Ein weiterer Fehler, dem Jon Hopkins erliegt, ist sein Schluss, er erhalte von Radio 1 etwa £50 pro Wiedergabe:

Jon seems aggrieved that he received £8 for 90,000 Spotify plays. However his mistake is to compare a Spotify play against a Radio 1 play. Radio 1 has approx 11,000,000 listeners so if you do the maths that’s 0.0000045p per listener. Spotify pays 0.000088p per stream (listener) according to Jon’s own figures above. So by Jon’s own maths, Spotify pays more.

So Kieron Donoghue, Gründer von Sharemyplaylists.

Dennoch, wie hoch die Ausschüttungen Spotifys an Künstler tatsächlich sind, bleibt unklar:

Spotify told paidContent today: “We have driven over $150 million of revenue to the music industry since our launch three years ago.” But it is unclear how much of that total has ever found its way back to artists, without which there would be no industry to speak of.

Spotify jetzt auch in der Schweiz verfügbar

Das ging schnell. Einen Tag nach dem Österreich-Start geht der schwedische On-Demand-Streaming-Dienst Spotify jetzt auch in der Schweiz an den Start. heise über die Preise:

Wie gehabt stehen drei verschiedene Abonnements zur Wahl:“Spotify Free“ streamt die ersten sechs Monate gratis, aber werbefinanziert auf den PC; anschließend kann man monatlich 10 Stunden gratis hören. „Spotify Unlimited“ hebt diese Einschränkungen für 5 Euro respektive 6,45 Schweizer Franken (CHF) pro Monat auf.

Das Premium-Angebot schlägt mit 10 Euro/12,95 CHF zu Buche, soll bessere Klangqualität und eine größere Auswahl mitbringen, Offline-Wiedergabe unterstützen und sich auch auf dem Handy oder anderen Geräten wie Musikverteilungssystemen nutzen lassen.

Das schweizerische Musikrepertoire scheint auf Spotify noch nicht komplett erfasst zu sein.

 

Spotify erreicht den deutschsprachigen Markt

Heute morgen ist der Streaming-Service Spotify in Österreich online gegangen – zunächst jedoch nur für Facebook-Nutzer.

Die Preisgestaltung ist identisch mit jener des Rivalen Simfy. Sechs Monate kann Spotify mit einer Software am Computer (PC, Mac, Linux-Preview, 128 kbps) kostenlos und ohne Einschränkungen genutzt werden – danach gibt es ein Limit von zehn Stunden pro Monat. Wer die Werbeeinschaltungen zwischen den Liedern nicht duldet, kann sich um 4,99 Euro/Monat davon freikaufen und profitiert gleichzeitig von der besseren Soundqualität (320 kbps). Das volle Spotify-Paket bekommt man allerdings erst um 9,99 Euro/Monat: Dann darf man die Musik auch auf Smartphones (iPhone, Android, Windows Phone 7) hören und hat zusätzlich die Möglichkeit, eine Auswahl der Songs für die Offline-Nutzung auf Computer oder Handy zu speichern. Außerdem ist dann auch das Streamen auf spezielle Audio-Geräte von Sonos, Logitech u.a. möglich.

Spotify ist der erste Anbieter, der über die Facebook-Integration die OpenGraph-Implementation nach Österreich trägt. Nutzungsinformationen werden automatisiert über das Facebook-Profil gepostet. Möchte der User dies unterbinden, ist ein Opt-Out notwendig.

Update 15.11.2011, 16:00: Laut PaidContent.org steht der Start von Spotify auch in Belgien und der Schweiz kurz bevor.

„Spotify ist die Zukunft des Plattenladens, Pandora die Zukunft des Radios.“

Pandora-CTO Tom Conrad hat auf der RoadMap-Konferenz von GigaOm noch einmal unterstrichen, dass Pandora vor allem die nicht zahlenden Musikkonsumenten monetisieren will, sprich also stark auf Werbung setzt. Außerdem hat er eine schöne Aussage über Pandora und Spotify gemacht.

TechCrunch:

He continued that another 40% of the population only pay about $15 a year, the cost of an album or two. While there are opportunities to build businesses on the 10% who are willing to pay more, Pandora’s plans to focus on monetizing the majority via advertisements. Other music companies might be wise to target the non-paying segment as well.

Conrad was asked about whether the rapidly growing Spotify was a threat. That service now has 2.5 million daily active users and 7.5 million monthly active users. Conrad said “I see Spotify as largely complementary to what Pandora does. Spotify’s CEO Daniel Ek says he thinks Spotify is the future of the record store, and that Pandora is the future of radio.”

Pandora und Spotify, die größten Musikdienste weltweit in ihren jeweiligen Bereichen, sind im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbar.

(Disclosure: Ich halte Pandora-Aktien.)

Musikdienste gewinnen nach Facebook-Integration, Spotify am meisten

Facebook hat ein paar Zahlen zur Entwicklung der Musikdienste nach der tieferen Facebook-Integrationsmöglichkeit veröffentlicht. Early Results: The Open Graph and Music:

A few highlights from the weeks following f8:

Spotify: Already one of the defining social music apps on the web, they expanded to the US this summer and added well over 4 million new users since f8.

Earbits: Y Combinator-funded startup built by a team of musicians saw a 1350 percent increase in the number of users becoming fans of the band they’re listening to.

MOG: Their uniquely social business model has led to a 246 percent growth in Facebook users since f8.

Rdio: Their strong social ecosystem has expanded with a 30x increase in new user registrations from Facebook. Slacker: Available across mobile, TV, auto and web,

Slacker saw a more than 11x increase in monthly active users in the month following f8.

Deezer: Based in France, they’ve added more than 10,000 users per day since finalizing their Open Graph integration.

TechCrunch weist darauf hin, dass allerdings entgegen der Darstellung von Facebook nicht alle Dienste sich vergleichbar gut entwickeln und Spotify sich vom Rest abzusetzen scheint:

To give you some context, the top 100 Facebook apps and games have over 500,000 DAU and over 3 million MAU. Spotify is the 21st largest app by DAU, while MOG is tied for #1356th. Facebook’s right about one thing. Several music apps that provide services other than personal listening are doing quite well. RootMusic’s BandPage has 1.4 million DAU, ReverbNation’s Band Profile has 690,000 DAU, and Vevo for Artists has 250,000 DAU.

(DAU= Daily Active User, MAU= Monthly Active User)

Die Facebook-Integration scheint also den On-Demand-Streaming-Markt stärker in eine Winner-Takes-All-Richtung zu drücken:

Unless it has significant growth of non-Facebook users, Rdio could be out of the race. Even if it does, Rdio is missing out on the Facebook virality bonanza aiding Spotify.
The massive growth of Spotify and the meager increases of the other apps reflect a peer pressure effect. Before the Facebook integration, users might have explored the different apps and found the one with the content library and features that best suited them. Now it’s hard to rationalize using MOG or Rdio while constantly bombarded with Ticker stories showing that your friends are all on Spotify.

Diese Richtungsverschiebung ist wenig verwunderlich: Die Möglichkeit der Facebook-Integration bedeutet eine tendenzielle Socialisierung des Marktes, was wiederum dazu führt, dass Netzwerkeffekte eine wichtiger werdende Rolle spielen.

Spotify kommt bald nach Österreich

Nach der Schweiz konnte sich Spotify jetzt auch in Österreich mit den dortigen Verwertungsgesellschaften einigen.

futurezone.at:

Die Schweden konnten sich mit den Verwertungsgesellschaften AKM und austro mechana über einen Lizenzvertrag einigen. Wann genau der Dienst verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

 

Pandora extrem erfolgreich als mobile App, bisher weniger mit mobiler Werbung

Interessante Zahlen und Fakten von Bloomberg zum personalisierbaren Webradio Pandora:

  • Pandora ist in den USA die am meisten heruntergeladene kostenfreie Musikapp in Apples Appstore und im Android AppMarket.
  • Pandora erreicht in New York und Los Angeles ein größeres Publikum als die größten Radiostationen in diesen Städten.

Trotzdem fällt es Pandora bis dato schwer, diese Reichweite mit mobiler Werbung in entsprechend hohe Umsätze zu übersetzen.

Bloomberg:

The mobile service has struggled to attract marketers in part because Pandora is creating new types of advertising, blending 15-second audio clips, display ads and video spots. Audio ads on the radio have traditionally been directed to local audiences, while display advertisers are more often national brands. Pandora’s service is multimedia and focused on national and local advertisers, an experiment that most companies aren’t used to.

Pandora ist aktuell nur in den USA verfügbar.

(Disclosure: Ich halte Pandora-Aktien.)