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Videosite Vimeo startet Music Store für Musikuntermalung von Videos

Logo vimeo

Vimeo, eine Art YouTube für Leute mit Geschmack, und eine der wenigen erfolgreichen Videohoster neben der Google-Tochter YouTube, hat einen Music Store gestartet, in dem Videomacher Musik finden können, die sie in ihren Videos verwenden können.

Neben kostenfreien Tracks, die unter entsprechenden CC-Lizenzen stehen, können auch Tracklizenzen gekauft werden.

Vimeo arbeitet für den Store mit audiosocket und dem Free Music Archive zusammen.

audiosocket über sich selbst:

Audiosocket has developed an innovative music search and licensing technology that we call „MaaS™“ – Music as a Service. Fundamentally designed for integration into video and photo sharing platforms, virtual worlds, online games and social networks, MaaS is changing the way the music is licensed in digital media. Consider, you’re using it right now. It’s powering the Vimeo Music Store. Days worth of content are being created every hour and MaaS provides the world the tools needed to source and license music for any creative project.

(Sich „Music as a Service“ als Trademark schützen lassen, ist eigentlich ein sicheres Zeichen für einen Haufen Douchebags.)

Laut Eigenaussage findet man über 45.000 Tracks im Vimeo Music Store.

YouTube bietet Creative-Commons-Lizenzierung – vorerst nur unter CC BY

Seit 2. Juni ist auf YouTube eine Lizenzierung unter Creative Commons möglich. Die Wiederverwendung muss jedoch auch kommerziell und ohne weitere Einschränkung erlaubt sein. Somit steht derzeit einzig die Attribution Licence (CC BY 3.0) zur Auswahl, die bei Wiederverwendung allein die Nennung des Urhebers zwingend vorsieht.

Zum Start stellt YouTube mehr als 10.000 CC-BY-lizenzierte Videos aus verschiedenen Quellen zur weiteren Verwendung zur Verfügung, momentan in erster Linie von Nachrichtenagenturen wie z.B. Al Jazeera oder Voice of America.

Nutzt man den YouTube eigenen Editor, werden aus YouTube-CC-Material neu erstellte Videos automatisch als CC-BY-lizenziert markiert. Alle im Video eingesetzten CC-Inhalte werden im Player mit Urheber und Original-Titel versehen:

Users may remix videos directly on the editor platform, and any video that is created using CC BY-licensed content will automatically display the linked source videos’ titles underneath the video player.

Neue, aus eigenen Quellen stammende Videos können wahlweise unter die Standard-YouTube-Lizenz oder unter eine CC-BY-3.0-Lizenz gestellt werden.

GigaOm verweist auf die möglichen Beweggründe zur Einschränkung auf CC-BY-Lizenzen:

Creative Commons has in the past been struggling with the fact that the majority of users tends to adopt more restrictive licenses. The organization estimated that two out of three Creative Commons-licensed works can’t be reused commercially, and one out of four can’t be reincorporated into a new work at all.

Neben der nicht-kommerziellen Verwendbarkeit von zwei Dritteln aller weltweit verfügbaren Werke unter Creative-Commons-Lizenz wäre ein Viertel für Remixes in keinem Fall verfügbar – zwei Punkte, die dem angestrebten schnellen Wachstum der YouTube-Library entgegen stehen.

Betrachtet man die Optionen, ist die Nutzung von YouTube im Vergleich zu Vimeo stark eingeschränkt – dort sind alle CC-Varianten erlaubt. Andererseits ist der Vorteil für die Community nicht zu unterschätzen. Setzt man unter YouTube eine CC-Lizenz ein, die aus dem dortigen Fundus stammt, so kann man sich der Verwendbarkeit sicher sein (wenn der Content-Provider korrekt lizenziert hat). Zudem wird das in YouTube eingestelltes und via YouTube-Editor verwendete Material gekennzeichnet. Das wird unter Vimeo dem Bearbeiter überlassen.